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	<title>KIDS &amp; FAMILY | PURE &amp; POSITIVE</title>
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	<item>
		<title>Trennung verstehen und begleiten.</title>
		<link>https://pureandpositive.com/trennung-verstehen-und-begleiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Prizelius]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 00:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KIDS & FAMILY]]></category>
		<category><![CDATA[Focused]]></category>
		<category><![CDATA[Fürstenberg Foundation]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrike Dobelstein-Lüthe]]></category>
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					<description><![CDATA[Trennungen gehören zum Leben. Und trotzdem gehören sie zu den Themen, über die viele Menschen nur schwer sprechen können. Vielleicht, weil sie oft mit Schmerz, Unsicherheit oder Schuld verbunden sind. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Trennungen gehören zum Leben. Und trotzdem gehören sie zu den Themen, über die viele Menschen nur schwer sprechen können. Vielleicht, weil sie oft mit Schmerz, Unsicherheit oder Schuld verbunden sind. Vielleicht aber auch, weil wir gesellschaftlich noch immer gelernt haben, Trennung vor allem als Scheitern zu betrachten, statt als einen komplexen Veränderungsprozess, der viele Menschen gleichzeitig betrifft. Denn wenn eine Beziehung auseinander geht, betrifft das selten nur zwei Menschen. Darüber schreibt Ulrike Dobelstein-Lüthe als Geschäftsführerin der Fürstenberg Foundation in ihrem Gastbeitrag und macht dabei auf eine Veranstaltung zum Thema „Trennung verstehen &amp; begleiten” aufmerksam.</em></strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Speziell wenn Eltern sich trennen, verändert sich oft das gesamte emotionale Gefüge einer Familie. Routinen brechen weg, Wohnsituationen verändern sich, Konflikte werden spürbar und Verlässlichkeit fühlt sich plötzlich anders an. Besonders Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erleben diese Veränderungen häufig intensiv. Auch dann, wenn sie nach außen ruhig wirken. Viele junge Menschen versuchen in solchen Situationen vor allem eines: niemandem zusätzlich zur Last zu fallen.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie vermitteln zwischen Elternteilen, ziehen sich zurück, übernehmen Verantwortung oder versuchen, „stark“ zu bleiben. Gefühle wie Unsicherheit, Wut, Traurigkeit oder Loyalitätskonflikte bleiben dabei oft unausgesprochen. Nicht, weil sie nicht da wären, sondern weil vielen Menschen die Sprache oder der Raum fehlt, darüber offen zu sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="584" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2024-12-20-101745-1024x584.png" alt class="wp-image-258269" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2024-12-20-101745-1024x584.png 1024w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2024-12-20-101745-980x559.png 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2024-12-20-101745-480x274.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Fürstenberg Foundation</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht es bei Trennung nicht nur um familiäre Veränderungen. Auch junge Erwachsene erleben eigene Beziehungskrisen, Liebeskummer, Freundschaftsabbrüche oder andere Abschiede, die emotional tief prägen können. Gerade in einer Zeit, in der Beziehungen, Identität und Zukunft ohnehin oft im Wandel sind, können solche Erfahrungen das eigene Sicherheitsgefühl erschüttern. Und dennoch liegt genau darin auch etwas Wichtiges: die Möglichkeit, anders über Beziehungen, Konflikte und emotionale Gesundheit zu sprechen. Vielleicht brauchen wir gesellschaftlich weniger die Frage: „Wie vermeiden wir jede Krise?“ und mehr die Frage: „Wie begleiten wir Menschen gut durch schwierige Zeiten?“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn nicht jede Trennung lässt sich verhindern. Aber wie wir miteinander umgehen, wie wir kommunizieren und wie wir junge Menschen in belastenden Situationen begleiten, macht einen Unterschied. Kinder und Jugendliche brauchen dabei nicht perfekte Erwachsene. Sie brauchen Orientierung, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und das Gefühl, mit ihren Emotionen nicht allein zu sein. Oft hilft nicht die perfekte Antwort, sondern Zuhören, Offenheit und die Bereitschaft, Gefühle ernst zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://fuerstenberg-foundation.de/24-juni-2026-trennung-verstehen-begleiten/" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="893" height="521" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-05-26-114425.png" alt class="wp-image-258268" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-05-26-114425.png 893w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-05-26-114425-480x280.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 893px, 100vw"></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Fürstenberg Foundation</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Genau darum soll es bei der Veranstaltung „Trennung verstehen &amp; begleiten – Impulse für Familien, Jugendliche &amp; junge Erwachsene“ gehen, die am 24. Juni 2026 in Hamburg stattfindet. Die Veranstaltung der Fürstenberg Foundation in Kooperation mit der Bucerius Law School möchte bewusst unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen: Psychologie, Familienrecht, persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Fragen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Konflikte oder Probleme, sondern vor allem die Frage, was Menschen in herausfordernden Lebenssituationen wirklich hilft.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Oft beginnt Veränderung genau dort, wo Menschen anfangen, ehrlicher über ihre Erfahrungen zu sprechen.”</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</blockquote>



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<p class="wp-block-paragraph">Mit dabei sind unter anderem die Singer-Songwriterin Miss Allie, Familientherapeutin Mareike Fell, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht Bettina Bachinger sowie Journalist und Podcaster Andreas Wrede, bekannt durch den Podcast „Wenn Eltern Feinde werden“. Es soll ein Abend werden, der Raum schafft für Austausch, Verständnis und neue Perspektiven. Sensibel, offen und ohne Stigmatisierung. Denn oft beginnt Veränderung genau dort, wo Menschen anfangen, ehrlicher über ihre Erfahrungen zu sprechen.</p>



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<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center"><br><br><strong><br>Weitere Informationen zur Veranstaltung:</strong><br><br>„Trennung verstehen &amp; begleiten – Impulse für Familien, Jugendliche &amp; junge Erwachsene“<br>Juni 2026, 19–21:00 Uhr, Bucerius Law School in Hamburg<br><br>Mehr Infos:<br><a href="https://www.fuerstenberg-foundation.de/24-juni-2026-trennung-verstehen-begleiten" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">www.fuerstenberg-foundation.de</mark></a><br><br><br></td></tr></tbody></table></figure>



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<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://fuerstenberg-foundation.de/24-juni-2026-trennung-verstehen-begleiten/" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="912" height="733" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-05-08-094259.png" alt class="wp-image-258270" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-05-08-094259.png 912w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-05-08-094259-480x386.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 912px, 100vw"></a></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Fürstenberg Foundation</p>



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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:38% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="752" height="834" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Workshop-225_2-1.jpg" alt class="wp-image-258267 size-full" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Workshop-225_2-1.jpg 752w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/06/Workshop-225_2-1-480x532.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 752px, 100vw"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Ulrike Dobelstein-Lüthe</strong> ist die Geschäftsführerin der Fürstenberg Foundation, wo sie sich maßgeblich für die Stärkung der mentalen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen einsetzt, um jungen Menschen ein stabiles Fundament für ihre Zukunft zu bieten. Mit ihrer langjährigen Expertise prägt sie die strategische Ausrichtung der Stiftung, um innovative Präventionskonzepte in die Arbeitswelt und Gesellschaft zu tragen. Dabei verbindet sie leidenschaftlich unternehmerisches Denken mit sozialer Verantwortung, um nachhaltige Lösungen für mentale Wohlbefinden zu schaffen.</em></p>
</div></div>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Fürstenberg Foundation</p>



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			</item>
		<item>
		<title>Wie ein „unerwünschter Gast” Mut macht.</title>
		<link>https://pureandpositive.com/der-unerwuenschte-gast/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Prizelius]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 00:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Focused]]></category>
		<category><![CDATA[KIDS & FAMILY]]></category>
		<category><![CDATA[Der unerwünsche Gast]]></category>
		<category><![CDATA[Hendrikje Balsmeyer]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Maffay]]></category>
		<category><![CDATA[Zöliakie]]></category>
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					<description><![CDATA[Gerade ist das neue Kinderbuch „Der unerwünschte Gast” von Hendrikje Balsmeyer mit dem Vorwort ihres Mannes Peter Maffay erschienen. Das Buch zielt darauf ab, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen, komplexe [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Gerade ist das neue Kinderbuch „Der unerwünschte Gast” von Hendrikje Balsmeyer mit dem Vorwort ihres Mannes Peter Maffay erschienen. Das Buch zielt darauf ab, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen</em></strong>, <strong><em>komplexe Gefühle greifbar zu machen und Wissen im Umgang mit der Krankheit Zöliakie näher zu bringen, ohne dabei belehrend zu wirken. Im heutigen Interview sprechen die beiden über die Entstehung der Geschichte, ihre gemeinsamen kreativen Prozesse sowie die Frage, wie man jungen Lesern schwere Kost verständlich vermittelt <strong>und die weitreichenden gesellschaftlichen Auswirkungen der Krankheit</strong>. Es soll <strong>betroffenen Kindern helfen, ihre Erkrankung als Stärke zu sehen und nicht aufgrund dessen ausgegrenzt zu werden.</strong> Wir erfahren zudem, welche persönlichen Erfahrungen in die Erzählung eingeflossen sind und warum das Thema gerade in der heutigen Zeit so relevant ist.</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Liebe Frau Balsmeyer (HB), lieber Herr Maffay (PM), erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Buch mit einem ‑wie ich finde- sehr wichtigen Thema. Zöliakie ist ja ein sehr spezifisches Feld. Was war der ausschlaggebende Moment dafür, in dem Sie sich entschieden haben, </strong>dass man <strong>diese Geschichte jetzt für Kinder erzählen sollte? Was ist die Hauptbotschaft dieses wunderbaren Buches?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">HB: Natürlich gab es einen Beweggrund zum Schreiben des Buches (lacht) und zwar haben wir eine Geschichte über Lou erzählt, die einen Bruder namens Nikki hat. Nikki ist der beste Freund unserer Tochter Anouk und seine Schwester hat Zöliakie. Auf diese Weise bin ich das allererste Mal auf diese Autoimmunkrankheit aufmerksam geworden. Ich selber kannte die Begrifflichkeit vorher nicht, obwohl ich selber auch kein Gluten bzw. es nicht gut vertrage. Daher versuche ich in meinem Leben Gluten weitestgehend zu vermeiden. An Zöliakie Erkrankte dürfen das ja nun überhaupt nicht. Im Laufe der Zeit haben wir immer mehr Kinder kennengelernt, sei es bei Signierstunden im Rahmen unserer Stiftung und eben auch im Freundeskreis von Anouk, die davon betroffen sind. Wir kennen viele Kinder, die mit der Krankheit aber auch sehr gut leben. Es gibt inzwischen viele gute Ersatzprodukte und ich finde außerdem, dass wir diesbezüglich in der Schule von Anouk über das Thema Zöliakie sehr gut aufgeklärt sind. Das ist eigentlich die Dynamik, die man sich für die Krankheit wünscht. Leider haben wir aber eben auch das Gegenteil kennengelernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Haben Sie da ein Beispiel für uns?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">HB: Es gibt zwei kleine Geschichten, die ich besonders erinnere. Wir machen ja zu einen immer mal wieder diese Anouk-Signierstunden, wo wir uns mit den Leuten beschäftigen und in den Austausch gehen, weil wir sie einfach kennenlernen wollen. Dabei haben wir immer einen Korb mit Süßigkeiten stehen und gesagt, dass sich jeder etwas rausnehmen darf. Eine Mama eines Jungen sagte uns dann aber auf einmal, dass ihr Sohn nichts Süßes essen darf, weil er eben Zöliakie hat. Ich kannte die Begrifflichkeit zu dem Zeitpunkt auch schon. Sie fing daraufhin schrecklich an zu weinen. Ich habe sie daraufhin gefragt, warum sie das jetzt emotional so bewegt hat, und zwar wurde die Diagnose bei dem Jungen jahrelang nicht gestellt. Man weiß ja, oder vielleicht wissen es auch einige nicht, dass bei dieser Autoimmunkrankheit der Dünndarm angegriffen wird. Er wird entzündlich und die Dünndarmzotten, die für die Oberflächenvergrößerung verantwortlich sind und Nährstoffe aufnehmen, sterben schließlich ab. Irgendwann hat man dann zwar den Dünndarm noch und die Aufnahmefläche von dem Dünndarm, die sich aber um so stark reduziert hat, dass eben nicht mehr genug Nährstoffe im Organismus ankommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wiederum kann letztendlich bei jeder Person zu einer anderen Reaktion führen. Also angefangen von Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen, was man ja auch von einer Glutenunverträglichkeit kennt, bis hin zu muskulären oder kognitiven Schäden sowie Wachstumsschädigungen etc. Und bei diesem Jungen wurde es eben nicht erkannt und da hat dieser Nährstoffmangel dazu geführt, dass er nicht mehr reden konnte und sogar Probleme hatte, zu laufen. Da merkt man erstmal, dass Zöliakie zu haben eben nicht nur bedeutet, Bauchschmerzen zu haben, sondern es darauf ankommt, wie lange es bei einer Nicht-Diagnose bleibt und ab wann man es schließlich doch behandeln kann. Wenn es lange bei diesem Nährstoffmangel bleibt, kommt es eben zu immer größeren Ausfallerscheinungen. In gewissen Lektüren liest man auch, dass man dadurch sogar irgendwann Krebs bekommen kann. Das ist dann natürlich nochmal härter. Deswegen ist es für uns so wichtig, hier aufzuklären, weil es eigentlich simpel aber das Unverständnis sehr groß ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong><em>Das klingt wirklich sehr emotional…</em></strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">HB: Ja, und die zweite Geschichte ist leider auch noch etwas trauriger, als die erste. Hier geht es um einen zwölfjährigen Jungen, der aufgrund seiner Erkrankung in seiner Umgebung von Freunden ausgeschlossen wird. Es ist natürlich schon erstmal ein anderer Aufwand, wenn man mit einem an Zöliakie erkrankten Kind befreundet ist, es mal bei sich zu Hause hat, weil man glutenfreie Ersatzprodukte da haben muss etc. und auch auf Gründlichkeit achten, regelmäßig Hände und Oberflächen waschen muss. Er hat aber nun leider einfach nicht diese Verbindung zu Freunden gefunden oder zu Vereinen, Freizeitaktivitäten etc., so dass er seiner Mama gegenüber geäußert hat, dass er sein Leben nicht mehr weiterleben möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Am Ende kommt dann leider dabei raus, dass die Gesellschaft die Zöliakie-Erkrankung nicht ernst genug nimmt oder auch nicht gut genug kennt, um sie ernst zu nehmen. Das bewegte uns am Ende so sehr, dass wir entschieden haben, hier etwas zu tun.”</em></strong></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Hendrikje Balsmeyer</strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und er ist gerade mal zwölf Jahre alt! Das sind dann schon Geschichten, wo ich dachte, dass es ja eigentlich so einfach ist, Gluten wegzulassen, weil es jetzt ‑im Gegensatz zu noch vor zehn Jahren- wirklich eine Bandbreite an entsprechenden Produkten gibt. Man geht in Supermärkte rein und findet gleich ganze Regale voll mit glutenfreien Ersatzprodukten. Aber die Begrifflichkeit Zöliakie ist bei vielen Menschen zum einen eben noch nicht angekommen, und zum anderen wird Zöliakie oft verwechselt mit einer Unverträglichkeit oder gar Modeerscheinung. Es gab ja eine Zeit lang diese Modeerscheinungen aus Amerika vor vielen Jahren, wo Menschen sich glutenfrei ernährt haben, um schlichtweg abzunehmen. Und das sind natürlich viele Faktoren, die dazu geführt haben, dass dieses Thema leicht verschwimmt. Am Ende kommt dann leider dabei raus, dass die Gesellschaft die Zöliakie-Erkrankung nicht ernst genug nimmt oder auch nicht gut genug kennt, um sie ernst zu nehmen. Das bewegte uns am Ende so sehr, dass wir entschieden haben, hier etwas zu tun. Es ist ja eigentlich auch nicht schwer, aber dennoch gibt es wenig Lektüre über das Thema. Wir haben offiziell 1% Prozent der Bevölkerung in Deutschland, wo wir sicher, dass sie es haben. Die Dunkelziffer ist aber höher.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wissen Sie, wie es in anderen Ländern aussieht?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">HB: Italien ist ein Land, an dem wir uns ein großes Beispiel nehmen sollten. Da gibt es nämlich auf fast jeder Karte glutenfreie Alternativen sowie glutenfreie Supermärkte und es gibt sogar standardisierte Tests, die durchgeführt werden können. Ein Kind kann zwischen dem Kleinkindalter bis zum 18. Lebensjahr diesen Test kostenfrei durchführen lassen, also von der Krankenkasse sozusagen bewilligt, ohne Symptomatik dafür zu zeigen. Also kann man es einfach testen, um zu wissen, ob man es hat oder nicht. Dort ist man bei einer Ziffer von 2,6 %. Italien schafft es auf diese Weise, einfach fortschrittlicher zu denken und das Leben für Zöliakie Betroffene so zu erleichtern, dass sie gar nicht mehr so viel über diese Krankheit nachdenken müssen — weil sie eben diesen Standard dort haben, den man sich hier in Deutschland wünschen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">PM: Das ließe sich natürlich noch viel, viel mehr vertiefen, wenn man sich einmal vergegenwärtigt, wie defizitär die Situation zum Beispiel ist, wenn man reist, Man sitzt stundenlang im Zug und es gibt nichts zu essen für jemanden, der an Zöliakie erkrankt ist, und im Flieger ist es genau dasselbe Thema. Die Angebote sind so spärlich und das Wissen darüber ebenfalls, also muss man daran definitiv etwas ändern. Die Zahl der Betroffenen ist so signifikant groß, dass man nicht nachvollziehen kann, warum die Gesellschaft so ignorant mit dieser Thematik umgeht. <a href="http://benachteiligt sind"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Wir haben eine Stiftung</mark></a><a href="http://www.tabaluga-hilfe.de" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">, die Tabaluga Kinderstiftung,</mark></a> wenn ich das kurz ergänzen darf Hendrikje, die sich mit traumatisierten Kindern beschäftigt — also mit Kindern, die in vielerlei Formen benachteiligt sind. Das kann durch Krankheit oder Defizite physischer oder mentaler Art sein. Ein großes Thema ist hier leider die Isolation aufgrund von Krankheiten und wenn Hendrikje von diesem 12-jährigen Jungen spricht, ist das ein typischer Fall von Isolation, die durch diese Umstände eintritt. Das heißt, die Familien wissen oft nicht, wie man damit richtig umgeht, aber auch in der Öffentlichkeit wird damit nicht richtig umgegangen.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Und jetzt geht es darum, im positiven Sinne darauf einzuwirken, dass man etwas gegen diesen Zustand tut, dass man Vernetzung betreibt und dadurch eine größere Plattform bekommt, um beispielsweise in der Politik einzuhaken und deutlich zu machen: Leute, ihr könnt jetzt an den Schrauben der Einsparungen im Gesundheitswesen schrauben, so viel ihr wollt, nehmt dieses Thema bitte nicht auch noch aus dem Bewusstsein heraus.”</em></strong></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Peter Maffay</strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Ein kleiner Mensch ist im Grunde genommen zunächst einmal völlig unbelastet durch irgendwelche Dinge und wächst nun hinein in eine Krankheit. Man wird dadurch immer mehr isoliert und verliert im Grunde genommen den Anschluss an eine vernünftige Perspektive. Wenn wir diese Zahl von 1,5 bis 3 % mal umschlagen auf die 2500 Kinder, die wir alleine in unseren Einrichtungen betreuen, sind das schon eine Menge Kinder, die davon betroffen sein dürften. Und das haben wir in der <a href="http://www.tabaluga-hilfe.de" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Stiftung</mark></a> bis jetzt noch nie selber erkannt. Wenn wir uns nun aber umschauen, gibt es immer mehr Bereiche, in denen dieses Bewusstsein langsam eintritt. Und jetzt geht es darum, im positiven Sinne darauf einzuwirken, dass man etwas gegen diesen Zustand tut, dass man Vernetzung betreibt und dadurch eine größere Plattform bekommt, um beispielsweise in der Politik einzuhaken und deutlich zu machen: Leute, ihr könnt jetzt an den Schrauben der Einsparungen im Gesundheitswesen schrauben, so viel ihr wollt, nehmt dieses Thema bitte nicht auch noch aus dem Bewusstsein heraus. Wenn man sich dann auch noch überlegt, wie umständlich das Leben für Familien sein muss, die sich die Ausgaben für Zöliakie-konformes Essen nicht leisten können und dann zusehen müssen, wie sich die Kinder falsch ernähren, ist das schon besorgniserregend. Dadurch gerät man dann immer tiefer rein in diesen Strudel von schwierigen Umständen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie schauen Sie inzwischen im Alltag auf das Thema?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">HB: Prinzipiell ganz anders. Man geht in den Supermarkt und guckt, wo glutenfreie Alternativen erhältlich sind, oder man geht in ein Restaurant und schaut, welche Sachen es dort gibt, die man essen kann. Man fragt inzwischen auch ganz bewusst nach und möchte wissen, ob es für Zöliakie betroffene Menschen eine Alternative zu essen gibt. Wir gehen schon oft essen oder sind auf Reisen und da versucht man das einfach überall zu thematisieren, wenn man kann. Auch in Schulen sehe ich hier einen hohen Aufklärungsbedarf. Ich war ja Lehrerin und finde, dass Lehrer, oder auch jemand in der Gastronomie, eigentlich einen Zettel in die Hand bekommen und über die zehn häufigsten Unverträglichkeiten einen Aufklärungsbogen bekommen müssten, damit man einfach Bescheid weiß, was es da gibt. Ich habe zehn Jahre lang in der Gastronomie gearbeitet und wusste innerhalb dieser zehn Jahre nicht, was Zöliakie überhaupt ist. Außerdem erinnere ich mich noch daran, dass ich vor zehn Jahren noch eine Dame belächelt habe, das muss ich einfach ehrlich so sagen, weil mir das selber wehtut und ich mich natürlich auch über mich selbst ärgere, die gefragt hat, ob wir etwas Glutenfreies zu essen haben. Ich habe das wirklich bagatellisiert zum damaligen Zeitpunkt, weil ich dachte: Oh Gott, jetzt wollen sie alle glutenfrei essen, damit sie nicht dick werden, aber ich habe die Situation verkannt und, dass eine ernsthafte Krankheit dahinterstecken kann. Es ärgert mich, dass ich selber mal so gedacht habe, und möchte jetzt einfach noch mehr Aufmerksamkeit dafür schaffen, dass man umdenken muss.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Dabei versuchen wir, und das ist eigentlich die Anstrengung, der wir folgen, Allianzen mit anderen in der Gesellschaft zu bilden, die das ähnlich sehen, um eine noch größere, tragfähigere Plattform entstehen zu lassen, von der aus man Impulse an die Gesellschaft ausgeben kann.”</em></strong></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Peter Maffay</strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Sie haben jetzt beide zusammen eine enorme Reichweite, u.a. auch über Ihre <a href="http://www.tabaluga-hilfe.de" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Stiftung</mark></a>. Wie fühlt es sich denn an, eine Stimme für diese geschätzt 1–2,5/3 % Prozent der Bevölkerung zu haben — vor allem auch hier die Kinder, die sich vielleicht im Alltag unverstanden fühlen</strong>?</h5>



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<p class="wp-block-paragraph">PM: Wir sind ja als der entscheidungsfähige Teil der Gesellschaft gefordert, für diejenigen, die sich noch nicht in dieser Phase befinden, nämlich die Kinder, die Weichen so zu stellen, dass ihnen die größtmögliche Aufmerksamkeit entgegengebracht wird, in welchen Belangen auch immer — ob im edukativen Bereich, im gesundheitlichen und so weiter. Und dazu gehört bei uns Spätzündern eben auch, dass wir es im Rahmen der Stiftungsarbeit entdeckt haben. Die Stiftung gibt es seit 20 / 25 Jahren und wenn man sich überlegt, dass wir im 24. Jahr erst auf den Trichter gekommen sind, was da noch zu erledigen ist, ist das schon irgendwie eine etwas bittere Erkenntnis — aber besser, man wacht jetzt auf, als niemals. Und manchmal ist es auch ganz einfach so, dass durch wissenschaftliche Erkenntnisse und medizinische Fortschritte etc. ein Thema erst zu einem gewissen Zeitpunkt tatsächlich tragfähig behandelt werden kann. Aber jetzt kann man das nicht mehr ignorieren. Wer das jetzt noch tut, ist irgendwie blind gegenüber zwei Millionen Menschen in unserem Land und das sind sehr viele Menschen. Wenn man das noch auf Europa und auf die ganze Weltbevölkerung überträgt, sind das horrende Zahlen und auf die muss man reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und weil Sie fragten, wie man sich dabei fühlt, kann ich sagen: „Gut, weil man endlich wach geworden ist. Da wird sicherlich im Leben noch einiges in ähnlicher Form ablaufen, aber im Augenblick ist das bei uns ein ziemlich heißes Thema. Und dabei versuchen wir, und das ist eigentlich die Anstrengung, der wir folgen, Allianzen mit anderen in der Gesellschaft zu bilden, die das ähnlich sehen, um eine noch größere, tragfähigere Plattform entstehen zu lassen, von der aus man Impulse an die Gesellschaft ausgeben kann.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em> „Sich glutenfrei zu ernähren, wenn man jeden Tag an jedem Bäcker vorbeiläuft, regelmäßig seine Hände zu waschen und all das anderen Menschen verständlich zu machen, finde ich ist eine Eigenschaft, die man als Superheldenkraft sehen kann. Deswegen haben wir versucht, dieses Thema so aufzubauen, dass das Kind, was die Zöliakie hat, sich darin bestärkt fühlt, den Alltag gut zu bewältigen.”</em></strong></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Hendrikje Balsmeyer</strong></p>
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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie schwierig war denn für Sie dieser Balanceakt, das Thema so zu verpacken, dass es Kinder nicht ängstigt, sondern sie im Umgang mit der Ernährungsumstellung bestärkt?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">HB: Ich versuche ja mit Anouk, wenn sie irgendwelche Probleme zu Hause hat, alles immer sehr kindgerecht zu behandeln, und viele Situationen versuchen wir auch über Humor zu lösen, um bestimmte Sachen manchmal nicht so ernst zu nehmen und Probleme nicht allzu groß werden zu lassen. Und ich finde, dass ein Alltag mit Zöliakie für die Betroffenen meist gar nicht so schwer ist, sondern dass es das vor allem für die Außenstehenden schwierig macht. Deswegen haben wir gesagt, bauen wir es so auf, dass die Krankheit plötzlich bei einem einzieht, damit es das Kind auch besser versteht. Da kommt jetzt jemand, der sich in mein Bett legt, mit zur Schule kommt, mich verfolgt und mir auch ein Stück weit die eigene Privatsphäre nimmt. Wir haben aber dennoch versucht, lustige Beispiele zu bringen, wie sie dann in der Schule aufräumt und andere Kinder bittet, die Hände zu waschen, was natürlich schon alles nervig ist. Schließlich kommt irgendwann der Punkt, an dem der kleine Bruder erkennt: „Okay, ich weiß zwar, dass Frau Zöliakie uns alle sehr nervt, aber seitdem sie da ist, hast du auch keine Symptome mehr.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist sie ja sowas wie eine Superheldin, überlegt sich Lou dann. Ich verwende sehr gerne, und das ist oft so in meinen Büchern, den Superhelden-Begriff, weil sich viele Kinder damit einfach gut identifizieren können. Und ich finde außerdem, dass man diesen Superheldenbegriff etwas weiter aufmachen und überlegen muss, wer alles ein Superheld sein kann. Muss man denn unbedingt zaubern oder fliegen können?! Oder kann man nicht vielleicht auch durch andere Sachen, die wiederum andere im eigenen Umfeld nicht so gut können, auch ein Superheld sein?! Sich glutenfrei zu ernähren, wenn man jeden Tag an jedem Bäcker vorbeiläuft, regelmäßig seine Hände zu waschen und all das anderen Menschen verständlich zu machen, finde ich ist eine Eigenschaft, die man als Superheldenkraft sehen kann. Deswegen haben wir versucht, dieses Thema so aufzubauen, dass das Kind, was die Zöliakie hat, sich darin bestärkt fühlt, den Alltag gut zu bewältigen.</p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2027/04/Jennifer-Toebben2-683x1024.jpg" alt class="wp-image-257837"></figure>



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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Bild: © Jennifer Többen</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Ich glaube, dass man ‑wie in anderen Bereichen auch- den Kindern die Fähigkeit attestieren muss, viel früher als man selber manchmal glaubt, in der Lage zu sein, sich mit einem komplexen Thema auseinander zu setzen. Das heißt, mit ihnen ganz offen zu reden. Die Kinder sind absolut in der Lage, sehr früh zu erkennen, wo eine Gefahr besteht und zu kapieren, was Selbstwertgefühl bedeutet.”</em></strong></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Peter Maffay</strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Was würden Sie Eltern raten, wie Sie ihren Kindern erklären, dass da jetzt dieser Gast ist, der vielleicht nervig ist, aber man trotzdem ein schönes, ein tolles, ein glückliches Leben führen kann? Was würden Sie ihnen für Impulse geben?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">PM: Ich glaube, dass man ‑wie in anderen Bereichen auch- den Kindern die Fähigkeit attestieren muss, viel früher als man selber manchmal glaubt, in der Lage zu sein, sich mit einem komplexen Thema auseinander zu setzen. Das heißt, mit ihnen ganz offen zu reden. Die Kinder sind absolut in der Lage, sehr früh zu erkennen, wo eine Gefahr besteht und zu kapieren, was Selbstwertgefühl bedeutet. Und darum geht es ja im Grunde genommen. Wenn man das alles richtig handhabt und einigermaßen in den Griff bekommt, hat jemand, der mit Zöliakie lebt, die Möglichkeit, noch gesünder zu leben und mindestens genauso alt zu werden, wie jemand ohne die Erkrankung. Es geht also darum, jemandem, der betroffen ist, das Gefühl zu geben, dass er kein Loser ist, sondern viel mehr das Ganze umzuwandeln in eine Stärke.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">HB: …Und Zeit mit dem Kind zu verbringen, vielleicht selber zu kochen, gemeinsam zu backen und all das. </p>



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<p class="wp-block-paragraph">PM: Ja genau, wenn man zum Beispiel gemeinsam kocht, was ja in vielen Familien aus zeitlichen Gründen heutzutage leider kaum noch passiert und was eigentlich ein soziologischer Vorgang ist, kann vieles vermittelt und ausprobiert werden. Ich meine, miteinander essen, miteinander kochen und so weiter sind alles Dinge, die Menschen verbinden und den Menschen ein stärkendes Gefühl verleihen. Ich bin zwar kein Pädagoge, aber aus meiner Sicht sind das ganz wirksame Verhaltensformen, mit denen man Menschen helfen kann, die davon betroffen sind.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">HB: Hier bei uns in Tutzing im Ort gibt es zum Beispiel auch sogenannte „Treffs mit Zöliakie-Kindern”. Dort wird glutenfreies Backen angeboten, aber es gibt auch verschiedene Freizeitmöglichkeiten, was natürlich auch wieder ein schönes Gruppendynamikgefühl entstehen lässt, wenn man weiß, dass man nicht alleine ist. Oder es gibt Kinder, die in ihrem Ranzen ein kleines Notfallfach haben, ein kleines Schatzfach, wo sie entsprechendes Proviant drin haben. Man muss es den Kindern einfach schön erklären und versuchen, wirklich das Besondere aus dieser Krankheit zu sehen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">PM: Man muss da kreativ rangehen. Ich meine, den Kindern zum Beispiel zu vermitteln, was sie alles alternativ essen können, bedeutet, dass die Kinder lernen, was es alles gibt und was man daraus machen kann. Das ist eine Horizonterweiterung sondergleichen. Und das können die Kinder, wenn sie sich das erst einmal angeeignet haben, später in ihrem Leben wiederum weitergeben. Also quasi ein angelerntes Kochbuch. Es ist einfach eine zusätzliche Wissenschaft, wenn man gelernt hat, hier richtig zu kochen.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Man sollte versuchen, die Kinder als Experten einzusetzen und ihnen zu vermitteln: „Du hast jetzt eine Funktion, nämlich als „Zöliakie- Betroffene/r” gleichzeitig auch anderen oder neu Diagnostizierten zu helfen.” So kann man lernen zu erkennen, dass man jetzt eben auch eine exponierte Begabung hat, nämlich über dieses Thema Bescheid zu wissen und damit auch anderen zur Seite zu stehen und ihnen zu helfen.”</em></strong></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Hendrikje Balsmeyer</strong></p>
</blockquote>



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<p class="wp-block-paragraph">HB: Bei uns ist es auch in der Schule ganz schön geregelt. Die Lou, die jetzt betroffen ist, hat in den kleineren Klassen Vorträge über Zöliakie gehalten, was Zöliakie ist, wie man hier reagieren und wie es der Freundeskreis tun kann. Man sollte versuchen, die Kinder als Experten einzusetzen und ihnen zu vermitteln: „Du hast jetzt eine Funktion, nämlich als „Zöliakie- Betroffene/r” gleichzeitig auch anderen oder neu Diagnostizierten zu helfen.” So kann man lernen zu erkennen, dass man jetzt eben auch eine exponierte Begabung hat, nämlich über dieses Thema Bescheid zu wissen und damit auch anderen zur Seite zu stehen und ihnen zu helfen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">PM: Es ist auch wichtig, einen gewissen Grad an Normalität zu erzeugen, so dass man das nicht als Exotik begreift, sondern als eine Ausprägung unserer Schöpfung und, dass man damit eigentlich sehr gut leben kann. Das befähigt einen durchaus zu einer ganz wohltuenden und ausgleichenden Normalität.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Diese Allianz, von der ich gesprochen habe, ist für mich ein magisches Wort. Das ist das, was wir brauchen! Wir brauchen Informationen, wir müssen uns austauschen, wir müssen unseren Wissensstand erhöhen und unsere Kraft zugunsten dieser Leute einbringen, so wie wir das bei den anderen Fällen von den Kindern auch tun, die wir über die Stiftung betreuen. Im Grunde genommen wird diese Geschichte jetzt auch ein Teil der Normalität, in der wir leben.”</em></strong></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Peter Maffay</strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Frau Balsmeyer, Sie hatten ganz zu Anfang auch gesagt, dass das Kind dadurch aus der Isolation heraus eine andere Rolle einnehmen kann, nämlich die, Verantwortung tragen zu können und das positiv für sich zu nutzen. Herr Maffay, Sie haben hier das Vorwort geschrieben. Was waren Ihre Gedanken zu dem Vorwort?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">PM: Ich entdecke ganz einfach zu einem relativ späten Zeitpunkt die Möglichkeit, in einem marginalen Umfang, mehr ist das nicht, durch meine Situation als Musiker ein bisschen Hilfestellung zu geben. Ich bin jetzt über 55 Jahre in diesem Geschäft dabei und habe immer wieder festgestellt, wie gut sich diese Plattform zur Vernetzung eignet, und finde es großartig, dass Hendrikje es sich zur Aufgabe gemacht hat ‑und ich beobachte aus der Nähe, mit wie viel Akribie sie sich damit auseinandersetzt und wie sie auch uns beiden hilft, sich Wissen anzueignen, um mit anderen, die dieses Wissen schon besitzen- im Dialog zu bleiben oder den Dialog zu verstärken. Und diese Allianz, von der ich gesprochen habe, ist für mich ein magisches Wort. Das ist das, was wir brauchen! Wir brauchen Informationen, wir müssen uns austauschen, wir müssen unseren Wissensstand erhöhen und unsere Kraft zugunsten dieser Leute einbringen, so wie wir das bei den anderen Fällen von den Kindern auch tun, die wir über die Stiftung betreuen. Im Grunde genommen wird diese Geschichte jetzt auch ein Teil der Normalität, in der wir leben.</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong><em>Sie haben für das Buch auch mit dem Deutschen Zentrum für Gesundheit (DZG) zusammengearbeitet. Da wird auch oft betont, wie wichtig das Gefühl ist, nicht alleine zu sein — egal, welche Erkrankung man hat. Frau Balsmeyer, Sie hatten vorhin von Heldentum gesprochen. Kinder zu so einer Heldenreise anzustiften oder zu inspirieren, mit Zöliakie klarzukommen. Man braucht Kraft, Zuversicht, Familie, gute Freunde und ein aufgeklärtes Umfeld, denn auch Helden fühlen sich manchmal schwach. </em></strong><br><br><strong>Wenn ein Kind jetzt diese Neudiagnose hat, Ihr Buch in die Hand bekommt und darin blättern kann bzw. es vorgelesen bekommt, was wünschen Sie sich, was dieses Kind beim Zuklappen des Buches fühlen soll? Ist es Mut, Erleichterung oder Abenteuerlust?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">HB: Sie sollen sich damit natürlich identifizieren können und im Umgang mit der Krankheit auch ein bisschen bestärkt fühlen, also nicht im negativen Sinne, sondern eben in dieser Superheldenfunktion. Sie sollen danach einfach wieder ein bisschen bekräftigter rausgehen und diese Krankheit nicht als Rucksack sehen, sondern viel mehr als: Das ist jetzt meine Besonderheit, mit der muss ich zwar umgehen können und es ist auch eine kleine Herausforderung, aber ich bin dadurch, dass sich die Krankheit mich ausgesucht hat, im Stande, damit umzugehen. Also maximal gestärkt und auch erfreut darüber, dass diese Krankheit thematisiert und raus in die Welt getragen wird und somit ja auch eine Bedeutung hat. Ein Buch über diese Krankheit zu schreiben bedeutet, dass es Menschen gibt, die wollen, dass diese Thematik noch umfassender in der Gesellschaft landet.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">„<strong><em>Am Ende glaube ich, dass es das Wichtigste ist, egal ob es Zöliakie oder irgendeine andere Krankheit betrifft, dass man zuversichtlich bleibt und natürlich hoffnungsvoll. (…) Das ist etwas ganz Wichtiges. Hoffnung ist eine enorm schöne und wirkungsvolle Kraft. Und das soll meiner Ansicht nach aus diesem Buch hervorgehen.</em></strong>”</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Peter Maffay</strong></p>
</blockquote>



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<p class="wp-block-paragraph">PM: Am Ende glaube ich, dass es das Wichtigste ist, egal ob es Zöliakie oder irgendeine andere Krankheit betrifft, dass man zuversichtlich bleibt und und natürlich hoffnungsvoll. Zu wissen, dass es eine Möglichkeit gibt, den Umstand, in dem man sich befindet, verbessern zu können. Das ist etwas ganz Wichtiges. Hoffnung ist eine enorm schöne und wirkungsvolle Kraft. Und das soll meiner Ansicht nach auch aus diesem Buch hervorgehen. Wenn man eine Diagnose bekommt, die heftig ist, hilft es, wenn das Umfeld sagt: „Pass auf, das lässt sich relativieren! Es gibt Optionen, die Schwäche in eine Kraft umzuwandeln und damit umzugehen.” Das ist eigentlich auch die Absicht in der Musik. Wenn wir Musik machen, tun wir das ja, um Leuten, die uns zuhören, etwas mit auf den Weg zu geben, womit sie sich wohlfühlen. Also wenn man aus dem Konzert rausgeht und sagt: „Ich nehme jetzt etwas für mich mit, das mir hilft, in bestimmten Lagen besser damit klarzukommen, ist diese Absicht erfolgreich gewesen, mit der man angetreten ist. Und bei dem Buch ist das nicht anders.</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wenn Sie jetzt ein paar Jahre in die Zukunft schauen und von dort aus auf die Erscheinung des Buches zurückschauen, was würden Sie sich wünschen, dadurch erreicht zu haben? Welche Rückmeldungen wünschen Sie sich von der Gesellschaft, was es bewirkt haben soll?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">HB: Ich hoffe vor allem, dass das irgendjemand vom Gesundheitsamt und aus der Politik in die Hände bekommt, es dort wirkt und wir in zehn Jahren vielleicht auch standardisierte Tests haben, es finanzielle Unterstützung für alle gibt, die Zöliakie haben, und dass in zehn Jahren keiner mehr fragt, was Zöliakie ist, sondern man es einfach weiß…</p>



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<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://amzn.to/4tXL4Up" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="497" height="640" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/FINAL_-COVER_ANS_9783845870687_3D-Kopie.png" alt class="wp-image-257811 size-full" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/FINAL_-COVER_ANS_9783845870687_3D-Kopie.png 497w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/FINAL_-COVER_ANS_9783845870687_3D-Kopie-480x618.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 497px, 100vw"></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
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<p class="wp-block-paragraph">„<em>Manchmal kommt Besuch, den man nicht erwartet – und der bleibt für immer. In „Der unerwünschte Gast“ erzählt Hendrikje Balsmeyer, bekannt durch die erfolgreichen Anouk-Bücher, einfühlsam und kindgerecht die Geschichte von Lou und ihrer Begegnung mit Frau Zöliakie. Mit viel Feingefühl und einer Prise Humor wird erklärt, wie der Alltag in einer Familie aussieht, in der ein Familienmitglied plötzlich glutenfrei leben muss. Die zauberhaften Illustrationen von Anuki Lopéz machen die Geschichte lebendig und helfen, die Botschaft visuell zu transportieren.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Hendrikje Balsmeyer hat dieses Buch mit viel Herz geschrieben. Es soll Kindern und ihren Familien Mut machen und zeigen, dass ein gesundes Leben mit Zöliakie möglich ist. Es ist eine wertvolle Unterstützung für Kinder und Eltern, die den Alltag glutenfrei meistern müssen.</em>”</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><a href="https://amzn.to/4tXL4Up" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"><strong>Mehr zum Buch direkt HIER</strong>.</mark></a></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © ars edition</p>



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<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center"><br><strong>GEWINNSPIEL</strong><br><br>Gewinne ein Exemplar von “Der unerwünschte Gast — Eine Geschichte über Zöliakie”. Schreib uns bis zum 31.05.2026 an <mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">christin@pureandpositive.com</mark>, warum du ein Werk gewinnen möchtest, und dann wird am Ende das Los entscheiden. Der Gewinner bzw. die Gewinnerin wird dann per Email informiert. Weitere Teilnahmebedingungen findest du im Impressum. Viel Glück!<br></td></tr></tbody></table></figure>



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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:40% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2027/04/Jennifer-Toebben1-683x1024.jpg" alt class="wp-image-257867 size-full"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Das Kinderbuch „Der unerwünschte Gast“ von <strong>Hendrikje Balsmeyer</strong> (mit einem Vorwort von <strong>Peter Maffay</strong>) ist ein Herzensprojekt des Paares, das im April 2026 veröffentlicht wurde. Es widmet sich der Aufklärung über Zöliakie – eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper mit einer Entzündung der Dünndarmschleimhaut auf das Getreideeiweiß Gluten reagiert.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Tabaluga Kinder-Stiftung „Ein Platz voller Wärme, Liebe und Schutz</em>”<em> und das Thema Zöliakie sind seit April 2026 eng miteinander verknüpft. Während sich die Stiftung primär um traumatisierte und benachteiligte Kinder kümmert, wurde die Aufklärung über Zöliakie durch das Engagement von Hendrikje Balsmeyer zu einer neuen tragenden Säule ihrer Arbeit im Bereich Ernährung.</em></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"><a href="http://www.tabaluga-hilfe.de" target="_blank" rel="noopener">Mehr dazu HIER.</a></mark></strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Jennifer Többen</p>



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			</item>
		<item>
		<title>„Konzert der Kinder” unter neuem Dach.</title>
		<link>https://pureandpositive.com/salutdeluxe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Prizelius]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 00:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KIDS & FAMILY]]></category>
		<category><![CDATA[Focused]]></category>
		<category><![CDATA[AngelikaBachmann]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert der Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[SalutDeluxe]]></category>
		<category><![CDATA[SamyDeluxe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://pureandpositive.com/?p=257683</guid>

					<description><![CDATA[Bereits zum 43. Mal findet in diesem Jahr am 10. Mai das „Konzert der Kinder” auf der großen Bühne in der Laeiszhalle in Hamburg statt, aber gleichzeitig ist es auch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Bereits zum 43. Mal findet in diesem Jahr am 10. Mai das „Konzert der Kinder” auf der großen Bühne in der Laeiszhalle in Hamburg statt, aber gleichzeitig ist es auch eine Premiere, denn zum ersten Mal findet das traditionsreiche Konzert unter dem Dach des Vereins SalutDeluxe statt! Hier wird an diesem Tag die ganze bunte Bandbreite des Projekts erlebbar: Kunst und Kultur von und für Jugendliche, zum Hören, Ansehen und Anfassen — es spielen die Preisträgerinnen und Preisträger des Hamburger Instrumentalwettbewerbs, Klassik wird auf Beatbox treffen, Grace Jones auf Astor Piazzolla, es gibt Graffiti, Beats zum Selberschrauben, einen Auftritt unseres Special Guests Rolf Zuckowski und ein rauschendes Finale mit allen Musikerinnen und Musikern auf einer proppevollen Bühne. Wir haben mit Angelika Bachmann von dem Quartett Salut Salon</em> <em>gesprochen. </em></strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine Institution im Hamburger Kulturkalender: Das jährlich stattfindende „Konzert der Kinder“! Doch hinter den Kulissen gibt es eine entscheidende Neuerung. Erstmals steht dieses traditionsreiche Event nämlich unter der Trägerschaft des Vereins <a href="https://salutdeluxe.hamburg/" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">SalutDeluxe</mark></a>. Für den Verein ist diese Premiere ein Meilenstein. Eine wertvolle Hamburger Tradition wird auf diese Weise fortgeführt und gleichzeitig um die Visionen und Projekte bereichert, für die SalutDeluxe steht: Eine Verbindung von klassischer Exzellenz und moderner Jugendkultur, die Barrieren abbaut und Neugier weckt.</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ein Haus voller Kreativität</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">An diesem Tag verwandelt sich die Laeiszhalle in einen Ort, an dem Kunst nicht nur konsumiert, sondern erlebt wird. Es ist Kultur von Jugendlichen für Jugendliche – zum Hören, Ansehen und ausdrücklich auch zum Anfassen. Verschiedene Projekte präsentieren sich mit interaktiven Stationen, wie zum Beispiel einem Austausch auf Augenhöhe, Beats zum Selberschrauben, wo an Workstations alle Besucher ausprobieren können, wie moderne Musikproduktion funktioniert, sowie Graffiti und Design, wo urbane Kunstformen ihren Platz direkt neben der klassischen Architektur der Halle finden werden.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Der Verein vereint die Visionen von Geigerin Angelika Bachmann von dem Quartett Salut Salon</em> <em>und Rapper Samy Deluxe, die ihre Expertise aus Klassik und Hip-Hop bündeln, um jungen Talenten genreübergreifende Chancen zu eröffnen.”</em></strong></p>
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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Das Programm: Kontraste, die verbinden</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Auf der Bühne des Großen Saals wird dann gezeigt, dass musikalische Genres keine Mauern sein müssen. Das Programm wird so vielfältig sein, wie die Stadt selbst. Hier wird die Brücke geschlagen zwischen den Disziplinen und unterschiedliche Welten werden aufeinandertreffen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet eine sorgfältige Mischung: Die Preisträgerinnen und Preisträger des Hamburger Instrumentalwettbewerbs präsentieren klassisches Handwerk auf höchstem Niveau. Doch dabei bleibt es nicht. Wenn Klassik auf Beatbox trifft oder die avantgardistischen Klänge von Grace Jones auf die Intensität von Astor Piazzolla folgen, wird deutlich: Gute Musik braucht keine Schubladen. Der Verein vereint die Visionen von Geigerin Angelika Bachmann von dem Quartett Salut Salon und Rapper Samy Deluxe, die ihre Expertise aus Klassik und Hip-Hop bündeln, um jungen Talenten genreübergreifende Chancen zu eröffnen. Als Schirmherrin und Schirmherr setzen sie sich persönlich dafür ein, dass die Laeiszhalle ein Ort wird, an dem musikalische Exzellenz und urbane Jugendkultur auf Augenhöhe zusammenfinden.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="854" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/03/Geli_Samy-1024x854.jpg" alt class="wp-image-257685" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/03/Geli_Samy-980x817.jpg 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/03/Geli_Samy-480x400.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Verein SalutDeluxe, Tamika Odhiambo</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Wenn am Ende alle beteiligten Musikerinnen und Musiker gemeinsam auf der großen Bühne stehen, wird der Kerngedanke des Vereins nochmal sichtbar: Gemeinschaft durch Kreativität. Es ist ein Moment, der zeigt, wie viel Energie entsteht, wenn junge Talente aus allen Richtungen zusammenkommen.”</em></strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Besondere Gäste und ein gemeinsamer Abschluss</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres vertrautes Gesicht, neben Angelika Bachmann und Samy Deluxe, wird an diesem besonderen Nachmittag außerdem die Veranstaltung bereichern, nämlich der Special Guest Rolf Zuckowski, der das Konzert unterstützt und damit die generationenübergreifende Bedeutung der Musikförderung in Hamburg unterstreicht. Sein Engagement passt perfekt zum Geist von SalutDeluxe, der darauf abzielt, jungen Menschen eine starke Stimme zu geben. Der Höhepunkt des Tages ist das traditionelle Finale. Wenn am Ende alle beteiligten Musikerinnen und Musiker gemeinsam auf der großen Bühne stehen, wird der Kerngedanke des Vereins nochmal sichtbar: Gemeinschaft durch Kreativität. Es ist ein Moment, der zeigt, wie viel Energie entsteht, wenn junge Talente aus allen Richtungen zusammenkommen. Hier können sich junge Menschen ausprobieren – egal, ob sie eine Geige halten oder ein Launchpad bedienen. An diesem Nachmittag darf man sich also auf ein volles Haus, inspirierende Begegnungen und vor allem auf die großartige Musik und viele glückliche Gesichter freuen.</p>



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<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center"><br><strong>Gewinnspiel: 2 Tickets für das Konzert der Kinder in Hamburg</strong><br><br>Das Konzert findet am 10. Mai um 15 Uhr im großen Saal der Laeiszhalle in Hamburg statt. Schreib uns an christin@pureandpositive.com, warum du zwei Tickets gewinnen möchtest. Wir informieren den bzw. die Gewinnerin am 1. Mai 2026. Die Teilnahmebedingungen findest du im Impressum.<br><br></td></tr></tbody></table></figure>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="912" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20260407_110814-1024x912.jpg" alt class="wp-image-257764" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20260407_110814-980x873.jpg 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20260407_110814-480x428.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Privat, Angelika Bachmann von dem Quartett Salut Salon mit Christin Prizelius, 40. Jubiläumskonzert, 2023 Laeiszhalle Hamburg</p>



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<h4 class="wp-block-heading has-text-align-center"><strong>Interview mit Angelika Bachmann von dem Quartett Salut Salon</strong></h4>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Liebe Angelika, du kommst als Geigerin aus der Welt der klassischen Konzertsäle, Samy als Rapper eher vom Beat und dem Wort. Was war der Moment, in dem ihr gemerkt habt, dass ihr ein gemeinsames Projekt wie SalutDeluxe starten wollt? Wie ist „Hip-Hop meets Klassik” entstanden?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Samy und ich haben gemeinsam Musik gemacht und dabei gemerkt, wie sehr unsere Welten in eigenen Blasen verhaftet sind.&nbsp;Ich komme aus der klassischen Musik und erlebe seit Jahren, wie stark diese Welt oft von außen als elitär wahrgenommen wird. Samy Deluxe wiederum kennt die Kraft von Hip-Hop als Ausdrucksform, die niedrigschwellig ist und vielen jungen Menschen eine Stimme gibt. Der entscheidende Moment war die Erkenntnis, dass diese beiden Welten viel mehr verbindet, als man denkt: Disziplin, Kreativität, Ausdruck und vor allem die Möglichkeit, Menschen zu erreichen. Daraus entstand die Vision, die künstlichen Grenzen zwischen sogenannter Hochkultur und Subkultur aufzubrechen und etwas Gemeinsames zu schaffen. „Hip-Hop meets Klassik“ ist also weniger ein Konzept als vielmehr eine Haltung: Musik gehört allen, unabhängig von Genre oder Herkunft.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Mit SalutDeluxe ist ein Raum entstanden, der für viele Kinder und Jugendliche sonst nicht zugänglich wäre sowohl finanziell als auch kulturell. Alle Angebote sind kostenlos und bewusst genreübergreifend angelegt. Was uns besonders wichtig ist: Es geht nicht nur darum, Musik zu lernen, sondern darum, sich selbst auszuprobieren, Selbstvertrauen zu entwickeln und Teil einer Gemeinschaft zu sein.”</em></strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Indem ihr die Genres Hip-Hop und Klassik kombiniert, erhalten junge Menschen Zugang zu unterschiedlichen Erfahrungswelten. Was bedeutet es euch, diesen neuen Ort für Kinder und Jugendliche geschaffen zu haben? Was ist eure große Vision dahinter?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Mit <a href="https://salutdeluxe.hamburg/" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">SalutDeluxe</mark></a> ist ein Raum entstanden, der für viele Kinder und Jugendliche sonst nicht zugänglich wäre sowohl finanziell als auch kulturell. Alle Angebote sind kostenlos und bewusst genreübergreifend angelegt. Was uns besonders wichtig ist: Es geht nicht nur darum, Musik zu lernen, sondern darum, sich selbst auszuprobieren, Selbstvertrauen zu entwickeln und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Junge Menschen können hier ihre ersten Schritte auf die Bühne machen, sich künstlerisch ausdrücken und erleben, dass ihre Perspektive zählt.&nbsp;Die große Vision dahinter ist eine offene Kulturlandschaft, in der Herkunft,&nbsp;finanzielle Möglichkeiten&nbsp;oder musikalische Vorbildung keine Rolle mehr spielen, sondern Neugier, Kreativität und gegenseitiger Respekt.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20230513_121323-1024x768.jpg" alt class="wp-image-257766" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20230513_121323-980x735.jpg 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20230513_121323-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Privat, 40. Jubiläumskonzert „Konzert der Kinder”, Mai 2023 Laeiszhalle Hamburg</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Das „Konzert der Kinder“ findet in diesem Jahr zum 43. Mal statt – eine enorme Tradition. Wie schafft ihr den Spagat, die Geschichte dieses Formats zu ehren und gleichzeitig mit Elementen wie Beatboxing, Graffiti und modernen Beats zu verjüngen? Wie bringt ihr außerdem die Arbeit des Vereins in diese Veranstaltung ein?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Das „Konzert der Kinder“ lebt von seiner Geschichte, viele verbinden damit ganz besondere Erinnerungen.&nbsp;Ich selbst stand dort schon als Kind auf der Bühne. Es berührt uns sehr, dass wir diese Erfahrung jetzt weitergeben können. Gleichzeitig&nbsp;öffnen wir das Format bewusst: mit Beatboxing, Graffiti, und digitalen Beats und interaktiven Formaten im ganzen Haus. So entsteht ein lebendiger Austausch zwischen verschiedenen Kunstformen und Generationen.&nbsp;Das Konzert wird so zu einer Bühne für genau das, wofür der Verein steht: Vielfalt, Teilhabe und künstlerisches Wachstum.</p>



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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" data-id="257777" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20240309-JonasWalzberg-KonzertderKinder-0124-1024x681.jpg" alt class="wp-image-257777" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20240309-JonasWalzberg-KonzertderKinder-0124-980x652.jpg 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20240309-JonasWalzberg-KonzertderKinder-0124-480x319.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" data-id="257774" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20240309-JonasWalzberg-KonzertderKinder-0065-1024x682.jpg" alt class="wp-image-257774" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20240309-JonasWalzberg-KonzertderKinder-0065-1024x682.jpg 1024w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20240309-JonasWalzberg-KonzertderKinder-0065-980x652.jpg 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20240309-JonasWalzberg-KonzertderKinder-0065-480x319.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Bilder: © Jonas Walzberg</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Dieses „each one teach one“-Prinzip stärkt nicht nur fachliche Fähigkeiten, sondern auch Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl. Wer selbst etwas weitergeben kann, erlebt sich als wirksam und genau das ist für viele ein entscheidender Moment.”</em></strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ihr sagt, eure musikpädagogischen Angebote sollen Teamwork und Eigenverantwortung fördern, denn Musik schult die Fähigkeit, aufeinander achtzugeben und eine inklusive Gemeinschaft jenseits von Stereotypen zu etablieren. Nach dem Prinzip „each one teach one“ sollen sich Kinder und Jugendliche zudem untereinander Fähigkeiten vermitteln, um neben dem eigenen Wissen auch ihr Selbstwertgefühl zu steigern. Wie gelingt euch das? Was bekommt ihr für Rückmeldungen?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Ein zentraler Ansatz bei SalutDeluxe ist das Arbeiten auf Augenhöhe. Coaches verstehen sich nicht als klassische Lehrpersonen, sondern als Begleiterinnen und Begleiter, die Impulse geben. Gleichzeitig lernen die Jugendlichen voneinander, sei es im Schreiben von Texten, beim Producing oder auf der Bühne. Dieses „each one teach one“-Prinzip stärkt nicht nur fachliche Fähigkeiten, sondern auch Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl. Wer selbst etwas weitergeben kann, erlebt sich als wirksam und genau das ist für viele ein entscheidender Moment.&nbsp;Die Rückmeldungen zeigen, dass viele Teilnehmende nicht nur musikalisch wachsen, sondern auch persönlich: Sie werden offener, übernehmen Verantwortung und fühlen sich als Teil einer Gemeinschaft, die von Vielfalt geprägt ist.</p>



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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" data-id="257775" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20240309-JonasWalzberg-KonzertderKinder-0173-1024x682.jpg" alt class="wp-image-257775" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20240309-JonasWalzberg-KonzertderKinder-0173-1024x682.jpg 1024w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20240309-JonasWalzberg-KonzertderKinder-0173-980x652.jpg 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/04/20240309-JonasWalzberg-KonzertderKinder-0173-480x319.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>
</figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Jonas Walzberg, „Konzert der Kinder”, Laeiszhalle Hamburg</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Rolf Zuckowski ist außerdem Teil der Veranstaltung und singt mit seinem Chor mit. Die Wirkung der Veranstaltung wächst von Jahr zu Jahr. Wenn ihr euch das 50. Jubiläum dieses Konzerts in sieben Jahren vorstellt: Was wünscht ihr euch sollte sich in der Musik- und Kulturlandschaft durch eure Arbeit bis dahin nachhaltig verändert haben?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Für das 50. Jubiläum wünschen wir uns vor allem, dass das, was wir heute aufbauen, selbstverständlich geworden ist: dass kulturelle Bildung für alle zugänglich ist und Genregrenzen keine Rolle mehr spielen. Idealerweise gibt es dann viel mehr Orte wie SalutDeluxe, in Hamburg und darüber hinaus, an denen junge Menschen unabhängig von ihrem Hintergrund Kunst und Musik erleben und mitgestalten können. Und&nbsp;vielleicht ist es dann schon eine neue Generation, die durch solche Projekte geprägt wurde und diese Idee weiterträgt…</p>



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<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><tbody><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center"><br><strong>SPENDENAUFRUF</strong><br><br><em>SalutDeluxe</em> ermöglicht Kindern und Jugendlichen kostenfreien Zugang zu Kunst und Musik. Damit diese Arbeit fortgesetzt und weiter ausgebaut werden kann, ist man auf Unterstützung angewiesen.<br>Spenden sind ganz einfach per PayPal oder Überweisung möglich.<br><br><strong>Alle Informationen findet ihr <a href="https://salutdeluxe.hamburg/spenden" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">HIER</mark></a></strong><br><br></td></tr></tbody></table></figure>



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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leuchtend für Freiheit und Gerechtigkeit</title>
		<link>https://pureandpositive.com/leuchtendes-beispiel-fuer-freiheit-und-gerechtigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Prizelius]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 00:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Focused]]></category>
		<category><![CDATA[KIDS & FAMILY]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Ferdinand von Schirach]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://pureandpositive.com/?p=256724</guid>

					<description><![CDATA[Manchmal stößt man auf ein Buch, bei dem man sofort spürt, dass es mehr als nur eine Geschichte ist – sondern viel mehr ein kleines, philosophisches Geschenk. Als ich Ferdinand [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Manchmal stößt man auf ein Buch, bei dem man sofort spürt, dass es mehr als nur eine Geschichte ist – sondern viel mehr ein kleines, philosophisches Geschenk. Als ich Ferdinand von Schirachs Kinderbuchdebüt „Alexander“ in die Hand nahm, war es so ein Gefühl wie: Wie würde dieser Meister der juristischen Klarheit und menschlichen Tragödie die Welt für junge Leser übersetzen?! Die Antwort ist daher beeindruckend: Ferdinand von Schirach hat hier in unseren Augen ein Werk geschaffen, das so warmherzig wie klug ist und das Herz ebenso berührt wie den Verstand. </em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dieses Buch ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass tiefgründige Themen wie Freiheit und Gerechtigkeit nicht kompliziert sein müssen, um relevant zu sein. Ich war sofort fasziniert von der Einfachheit und doch der tiefen Bedeutung der zentralen Frage: Wie findet man wirklich „gute Gesetze“? Für mich persönlich ist „Alexander“ ein wichtiges Plädoyer für den Mut der Jugend, große Fragen zu stellen, und eine wunderbare Lektüre für alle Generationen. Es hat mich auf eine Weise bewegt, die ich von einem Kinderbuch selten erwartet hätte, und daher empfehlen wir es uneingeschränkt als eine dringend notwendige Lektion in Menschlichkeit und Demokratie.</strong></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ein Kind auf der Suche nach den guten Gesetzen</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Geschichte steht der junge Alexander, ein Bewohner der antiken Stadt Kaliste. Seine Heimatstadt, die einst unter einer Tyrannei litt, beauftragt ihn mit einer immensen Aufgabe: Alexander soll „gute Gesetze“ finden, damit eine Schreckensherrschaft niemals wiederkehren kann. <em>Die Wahl fällt bewusst auf ein Kind, dem die Erwachsenen zutrauen, frei von den Vorurteilen und Verstrickungen der Vergangenheit, gerechte und tragfähige Regeln zu ersinnen. </em>Die Prämisse selbst ist genial und trägt die unverwechselbare Handschrift Ferdinand von Schirachs, der als Strafverteidiger das Wesen von Recht, Schuld und Moral wie kaum ein anderer durchdrungen hat. Indem er ein Kind zum Protagonisten dieser existentiellen Suche macht, entkleidet er die komplexen staatsphilosophischen Fragen ihrer trockenen akademischen Hülle und macht sie für eine Zielgruppe ab etwa 10 Jahren greifbar.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>„<em>In einer Welt, in der Demokratien zunehmend unter Druck geraten und das friedliche Miteinander oft herausgefordert wird, bietet “Alexander” eine verständliche Einführung in die Werte, die unsere Gesellschaften tragen sollten: Mut, Gerechtigkeit, Toleranz und der Glaube an eine bessere Welt.</em>”</strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Odyssee der Aufklärung</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Alexanders Reise wird zu einer modernen, wenn auch in antiker Kulisse angesiedelten, Odyssee der Aufklärung. Auf seinem Weg trifft er auf eine Reihe von höchst unterschiedlichen Charakteren, die ihm jeweils ein Puzzleteil auf der Suche nach den demokratischen Prinzipien präsentieren:</p>



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<ul class="wp-block-list">
<li>Das Orakel: Es lehrt Alexander die Bedeutung der Ungewissheit und des kritischen Hinterfragens.</li>



<li>Der Soldat: Er vermittelt ihm Lektionen über Verantwortung und die Notwendigkeit von Ordnung.</li>



<li>Der Modeschöpfer: Überraschenderweise klärt dieser Alexander über die Facetten der Freiheit und der individuellen Entfaltung auf.</li>



<li>Der Philosoph: Er führt Alexander schließlich zu den zentralen Überlegungen von Gerechtigkeit und den Prinzipien der Herrschaft des Volkes.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Begegnung ist in einen feinsinnigen Dialog eingebettet, der Schirachs Talent für klare Sprache und pointierte Gedankenführung voll ausspielt. <em>Obwohl die Themen schwergewichtig sind, gelingt es dem Autor, sie mit einer klugen Mischung aus Tiefsinn und feinem Humor zu präsentieren.</em> Die Dialoge sind so aufgebaut, dass sie zum Innehalten und Diskutieren anregen, nicht nur für Kinder, sondern auch für die vorlesenden oder mitlesenden Erwachsenen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Gestaltung und zeitlose Botschaft</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Das Buch erreicht einen nicht nur durch seinen Inhalt, sondern auch durch seine liebevollen, vierfarbigen Illustrationen, die der Autor selbst beigesteuert hat. Diese Zeichnungen, oft als Vignetten gestaltet, ergänzen die Erzählung auf subtile Weise und verleihen dem Buch eine sehr persönliche Note. Die optische Gestaltung unterstützt die warme und menschliche Atmosphäre der Geschichte. <em>Die zeitlose Botschaft des Buches ist in der heutigen Zeit von besonderer Relevanz.</em> In einer Welt, in der Demokratien zunehmend unter Druck geraten und das friedliche Miteinander oft herausgefordert wird, bietet “Alexander” eine verständliche Einführung in die Werte, die unsere Gesellschaften tragen sollten: Mut, Gerechtigkeit, Toleranz und der Glaube an eine bessere Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>„<em>Es ist ein Buch, das zum Vorlesen, zum gemeinsamen Nachdenken und zum Diskutieren einlädt. Es lehrt nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch die Kraft der Geschichte und die Klarheit der Argumente. </em>(…) <em>Es ist eine eindringliche Erinnerung daran, dass die Suche nach den guten Gesetzen eine fortwährende Aufgabe ist, die uns alle betrifft.</em>”</strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Fazit</strong>: <strong>Ein bedeutendes Debüt im Kinderbuch</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">“Alexander” ist ein mutiges und notwendiges Buch, das die Erwartungen an ein Debüt im Kinderbuchbereich durch einen etablierten Autor bei Weitem übertrifft. Ferdinand von Schirach gelingt es, seine humanistische Haltung und sein juristisches Verständnis in eine Erzählform zu gießen, die junge Leser ernst nimmt und sie sanft an große philosophische Fragen heranführt. <em>Es ist ein Buch, das zum Vorlesen, zum gemeinsamen Nachdenken und zum Diskutieren einlädt. Es lehrt nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch die Kraft der Geschichte und die Klarheit der Argumente. </em>“Alexander” ist ein literarisches Geschenk, das in jedem Kinderzimmer und jeder Schulbibliothek einen Platz finden sollte, um die nächste Generation in den wichtigsten Lektionen des Zusammenlebens zu unterweisen. <em>Es ist eine eindringliche Erinnerung daran, dass die Suche nach den guten Gesetzen eine fortwährende Aufgabe ist, die uns alle betrifft.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von Ferdinand von Schirach, einem der meistgelesenen deutschen Gegenwartsautoren, erstmals vorgelegte Kinderbuch “Alexander” ist daher ein gutes literarisches Experiment, das den Leser, egal ob jung oder alt, mit einer tiefgründigen und zugleich zugänglichen Erzählung konfrontiert.<em> Das Werk ist mehr als nur eine einfache Geschichte; es ist eine kluge, philosophische und warmherzige Annäherung an die Grundlagen der Demokratie, der Freiheit und des friedlichen Zusammenlebens…</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:34% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/12/38484-819x1024.jpg" alt class="wp-image-257131 size-full"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
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<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Ferdinand von Schirac</em></strong><em><strong>h</strong> ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten zeitgenössischen deutschen Schriftsteller, der durch seine präzise und ethisch tiefgründige Prosa berühmt wurde. Bevor er seine Karriere als Autor begann, war er über zwanzig Jahre lang als Strafverteidiger in Berlin tätig, eine Erfahrung, die seine literarischen Themen maßgeblich prägt. Mit seinem jüngsten Kinderbuch „Alexander“ wandte er sich einem neuen Genre zu, wobei er seine philosophischen Anliegen (wie die Suche nach den „guten Gesetzen“) auch für junge Leser aufbereitet. Ferdinand von Schirachs Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und machen ihn zu einem der meistgelesenen deutschen Autoren weltweit.</em></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Julia Sellmann</p>



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<h5 class="wp-block-heading has-text-align-center"><strong>Mehr dazu <a href="https://amzn.to/4qjcsLd" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">HIER</mark></a>. </strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>*Unbezahlte Werbung, aber der Link zum Buch ist ein Affiliate Link. </em></p>



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			</item>
		<item>
		<title>Gemeinsam Zukunft gestalten.</title>
		<link>https://pureandpositive.com/fuerstenberg-foundation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Prizelius]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 00:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Focused]]></category>
		<category><![CDATA[KIDS & FAMILY]]></category>
		<category><![CDATA[Fürstenberg Foundation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://pureandpositive.com/?p=256815</guid>

					<description><![CDATA[Ulrike Dobelstein-Lüthe ist&#160;Geschäftsführerin, Gesellschafterin und Projektleiterin der Fürstenberg Foundation. Ihr liegt die junge Zielgruppe besonders am Herzen. Ihre langjährige Arbeit mit jungen Erwachsenen und ihre eigene Erfahrung, einen geliebten Menschen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Ulrike Dobelstein-Lüthe ist&nbsp;Geschäftsführerin, Gesellschafterin und Projektleiterin der Fürstenberg Foundation. Ihr liegt die junge Zielgruppe besonders am Herzen. Ihre langjährige Arbeit mit jungen Erwachsenen und ihre eigene Erfahrung, einen geliebten Menschen in einer schwierigen Lebensphase zu begleiten, motivieren sie, die Foundation mit klarer Ausrichtung aufzubauen. Sie setzt sich mit Leidenschaft dafür ein, dass Jugendliche und ihre Eltern nicht allein bleiben, wenn sie Hilfe benötigen. Wir durften mit ihr sprechen.</em></strong></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Liebe Ulrike, du bist Geschäftsführerin der Fürstenberg Foundation, über die ihr eine vielfältige Hilfe für psychisch belastete und erkrankte Kinder, Jugendliche, Familien und das Umfeld bietet. Bitte nimm uns doch da mal ein bisschen mit, wie sich das alles entwickelt hat. Warum habt ihr euch dafür entschieden, neben der Arbeit des Fürstenberg Instituts jetzt noch den Schwerpunkt im Rahmen einer Stiftung auf die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu legen?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Das muss man sich von mehreren Seiten angucken. Zunächst einmal war es so, dass Reinhild Fürstenberg, als Gründerin der Stiftung sowie Gesellschafterin, zu Coronazeiten mit vielen Beraterinnen und Beratern des Fürstenberg Instituts gesprochen hat, die mit Eltern gearbeitet und dabei gehört haben: <em>„Eigentlich bin nicht ich das Problem, sondern mein Problem sitzt zu Hause und zwar in Form meines Kindes, häufig jugendlichen Kindes! Wir finden keine Ansprache, wir finden keine Hilfe und wissen nicht weiter.” </em>Und dann gab es in ihrem privaten Umfeld ein Mädchen, das sich das Leben genommen hat, und ein zweites, das hinterhergehen wollte. Daraufhin hat sie Nächte lang wachgelegen und sich überlegt, was man tun kann. <em>Auch aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus. Das <a href="http://www.fuerstenberg-institut.de" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Fürstenberg Institut</mark></a> gibt es ja schon über 35 Jahre, aber hier hat sie zusätzlich noch beschlossen, etwas machen zu wollen.</em> Zu diesem Zeitpunkt bin ich in ihr Leben gestiefelt, als ich auch selber gerade vor einer beruflichen Veränderung stand. Ich habe über 20 Jahre im Medienbereich gearbeitet, zuletzt vorrangig im Bildungswesen, an der Hamburg Media School einen Weiterbildungsbereich aufgebaut, etabliert und hatte nach diesen zwei guten Jahrzehnten für mich das Gefühl, dass jetzt mal etwas Neues kommen könnte. <em>Es fehlte ein bisschen die Herausforderung, also habe ich gekündigt ‑ohne etwas Neues zu haben, was sich dann rumsprach- und so kam ich mit Reinhild zusammen.</em></p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Darauf haben wir eine Zeit lang hingearbeitet und viele Zielgruppengespräche geführt ‑vor allem auch mit Eltern und dem sozialen Umfeld von psychisch belasteten Menschen‑, um herauszufinden, was wirklich gebraucht wird.”</em></strong></p>
</blockquote>



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<p class="wp-block-paragraph">Für mich war das ein totaler Glückstreffer, weil ich auch sehr lange mit Studierenden gearbeitet hatte, also mit dieser jungen Zielgruppe sehr lange in Kontakt war. All die bürokratischen Dinge hatte ich anfangs schon etwas unterschätzt, aber ich war dann doch recht schnell im Thema drin, weil die Zahlen einfach so dramatisch sind. <em>Im Oktober 2024 haben wir schließlich offiziell gegründet, laufen seitdem in einer normalen gesellschaftlichen Struktur als gGmbH und haben seit Anfang 2025 konkret mit den Hilfsmaßnahmen begonnen.</em> Darauf haben wir eine Zeit lang hingearbeitet und viele Zielgruppengespräche geführt ‑vor allem auch mit Eltern und dem sozialen Umfeld von psychisch belasteten Menschen‑, um herauszufinden, was wirklich gebraucht wird.</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Als geschäftsführende Projektleiterin trägst du eine große Verantwortung. Was ist dein persönlicher emotionaler Anker in der täglichen Arbeit und wie findest du selbst den Ausgleich, um nicht von all den „Geschichten” eurer Zielgruppe emotional überwältigt zu werden? Wir kommst du wieder in deine Kraft? Das ist sicher eine große Herausforderung…</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Das werde ich mittlerweile oft gefragt, weil ich ja eigentlich nicht aus diesem Bereich komme. Ich habe mich weitergebildet und in diesem Bereich auch schulen lassen. <em>Das “Aktive Zuhören” war dabei ein ganz wichtiger Faktor. Später gehe ich damit dann auch in die Reflexion. Dadurch, dass wir wirklich vielen helfen konnten und können, geht das. Was dennoch immer wieder aufkommt, ist die Frage, ob wir nicht noch schneller sein müssten. </em>Was ist, wenn ich irgendwann nicht mehr helfen kann, weil wir nicht genug Menschen in unserem Netzwerk haben, die fachlich zur Verfügung stehen?! Das ist schon ein Gefühl, was dann immer wieder aufkommt, aber bisher ging es. <em>Das ist eher eine Angst, die da mitschwingt. Das Gefühl, helfen zu müssen und es auch zu können, unterstützt da also enorm</em>. Und privat bin ich viel draußen. Ich habe einen Garten, den ich gerne mit den Händen umpflüge, und es total schön finde, hinterher an den dreckigen Händen zu sehen, was ich gemacht habe (lacht). Körperliches Arbeiten hilft sehr, da mein Job schon sehr schreibtischlastig ist. Alles, was mit Bewegung zu tun hat, ist wunderbar als Ausgleich, ob nun Laufen oder zum Yoga zu gehen, aber auch die Zeit mit Freunden ist mir sehr wichtig. <em>Diese kommen auch aus anderen Bereichen und da ist es gut, wenn man in den Austausch und in die Diskussion geht und so wieder neue Impulse und Einblicke bekommt.</em></p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Irgendwie haben dieser Raum und die Menschen, gerade die Panelgäste, es irgendwie geschafft, die Herzen der Anwesenden zu öffnen und eine Atmosphäre zu schaffen, dass viele das Gefühl hatten: „Ich bin nicht alleine damit, wir können darüber reden und trotz der Größe und der vielen Menschen, die in diesem Raum sind, gibt es irgendwie so eine Art Vertrauen oder Schutz. Niemand wird mich hier heute Abend verurteilen, wenn ich meine Geschichte erzähle!”</em></strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Bitte erzähl uns auch ein bisschen etwas zur Fotoausstellung „Aus der Dunkelheit ins Licht” im Ernst Deutsch Theater in Hamburg. </strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Fotoausstellung geht im Grunde darauf zurück, dass ich ja ursprünglich aus dem Medien- und Filmbereich komme und darüber nachgedacht habe, wie wir es schaffen können, das, was unsichtbar ist, nämlich eine psychische Erkrankung, sichtbar und so auf unsere neue Stiftung aufmerksam zu machen</em>. Also habe ich nach passendem Fotomaterial gesucht und bin im Stern auf Bertram Solcher, ein Hamburger Fotograf, aufmerksam geworden, der seine Tochter Janne zur Zeit ihrer depressiven Erkrankung porträtiert hat. Beide haben dann zusammen entschieden, damit rauszugehen. Ich bin daraufhin mit ihm in Kontakt gekommen, wir haben uns getroffen, zunächst ein Interview gemacht, aber schon recht schnell überlegt, wie wir es der breiten Öffentlichkeit zugängig machen könnten. <em>Dafür wollten wir die „Woche der seelischen Gesundheit” als bundesweite Aktionswoche nutzen, haben nach einer passenden Location in Hamburg gesucht und den Rahmen gestaltet.</em> Ich hätte nicht damit gerechnet, dass so viele kommen würden. Es war ein toller Abend! Ich war überwältigt, das muss ich wirklich sagen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab aber sicherlich auch Momente, in denen nicht jeder unbedingt konform mit dem gegangen ist, was er da gesehen oder erlebt hat, aber irgendwie haben dieser Raum und die Menschen, gerade die Panelgäste, es irgendwie geschafft, die Herzen der Anwesenden zu öffnen und eine Atmosphäre zu schaffen, dass viele das Gefühl hatten: „Ich bin nicht alleine damit, wir können darüber reden und trotz der Größe und der vielen Menschen, die in diesem Raum sind, gibt es irgendwie so eine Art Vertrauen oder Schutz. Niemand wird mich hier heute Abend verurteilen, wenn ich meine Geschichte erzähle!” <em>Das hat für viele Gänsehautmomente gesorgt, bestimmt nicht nur bei mir. Es war absolut ein Zeichen davon, dass der Weg über Kunst und Kultur schon sehr gut da war.</em></p>



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<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

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<p class="wp-block-paragraph">Video: © Fürstenberg Foundation, Fotoausstellung&nbsp;<em>„Aus der Dunkelheit ins Licht“</em>&nbsp;von&nbsp;Bertram und Janne Solcher&nbsp;sowie inspirierender Diskussionsrunde, die Mut machte, offen über psychische Belastungen zu sprechen, am 10.10.25 in Hamburg.</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Eure Mission ist es, mit Empathie und fachlicher Expertise Jugendliche und Familien auf ihrem Weg zu neuer Stärke zu begleiten, schnelle und wirkungsvolle Hilfe in herausfordernden Lebenslagen zu bieten und den ersten Schritt zur Selbsthilfe zu fördern. Außerdem sagt ihr, ihr strebt eine Gesellschaft an, in der Jugendliche und Familien in Krisensituationen einfühlsame und vertrauliche Unterstützung finden, um gestärkt neue Chancen zu erkennen und das Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Wie sieht das in der Praxis aus? Wie gelingt das?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>Unser wichtigstes Hilfsangebot, was ja quasi auch immer erreichbar ist, ist “<a href="http://www.virtualsupporttalks.de" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Redezeit für dich</mark></a>”. Das ist eine Plattform, die wir dankenswerterweise im Sommer dieses Jahres mitnehmen durften, wir sind also fusioniert</em>. „Redezeit für dich” steht jetzt unter der Trägerschaft der Stiftung. Dort findet man knapp 400 Menschen, die aus dem fachlichen Bereich kommen und mit denen man in Kontakt treten kann, wenn es einem nicht gut geht — und das sehr niedrigschwellig, kostenfrei und schnell. A<em>lso wenn man das Gefühl hat, irgendwie muss ich jetzt jemanden haben, der das für mich einordnet, der neutral ist und wo es auch anonym ist, dann ist „<a href="http://www.virtualsupporttalks.de" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Redezeit für dich</mark></a>” immer eine sehr gute Anlaufstelle. </em>Dort kann man außerdem nach Themen filtern und bekommt dann das passende Profil ausgespielt. Hier arbeiten um die 400 Ehrenamtliche, mit denen man in Kontakt treten kann. <em>Dieses „Sprechen” ist oft schon der erste Schritt zur Selbsthilfe, also aus seinem Schneckenhäuschen rauszukommen und zu sagen: „Ich hole mir jetzt Hilfe, spreche meine Sorgen und Gedanken aus und bekomme es dann von jemandem aus dem therapeutischen Bereich eingeordnet oder eine Empfehlung für die nächsten Schritte. </em></p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Dieses empathische Zuhören, da zu sein und zu sagen: „Ich begleite dich, du musst es nicht alleine machen!” ist schon mal eine sehr große Hilfe.”</em></strong></p>
</blockquote>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>Das ist für viele schon wahnsinnig wichtig, weil wir zwar als Gesellschaft viel darüber reden, ich mich dabei nur frage, ob wir über das Richtige reden.</em> Ich war, als ich angefangen habe mit dem Thema zu arbeiten, sehr erstaunt, wie viele Menschen sich nach wie vor nicht trauen, offen über psychische Belastungen oder Erkrankungen zu sprechen, oder auch die Angst vor Stigmatisierung nach wie vor da ist, sowie vor Vorverurteilungen und auch Einschränkungen, die man dann vielleicht erfährt. Deshalb ist Redezeit schon eine große Hilfe. Da bekommen wir super viel Feedback. Dieses empathische Zuhören, da zu sein und zu sagen: „Ich begleite dich, du musst es nicht alleine machen!” ist schon mal eine sehr große Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gehen wir auch an Schulen. Wenn man also als Schulvertreterin, ‑Vertreter oder auch aus der Elternschaft heraus sagt, dass man zu dem Thema gerne etwas an der eigenen Schule machen möchten, tun wir das in Form von verschiedenen Veranstaltungen wie Vorträge, Workshops oder individuelle Programme und denken dabei auch immer an die Eltern. Wir bieten an, dass für die Eltern in den jeweiligen Schulen Seminare oder Workshops von uns durchgeführt werden. Außerdem haben wir den Jugendkompass, ein Programm, das aus unserer Partnerklinik am Chiemsee kommt und ein Übergangsprogramm darstellt, wenn die Jugendlichen entscheiden müssen, wie die eigene zukünftige Perspektive aussehen soll, auch beruflicher Art. <em>Dort geht es viel um Persönlichkeitsentwicklung, über Stärken und Schwächen, wo wir sie abholen, ihnen wieder Orientierung geben und sie dann quasi in die Berufsberatung weiterschicken. </em>Das kommt ein bisschen aus meiner eigenen Ehrenamtstätigkeit. Ich habe sehr lange mit Jugendlichen gearbeitet, die Ausbildungsplätze gesucht haben, wo ich dann diesen Prozess von Bewerbungsschreiben, Ausbildungsplätze suchen etc. begleitet habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Da ist mitunter die Rückmeldung aus der Klinik gewesen, dass viele Jugendliche genau an dem Punkt Schwierigkeiten bekommen, wenn sie aus dem System „Familie und Schule” raus und ein eigenes Lebensmodell entwickeln sollen. Da herrscht sehr oft eine Überforderung, weil die Welt um uns ja für alle einfach sehr komplex geworden ist.</em> Und wenn wir uns auf der anderen Seite heute die Themen KI, Digitalisierung oder neue Jobbezeichnung anschauen, was denn eigentlich dahinter steht und was man da macht, gibt es ebenfalls viele Fragezeichen. Auch die Eindrücke, die man über Social Media vermittelt bekommt, dass andere scheinbar gut verdienen, während sie Kaffee trinken und darüber reden, macht es das nicht einfacher. <em>Da werden schon Bilder vermittelt, die es schwierig machen und die einen total verunsichern können, weil die Welt da draußen anders ist. Sich auf sich selbst zu besinnen und auf das, was man mitbringt, was man gut kann und was man gerne machen möchte, kann da schon helfen.</em></p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="540" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/02/Impressionen_breit_Schnitt-3_01_01_10_11.jpg" alt class="wp-image-257058" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/02/Impressionen_breit_Schnitt-3_01_01_10_11.jpg 960w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/02/Impressionen_breit_Schnitt-3_01_01_10_11-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 960px, 100vw"></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Fürstenberg Foundation </p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Ich denke aber, wenn wir schon zu wenig Jugendliche im Land haben, wir die doch wenigstens vernünftig behandeln sollten, weil darauf unsere gesamte gesellschaftliche Zukunft basiert.”</em></strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wenn du jetzt mal auf unser Gesundheitssystem schaust, welche strukturellen Veränderungen wünschst du dir vor allem von der Politik? Was ist aus deiner Sicht unbedingt notwendig? Was muss passieren?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Da würde ich bereits im Bodensatz anfangen. Es geht schon mal mit der Wahrnehmung unserer jungen Generation los. Ich erinnere mich an die Wahlkampfzeit im Winter 2025, wo der Jugendbeirat sich bei mir meldete, völlig überfordert mit der Situation war und nicht wusste, wen sie wählen sollen, weil sie sich gar nicht wahrgenommen fühlten. Sie sagten: „Wir finden als Zielgruppe überhaupt nicht statt?!” Aber auch im Freundes- und Familienkreis sind Diskussionen mitunter schnell eskaliert. Politik war da oft ein Thema, wo doch mehr für die ältere Zielgruppe gemacht wird.<em>Ich denke, wenn wir schon zu wenig Jugendliche im Land haben, wir die doch wenigstens vernünftig behandeln sollten, weil darauf unsere gesamte gesellschaftliche Zukunft basiert.</em> Diese Generation wird schon oft ungerecht behandelt und zu unrecht als verweichlicht dargestellt. Sie werden nur zu wenig gesehen und angehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Und dann brauchen wir dringend mehr Therapieplätze, Kassensitze und Zugänge dazu über die Krankenkassen sowie Präventionsmaßnahmen, aber auch hier müsste sich das Angebot schon an die Eltern richten.</em> Wir lernen bereits in Geburtsvorbereitungskursen „das Körperliche”, aber nicht, wie man mit seelischen Problemen umgeht und damit, wenn es Menschen nicht gut geht. Da ist eher eine Tendenz erkennbar, zu sagen: „Ihr müsst mal wieder ein bisschen härter werden und wieder mehr abkönnen.” <em>Das finde ich gefährlich, weil es Menschen, denen es eh schon nicht gut, noch schwerer gemacht wird, darüber zu reden. Ich glaube, wir brauchen da auch ein anderes gesellschaftliches Miteinander. </em>Themen wie Vereinsamung nehmen zu, alles wird egoistischer wahrgenommen, wir kapseln uns immer mehr voneinander ab und gehen nicht mehr aufeinander zu. Diskussionen eskalieren schnell in „richtig oder falsch” und es wird gefühlt auch zusätzlich noch gesteuert von Social Media und Co. <em>Dieses aggressive Verhalten „wenn du nicht auf meiner Seite stehst, dann will ich mit dir eigentlich nichts zu tun haben” macht gesellschaftlich etwas mit uns. Das führt eben auch dazu, dass gerade junge Menschen versuchen, sich über bestimmte Gruppierungen wieder Orientierung und Zugehörigkeit zu holen</em>. Dann greift das natürlich schon auch in politische Entwicklung ein. In meinen Augen haben die etablierten Parteien den falschen Umgang damit oder bereits die Anfänge verpasst, dagegen zu steuern. <em>Da stehen wir eigentlich schon mit einem kleinen Fuß über dem Abgrund, gesellschaftlich gesehen, und sollten dringend wieder zu einem Miteinander finden. Dafür ist die Politik ein Vorbild, das vergessen wir leider viel zu oft. </em></p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="666" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/02/Fuerstenberg-Foundation-Jugendbeirat.jpg" alt class="wp-image-256960" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/02/Fuerstenberg-Foundation-Jugendbeirat.jpg 1000w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/02/Fuerstenberg-Foundation-Jugendbeirat-980x653.jpg 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/02/Fuerstenberg-Foundation-Jugendbeirat-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1000px, 100vw"></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: Der Jugendbeirat der Fürstenberg Foundation, © Fürstenberg Foundation</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ihr geht außerdem in Schulen und veranstaltet Elternabende und beobachtet, wie viele Eltern sich mit der Krise ihrer Kinder überfordert sowie hilflos oder mitunter auch schuldig fühlen. Wie schafft ihr es, ihnen an Elternabenden oder Eltern Talks einen Raum zu geben, in dem sie sich auch trauen, sich zu öffnen und über die eigenen Unsicherheiten und Probleme zu sprechen? Welchen Ansatz habt ihr da?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Das ist eigentlich der gleiche Ansatz, wie bei allen anderen Angeboten auch: <em>Erst einmal zuzuhören und zu vermitteln, dass, wenn man sich bei uns meldet, das schon der erste Schritt ist. Damit hat man schon wahnsinnig viel richtig gemacht.</em> Das ist bei Eltern das gleiche, wie bei den Jugendlichen. Bei diesen Eltern Talks ist es so, dass wir die Erfahrung gemacht haben, dass wenn in einem Raum Menschen zusammenkommen, die ein Thema vereint ‑nämlich die Sorge um das Kind und wie wir jetzt weitermachen können- sie sich relativ schnell öffnen.<em> Auch sich gegenseitig Tipps zu geben, zuzuhören und zu gucken, welche Anlaufstellen vielleicht schon schon gut funktioniert haben, oder wo es noch andere Möglichkeiten der Hilfe gibt, ist schon hilfreich</em>. Für mich ist es sehr emotional, überhaupt erst einmal zu sehen, wie viel Schmerz da eigentlich sitzt. Man sieht schon viele Eltern, die an ihre Grenzen gekommen sind und ihrem Kind natürlich dennoch helfen wollen. <em>Da fließen schon auch Tränen, aber gleichzeitig sagen viele danach, dass es ihnen auch gut getan hat, weil man den Kindern gegenüber schließlich immer Stärke und Verlässlichkeit vermitteln möchte</em>. Hier hat man den Raum bekommen, auch mal über seine eigenen Sorgen zu sprechen, sich schwach und zerbrechlich zeigen zu können und das mal zulassen zu können. Es gibt aber auch 1:1 Beratungen, die allerdings über „Redezeit für dich” hinausgehen. Wir haben übrigens auch fachlich geschulte Ehrenamtliche, die verschiedene Sprachen sprechen, das ist außerdem nochmal wichtig zu betonen!</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ihr habt ja auch ziemlich prominente Unterstützung, gerade auch bei euren Schulprojekt-Tagen. Hilft das auch dabei, einen besseren Zugang zu den Schülerinnen und Schülern zu finden? Welche Rückmeldungen gibt es dazu?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Das hilft bestimmt immer, um erst einmal überhaupt die Aufmerksamkeit zu erregen und vielleicht einen zweiten Blick auf so eine Einladung zu werfen. <em>Unsere Botschafterin ist u.a. Sophia Thiel, die gerade zum Thema Social Media, Mobbing und Außendarstellung den Schülerinnen und Schülern aus eigener Erfahrung viel zu erzählen hat. Ich glaube, gerade bei Schulveranstaltungen hinzugucken bezüglich Geschlechter, verschiedener kultureller Backgrounds etc. ist das eine Herausforderung.</em> So können wir im besten Fall mehr Zugang bekommen, weil die Jugendlichen eben nicht sagen können, dass da jemand kommt, der oder die gar nichts mit ihrer Realität zu tun hat. <em>So können wir zeigen: Wir haben Expertinnen und Experten aus ganz vielen unterschiedlichen Lebenshintergründen. </em></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Gibt es eine Begegnung, eine Erfolgsgeschichte oder ein Feedback, was dich besonders bewegt hat und die auch täglich bestätigt, wie wichtig diese Arbeit ist?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Ja, und zwar ist das eine Familie, also in dem Fall sind es Großeltern, die ihre Enkeltochter großgezogen haben, die ich dankenswerterweise direkt an eine engagierte ehrenamtliche Kollegin vermitteln konnte. Sie haben dann über ein halbes Jahr miteinander gearbeitet, sowohl sie mit dem Mädchen als auch mit den Großeltern, und konnten somit die Wartezeit auf den Klinikaufenthalt überbrücken. <em>Das Mädchen hat so ihren Schulabschluss geschafft, was im Grunde Ziel Nummer 1 war mit dieser schweren Erkrankung. Bisher hatte sie nie irgendwo einen Platz bekommen und galt mitunter als austherapiert usw. Das ist schon ein Fall, der natürlich nicht aus dem Kopf und aus dem Herz rausgehen wird, und einfach eine schöne Geschichte ist. </em>Natürlich drücke ich alle Daumen, dass das stabil für diese Familie weitergeht.</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wenn du jetzt einen Wunsch bezüglich der mentalen Gesundheit der neuen jungen Generation in Deutschland hättest, was wäre dieser Wunsch und wie würde sich dessen Erfüllung im Alltag zeigen oder bemerkbar machen? Was denkst du, wie können wir alle gemeinsam einen positiven Wandel möglich machen?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Der ist eigentlich gar nicht so schwer… <em>Vielleicht bin ich da ein bisschen naiv, aber mein Wunsch ist schon, dass wir wieder mehr aufeinander zugehen, dass wir wieder mehr miteinander sprechen, wieder mehr Zeit im 1 : 1 stattfindet und wir empathischer und offener füreinander werden.</em> Gerade für so eine junge Zielgruppe. Wir sind ihnen das total schuldig, weil wir ihnen eine Welt gebaut und hinterlassen haben, die sehr komplex ist und viele Themen mit sich bringt, und da nicht wegzugucken ist, glaube ich, schon mal so ein Punkt. Und dann auf sich selbst im Alltag zu achten, also wie bin ich im öffentlichen Raum unterwegs, wie sehr nehme ich eigentlich auch junge Menschen wahr, und da wieder sozial zu werden, wäre wichtig für mich. <em>Wir sind ja als Mensch eigentlich ein soziales Lebewesen, haben das aber irgendwie ein bisschen verlernt und verkriechen uns aus verschiedensten Gründen in unser Privatleben zurück. Ich glaube, da in die Kommunikation zu kommen, ist ein guter Ansatz.</em> Ich weiß, dass das im Alltag immer alles so einfach klingt, aber ich glaube schon, dass das der Schlüssel ist! Einfach wieder mehr ins Miteinander zu kommen, anstatt gegeneinander zu sein, sich zu öffnen und vorbehaltlos wieder in Gespräche reinzugehen. </p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Da fällt mir spontan der schöne Satz von Margot Friedländer ein: „Seid Menschen!”</em></strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie kann man euch finden, euch erreichen und vor allen Dingen auch euch als Foundation unterstützen? Wie findet man den Zugang zu euch?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das einfachste ist natürlich, unsere Webseite unter <a href="https://fuerstenberg-foundation.de/" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">www.fürstenberg-foundation.de</mark></a> zu besuchen oder auf die Seite von „<a href="http://www.virtualsupporttalks.de" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Redezeit für dich</mark></a>” zu gehen und sich dann jeweils auf der Seite die Links zu suchen, die einem weiterhelfen, auch bei Gesprächsbedarf oder 1:1 Betreuung. <em>Wenn man Interesse an einer Schulveranstaltung hat oder zu einem Elternabend kommen möchte, ist man auf der “Foundation-Seite” richtig oder man kann eine e‑Mail schreiben an <mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">info@fuerstenberg-foundation.de </mark>und sich einfach mit allem melden, was einen gerade beschäftigt. Wir sortieren das dann und gucken gemeinsam, wie wir helfen können. </em>Und dann haben wir natürlich auch einen <a href="https://www.instagram.com/fuerstenberg_foundation/" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Instagram-Kanal</mark></a> und auch ein <a href="https://www.linkedin.com/company/f%C3%BCrstenberg-foundation-ggmbh" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">LinkedIn-Profil</mark></a>. Helfen kann man uns entweder in Form von Ehrenamtstätigkeiten, also wer das fachliche Profil mitbringt, kann sich gerne bei Redezeit engagieren, oder auch bei Schulveranstaltungen mit dabei sein. <em>Und am Ende ist es natürlich so, dass wir immer auch auf Spenden und Förderungen angewiesen sind, damit wir gerade auf so einer Plattform wie “Redezeit für dich” auch zukünftig kostenfrei hilfesuchenden Personen Unterstützung zur Verfügung stellen können.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Und jetzt vielleicht ein abschließender Satz… Was ist dir noch wichtig, um das Gespräch rund zu machen?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Da fällt mir spontan der schöne Satz von Margot Friedländer ein: <em>„Seid Menschen!”</em></p>



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<h5 class="wp-block-heading has-text-align-center"><strong>Das ganze Interview kannst du auch <a href="http://www.pureandpositive.com/podcast"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">HIER im Podcast</mark> </a>hören (#Folge64)</strong></h5>



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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:24% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/12/Ulrike-Dobelstein-Luethe-682x1024-1.jpg" alt class="wp-image-256816 size-full" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/12/Ulrike-Dobelstein-Luethe-682x1024-1.jpg 682w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/12/Ulrike-Dobelstein-Luethe-682x1024-1-480x721.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 682px, 100vw"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Die<strong> Fürstenberg Foundation</strong> hat sich zum Ziel gesetzt, psychisch belasteten und erkrankten Kindern, Jugendlichen und ihren Familien schnelle, wirkungsvolle und niedrigschwellige Hilfe sowie Orientierung zu bieten. Ulrike Dobelstein-Lüthe, die Geschäftsführerin, betont die Bedeutung von Empathie und fachlicher Expertise, um Betroffene auf ihrem Weg zu neuer Stärke zu begleiten.</em></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Mehr dazu <a href="https://fuerstenberg-foundation.de/" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">HIER</mark></a>.</strong></h5>
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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Fürstenberg Foundation</p>



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		<title>Medienkompetenz geht uns alle an!</title>
		<link>https://pureandpositive.com/robotti/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Prizelius]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2025 00:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KIDS & FAMILY]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetez]]></category>
		<category><![CDATA[Robotti]]></category>
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					<description><![CDATA[Miriam Prätsch und Sarah Hofmann sind Psychologinnen, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutinnen sowie Autorinnen von „Robotti, wir haben ein Problem!”. Alltagsnah, kreativ und kindgerecht für Familien und pädagogische Fachkräfte. Mit uns sprechen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Miriam Prätsch und Sarah Hofmann sind Psychologinnen, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutinnen sowie Autorinnen von „Robotti, wir haben</em></strong> <strong><em>ein Problem!”. Alltagsnah, kreativ und kindgerecht für Familien und pädagogische Fachkräfte. Mit uns sprechen sie über ihr Buch, einen bewussten Umgang mit digitalen Medien, Herausforderungen durch die Digitalisierung und wie eine</em></strong> <strong><em>bessere Medienkompetenz für alle gelingen kann. Dieses tolle Projekt wurde mit dem medhochzwei Verlag umgesetzt.</em></strong></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>„Robotti, wir haben ein Problem! Lotti und Robotti auf Entdeckungsreise durch die digitale Welt” richtet sich nicht nur an Kinder, sondern beinhaltet auch Begleitmaterial, um ein Bewusstsein im Umgang mit digitalen Medien zu fördern. Was hat Sie beide dazu inspiriert, dieses Buch zu dem Thema zu schreiben?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Sarah: Es gab tatsächlich vielfältige Beweggründe. <em>Wir sind ja beide Kinder- und Jugendlichen — Psychotherapeutinnen und erleben es in unserem beruflichen Alltag sehr oft, dass uns das Thema Medien und der Umgang damit begegnet</em>. Das ist dann schon oft sehr konfliktbehaftet. Das heißt, wir haben nicht selten recht verhärtete Fronten zwischen Eltern und Jugendlichen sowie Kindern, erkennen viele Unsicherheiten im Umgang damit — auch von Seiten der Eltern — und natürlich auch irgendwie im privaten Kontext, weil wir selber ebenfalls Mamas sind und uns da natürlich überlegen müssen, wie man das als Elternteam am besten macht.<em> Daraus ist die Idee entstanden, früher damit anzufangen, weil der Aufbau von Medienkompetenz nicht dann erst erfolgen sollte, wenn die Kinder und Jugendlichen eigene Geräte haben. </em>Es ist möglich, viel früher anzusetzen, weil es ganz viele Dinge gibt, die man tun kann, um einen bewussten Umgang mit Medien zu gestalten.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Die digitale Welt, im Vergleich zu der analogen, ist einfach eine andere und dieses Bewusstsein für diese beiden Welten gemeinsam mit den Kindern zu stärken und daraus verschiedene Kompetenzen zu entwickeln, ist wichtig und geht uns alle an.”</em></strong></p>
</blockquote>



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<p class="wp-block-paragraph">Miriam: Was ich wichtig finde, ist zu erkennen, dass die digitale Welt nicht mehr wegzudenken ist. Bildschirme gibt es schließlich überall. Alle Erwachsenen haben Handys in der Hand, die Eltern arbeiten am Laptop oder mit dem Tablet, Geschwister spielen ebenfalls an verschiedenen Medien und so ist das auch für die Kleinsten eine große Herausforderung. Wir haben uns versucht vorzustellen, wie es für die Kleinen ist, dass diese Bildschirme eben überall sind. <em>Kinder haben noch nicht das Verständnis dafür, dass digitale Medien etwas sind, was es im Grunde ja noch gar nicht so lange gibt. </em>Die digitale Welt, im Vergleich zu der analogen, ist einfach eine andere und dieses Bewusstsein für diese beiden Welten gemeinsam mit den Kindern zu stärken und daraus verschiedene Kompetenzen zu entwickeln, ist wichtig und geht uns alle an.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/10/Foto-Hofmann-1-1024x683.jpg" alt class="wp-image-255591" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/10/Foto-Hofmann-1-980x653.jpg 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/10/Foto-Hofmann-1-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Igor Link</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie entstand die Idee zur Figur Robotti?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Sarah: Lotti sollte vor allen Dingen ein ganz normales Kind sein, das einen ganz alltäglichen Umgang mit den digitalen Medien zeigt. Das heißt, dass die Kinder sich wirklich abgeholt fühlen, weil es ja doch viele Punkte gibt, wo auch jüngere Kinder mit Medien in Kontakt kommen. Und dann ist Robotti dazu entstanden. <em>Man kann letztendlich sagen, quasi als Projektionsfläche von Lotti, die sich eben viele Fragen stellt und viel in Interaktion mit der Familie steht und reflektiert, wie was eigentlich funktioniert. </em>Robotti, der in der Geschichte erst Stück für Stück entsteht, ist sozusagen Lottis Bewusstwerdungsprozess. <em>Es gibt viele Vor- und Nachteile hinsichtlich der Mediennutzung, die auch gleich benannt werden dürfen. Die Medien sind eben da und wir möchten das für all diese Bereiche in diesem Buch mit einer freundlichen Perspektive tun.</em> Tatsächlich ist es so gewesen, dass unsere wunderbare Illustratorin Jasmin Hirtl ihn irgendwo auch mit erschaffen hat. Wir erinnern noch genau den Moment, wo wir ihn präsentiert bekommen haben, und die Freude so groß war.<em> Robotti ist ein ganz freundlicher, netter kleiner Kerl, der Lotti da begleitet.</em></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie haben Ihre eigenen Kinder in der Zeit des Schaffensprozesses darauf reagiert?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Miriam: Ich finde, unsere eigenen Kinder helfen uns sehr, es in der Praxis auszuprobieren — wenn ich jetzt für uns beide sprechen darf. Sarah, ich glaube, es geht dir da ja ähnlich. Ich habe für mich schon überlegt, wie und wo genau meine große Tochter nun mit den Medien in Kontakt kommt<em>. Zum Beispiel kommt jetzt immer mehr das Thema „Künstliche Intelligenz (KI)” ins Spiel.</em> Also sprechen wir zu Hause häufig mit dem “Robotermann”. Wenn beispielsweise eine Frage aufkommt, wie: „Können Hummeln eigentlich auch Honig machen?!” sage ich: „Keine Ahnung, das weiß ich gar nicht, da fragen wir mal den “Robotermann”!”. Und auf der anderen Seite konnten wir natürlich auch die Geschichte immer wieder unseren Kinder vorlesen und gucken, wie es ankommt.<em> Also die eigenen Kinder quasi ein bisschen als „Testperson” sehen, auch wie wir in der Geschichte den Robotti basteln.</em> Im Begleitmaterial gibt es ja die Bastelanleitung dafür und auch ein tolles Kuchenrezept.</p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="778" height="552" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/10/IMG_5031_2.jpg" alt class="wp-image-255590" style="width:786px;height:auto" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/10/IMG_5031_2.jpg 778w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/10/IMG_5031_2-480x341.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 778px, 100vw"></figure>



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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Bild: © Anja Schön</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Welche Rolle spielt die digitale Welt genau in der Geschichte von Lotti und Robotti, und warum war Ihnen dieses Thema besonders wichtig?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Miriam: Wir haben damit begonnen, diese ganzen sichtbaren Dinge überhaupt erst einmal zu benennen, also zum Beispiel die ganzen Bildschirme, die sich überall befinden. Das haben wir versucht spielerisch rüberzubringen. Bei uns in dem Buch gibt es immer so kleine kleine Kästchen mit Fragen und Spielen für zwischendurch, weil wir ja auch wissen, dass Kinder unterschiedlich sind und lernen. <em>Auf diese Weise wollen wir erreichen, dass die Kinder sich bewusst werden, wo denn überhaupt eigentlich überall Bildschirme sind?! So erkennt man den ersten Zugang zur digitalen Welt. </em>Das wird mit Lotti eben immer wieder erwähnt, damit den Kindern auch klar wird: Ah ok, also wenn ich eine Serie gucke, ist das schon Teil der digitalen Welt. Und auch wenn ich mit den Großeltern videotelefoniere, das ebenfalls in der digitalen Welt geschieht, obwohl es gleichzeitig auch eine Interaktion ist.<em> So werden die Botschaften lebensnah verpackt und greifbar im Alltag. Das war uns wichtig.</em></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Sarah: Wir möchten auch einen schönen Blick auf die digitale Welt ermöglichen und wo sie uns unterstützen kann. So lernt man, was positiv ist, aber auch wo es Grenzen gibt. <em>Beispielsweise, dass eine echte Umarmung digital nicht möglich ist. Die ganze digitale Welt hat oft eine ganz große Magie, weil es nur begrenzt einen Zugang dazu gibt. </em>Die Dauer der Mediennutzung sollte dabei also ebenfalls reflektiert werden.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>„<em>Auch uns Erwachsenen fällt es schließlich manchmal schwer, diese Balance zu halten. Das sind Kompetenzen, die man schon früh in den Fokus rücken kann.</em>”</strong></p>
</blockquote>



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<p class="wp-block-paragraph">Miriam: Aufgrund ihrer kognitiven Fähigkeiten können Kinder das selbst noch gar nicht regulieren und dann von alleine ausschalten zu können, ist viel verlangt. Da sind schon die Erwachsenen gefragt. <em>Daher ist es unser Anliegen, dass man  früh, also schon im Kindergarten und in der Vorschule, anfängt, diese Medienkompetenz aufzubauen</em>.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Sarah: Medienkompetenz ist ja zum Beispiel auch: Wie schaffe ich es abzuschalten, obwohl es gerade so spannend ist und obwohl ich weiß, dass die Serie noch stundenlang weitergehen kann…?! (lacht) <em>Auch uns Erwachsenen fällt es schließlich manchmal schwer, diese Balance zu halten. Das sind Kompetenzen, die man schon früh in den Fokus rücken kann.</em></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Das Buch richtet sich nicht nur an Kinder, sondern auch an Eltern und pädagogische Fachkräfte. Welche Botschaft möchten Sie diesen Zielgruppen vermitteln?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Sarah: Eine Hauptbotschaft ist, wie wichtig es ist, überhaupt eine bewusste Haltung zur Mediennutzung zu entwickeln, und, dass man schon früh damit anfangen kann und sollte. <em>Eine Reflexion ist somit elementar.</em> Vieles passiert ja unbewusst und plötzlich wird aus wenigen Minuten eine längere Zeit, ohne, dass uns das im Kern bewusst ist.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Miriam: <em>Mir ist auch wichtig, dass sich alle ein bisschen mitverantwortlich fühlen sollten für diesen Aufbau der Medienkompetenz.</em> Ob nun Eltern, Großeltern, Geschwister, Erzieherinnen oder Erzieher… sich bewusst zu werden, wie oft und wofür man Medien nutzt, wenn Kinder in der Nähe sind.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>„<em>Frühe Medienkompetenzentwicklung ist möglich und das dürfen wir schon ganz früh in den Fokus rücken, auch dann, wenn die Kinder noch keine eigenen Geräte haben. Und sei es eben nur dieses Bewusstsein dafür zu schaffen, dass sie eigentlich schon mitten in der digitalen Welt drin leben, mit dabei sind und auch mit diesen ganzen Medien interagieren.</em>”</strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Mit welchen Herausforderungen sind Sie beruflich und bezüglich des Buches konfrontiert?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Miriam: Ich war jetzt zum Beispiel kürzlich damit konfrontiert, dass manche Kinder ein sehr isoliertes Interesse haben und für nichts anderes als ihre Handyspiele zu begeistern sind — und auch nur darüber reden. Das finde ich als Therapeutin dann tatsächlich schon manchmal ganz schön schwierig. Und wenn ich mir dann vorstelle, dass manche Eltern das jeden Tag zu Hause haben, ist das schon eine Herausforderung.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Sarah: Das Nutzungsverhalten ist ja schon auch sehr unterschiedlich. Manche Jugendliche und auch Kinder hinterfragen gar nicht, was psychologisch bei manchen Apps in ihnen vorgeht und das mit ihnen macht. Da sollte man sich schon mehr mit auseinandersetzen, sich informieren und auch gemeinsam mit den Kindern besprechen, welche Mechanismen Apps mitunter in ihnen auslösen können. <em>So gibt es ja auch Apps, die motivieren und das Belohnungssystem aktivieren können. Es geht also wirklich viel um Aufklärung, auch in den Therapien, wie Apps funktionieren und warum manche nur eine eingeschränkte Nutzungsdauern am Tag haben sollten. </em>Wenn man, wie manche Patientinnen und Patienten, zum Beispiel 16 Stunden am Tag am Handy o.ä. spielt, kann man sich ja schon vorstellen, dass das etwas mit einem macht. Das sind schon Herausforderungen, mit denen man zu tun hat. Wir Erwachsenen sollten Kinder und Jugendliche einfach mehr mit einbinden, Dinge besprechen und vielleicht auch mal an die frische Luft gehen und in die Weite schauen. Das heißt nicht, dass digitale Medien nur negativ sind, aber eben Auswirkungen auf unseren Körper und die Gefühle haben. Das sehen wir ja auch an uns, wenn zum Beispiel mal der Drucker streikt. <em>Frühe Medienkompetenzentwicklung ist möglich und das dürfen wir schon ganz früh in den Fokus rücken, auch dann, wenn die Kinder noch gar keine eigenen Geräte haben. Und sei es eben nur dieses Bewusstsein dafür zu schaffen, dass sie eigentlich schon mitten in der digitalen Welt drin leben, mit dabei sind und auch mit diesen ganzen Medien interagieren.</em> Auch alle Bezugspersonen, die mit den Kindern leben oder arbeiten, dürfen hier Verantwortung übernehmen und das auch gemeinsam mit den Kindern in den Fokus rücken. Da können wir alle gemeinsam schon ganz früh sehr viel erreichen…</p>



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<h5 class="wp-block-heading has-text-align-center"><strong><a href="http://www.pureandpositive.com/podcast"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Das ganze Interview HIER bei uns im Podcast (Folge #59).</mark></a></strong></h5>



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<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-9-16 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:28% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://amzn.to/3I9CmQZ" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="478" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/12/98800167_Pimcore.png" alt class="wp-image-255602 size-full" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/12/98800167_Pimcore.png 350w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/12/98800167_Pimcore-220x300.png 220w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px"></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Das Buch <strong>„Robotti, wir haben ein Problem! Lotti und Robotti auf Entdeckungsreise durch die digitale Welt”</strong> ist nicht nur an Kinder, sondern auch Eltern, Bezugspersonen und Pädagogen gerichtet und mehr als nur eine Vorlesegeschichte: Es bietet umfangreiches Begleitmaterial für Eltern, Großeltern, pädagogische Fachkräfte und alle, die Kinder in ihrem Alltag begleiten, und wurde gemeinsam mit dem <a href="https://www.medhochzwei-verlag.de/" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">medhochzwei Verlag</mark></a> umgesetzt.</em></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong><a href="https://amzn.to/3I9CmQZ" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Mehr dazu HIER</mark></a></strong>.</h5>



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<p class="wp-block-paragraph">* Der Buchlink ist ein Affiliate — Link.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Cover: © medhochzwei Verlag</p>



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		<title>Lichtblicke für verwaiste Familien.</title>
		<link>https://pureandpositive.com/stehaufmaennchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Prizelius]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2025 00:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KIDS & FAMILY]]></category>
		<category><![CDATA[Stehaufmännchen]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaiste Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Verein Stehaufmännchen Niederrhein e.V. wurde von zwei Familien gegründet, die sich im April 2020 in der Uni Klinik Köln kennenlernten. Ihre jeweils großen Jungs kämpften dort damals gegen den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Der Verein Stehaufmännchen Niederrhein e.V. wurde von zwei Familien gegründet, die sich im April 2020 in der Uni Klinik Köln kennenlernten. Ihre jeweils großen Jungs kämpften dort damals gegen den Krebs. Durch das gemeinsame Doppelzimmer kamen sie als Begleitpersonen schnell ins Gespräch. Automatisch unterstützte man sich durch bloße Anwesenheit und den gegenseitigen Austausch über Therapie, Heilungschancen, aber auch alltägliche Sachen. Nach dem Tod ihrer Jungs im Juli und November 2020 fehlten ihnen dann aber nicht nur ihre tapferen Kämpfer. Der Kontakt zu vielen Menschen, wie das Krankenhauspersonal, Physiotherapeuten und Taxifahrer, die sie während der Therapie regelmäßig und häufiger als ihre eigenen Familienglieder sahen, brach ab. Auch der Austausch mit anderen Eltern auf dem Stationsflur, im Spielzimmer oder der Tagesklinik, fand nicht mehr statt. </em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>So kam es, dass die beiden Familien den Kontakt eigenständig weiter intensivierten. Durch das gemeinsame Schicksal fühlten sie sich verbunden und verabredeten sich häufiger. Da sie merkten, dass es ihnen sehr gut tat, kam ihnen bei einem gemeinsamen Treffen die Idee, einen Verein zu gründen, um somit auch anderen betroffenen Familien die Möglichkeit zum Austausch zu bieten. Sie wenden sich hierbei gezielt an Familien mit minderjährigen Geschwisterkindern, um gemeinsame Freizeitaktivitäten zu unternehmen. Diese Aktivitäten sollen Lichtblicke für die Familien sein und den Raum für ungezwungene Gespräche schaffen. Wir haben mit Katja und Lena gesprochen…</strong></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Liebe Katja und Lena, erst einmal danke für eure Zeit und die Bereitschaft, mit mir über euren Weg und den Verein zu sprechen. Ihr habt „Stehaufmännchen Niederrhein e.V.” für verwaiste Familien gegründet. Wie hat sich das entwickelt und&nbsp;wie hat alles angefangen?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Katja: Wir haben uns kennengelernt, als unsere beiden Jungs an Krebs erkrankt waren. Das war 2020 in der Klinik. Bei uns ging es da allerdings schon in die palliative Richtung. Dieser Austausch tat uns gut. Unsere beiden Jungs sind im Jahr 2020 verstorben, aber wir haben weiter den Kontakt gehalten, uns weiter getroffen und einfach gemerkt, wie gut uns dieser Austausch unter Betroffenen tut — und wie wichtig es ist. Auch über den Tod eines Kindes hinaus. <em>Gleichzeitig haben wir uns aber auch immer wieder gefragt, warum es hier keine Anlaufstellen für uns gibt. Nach dem Tod eines Kindes wird man dann einfach alleine gelassen. </em>Wir waren also auf der Suche, haben allerdings nichts gefunden und dann kurzerhand beschlossen, selber eine zu schaffen.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Ich habe immer gedacht, dass wenn ich einen Menschen kenne, der das schon überlebt hat, ich das auch schaffen kann!”</em></strong></p>
</blockquote>



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<p class="wp-block-paragraph">Lena: Ben ist vier Monate vor unserem Jakob gestorben. Zu diesem Zeitpunkt war es bei uns noch nicht absehbar, dass es doch so schnell gehen würde. Insbesondere in der Zeit, wo wir dann wussten, dass es Jakob auch nicht schaffen wird, hat mir der Kontakt mit Katja unglaublich viel Halt gegeben. <em>Ich habe immer gedacht, dass wenn ich einen Menschen kenne, der das schon überlebt hat, ich das auch schaffen kann. Und ich glaube, dass wenn man weiß, wie das sein kann, es auch gut ist, wenn man das an andere weitergeben kann.</em> Wir haben dann mit unseren Männern gesprochen, selber so eine Anlaufstelle für Betroffene zu schaffen, es zunächst zwar noch belächelt, aber sind letztlich immer dran geblieben. Ein Jahr später hatten wir schließlich die Vereinsgründung. <em>Es wurde bisher sehr gut angenommen und, was uns sehr freut, wächst seitdem immer weiter.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ihr hattet in unserem Vorgespräch von dieser Versorgungslücke gesprochen, dass einen Krankenkassen und andere Kostenträger nach dem Tod des Kindes vollkommen alleine lassen. Diese palliative Begleitung ist auf einmal nicht mehr da. Und dann steht man da mit dem Verlust, der Trauer und diesem unfassbaren Schmerz. Ich hätte jetzt gedacht, dass es da mehr Auffangstellen gibt und einem geholfen werden kann…</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Katja: Genau, das hat mir total gefehlt! Wir waren fünf Jahre lang ‑mit Unterbrechungen- immer wieder in der Klinik angebunden. Da gab es Sozialpädagogen, Physiotherapeuten etc., die auch nach Hause gekommen sind. Unsere beiden Jungs hatten ein Neuroblastom, einen Tumor, der von der Nebenniere ausgeht. In der Klinik hat man zwar die Kontakte zu anderen Familien und zum Pflegepersonal, die einen oft auffangen, aber dann stirbt das Kind und man ist nicht mehr in der Klinik, sieht die anderen Familien und auch das Pflegepersonal nicht mehr — und auch der Physiotherapeut kommt nicht mehr nach Hause, das Palliativteam kommt nicht mehr. Das Palliativteam hat uns vielleicht ein paar Wochen später noch einmal unangekündigt angerufen, aber zu diesem Zeitpunkt hatte man andere Dinge zu regeln. Das war es dann. <em>Man bekommt nichts an die Hand und das fehlte mir tatsächlich. Dabei tut der Austausch so gut, mich hat es in dieser Zeit wirklich gerettet! </em>Zum einen hat man ja die Trauer um das eigene Kind, aber auch noch ein Geschwisterkind, um das man sich kümmern und für das man da sein muss und will. Man muss halt irgendwie weitermachen. Da gibt es viele Fragen, mit denen man überfordert ist.<em> Das kranke Kind hat vorher so viel Raum eingenommen, ein Raum, der auf einmal leer war. Dann entsteht da automatisch die Frage, wie wir diese Normalität wieder hinkriegen.</em></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Lena: Wo du das gerade mit der Versorgungslücke angesprochen hast, würde ich gerne noch ergänzen, dass ich wirklich sagen muss, dass die Palliativteams grundsätzlich eine richtig tolle Arbeit machen. Sie waren rund um die Uhr erreichbar. Wann immer man sich unsicher fühlte, bekam man einen Rat. Das war unheimlich wertvoll und gut, aber wenn das Kind dann verstorben ist, kommt ja aber erst einmal eine ganz andere Herausforderung auf die Familie zu. Alles bricht sozusagen weg und dafür gibt es keinen Ersatz. Es gibt keinen Seelsorger, der dann über die gleiche Stelle läuft und wo man dann auch 24/7 anrufen könnte, wenn man nachts wach liegt und nicht weiß, wie man durch den nächsten Tag kommen soll. <em>Es ist wirklich schade, dass es dann von der Unterstützung her nicht weitergeht, sondern wirklich in dem Moment aufhört, wo man es selber vielleicht auch nochmal dringender brauchen würde, weil man vorher einfach funktioniert hat</em>.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><em><strong>„Auch an diesen Punkt muss man kommen, dass man sagt: Ja, wir dürfen traurig sein und doch Spaß haben! Lena hat mal gesagt, unsere Jungs haben so um ihr Leben gekämpft, wir können unser Leben nicht wegschmeißen.”</strong></em></p>
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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ihr habt euch dann für die Gründung des Vereins entschieden. Es wird über euch versucht, den Familien wieder schöne gemeinsame Zeiten zu ermöglichen und einen Begegnungsort zu schaffen. Was sind noch Ziele eures Vereins?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Katja: Zum einen muss ich vorweggreifen, dass wir wirklich nur zwei Ehepaare sind, die alle vier berufstätig sind. Wir haben alle noch weitere Kinder und machen das alles ehrenamtlich nebenbei. Deshalb ist es manchmal auch ein bisschen schwierig, Termine zu finden oder irgendwas auszumachen, aber ansonsten ist es unser Ziel, dass wir Treffen und Ausflüge für Familien und Geschwisterkinder planen. <em>Wir haben gesagt, dass wir den Fokus auf Highlights legen möchten, wie Ausflüge in den Zoo, nach Schloss Dankern oder auf das, was man sich vielleicht in solchen Zeiten manchmal nicht traut. Auch an diesen Punkt muss man kommen, dass man sagt: Ja, wir dürfen traurig sein und doch Spaß haben! </em>Lena hat mal gesagt, unsere Jungs haben so um ihr Leben gekämpft, wir können unser Leben nicht wegschmeißen. Und wenn man sieht, dass andere Familien das auch machen und einen schönen Tag verbringen, dann fällt einem selber das auch leichter.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Lena: Ja, das haben wir wirklich geschafft! Wir sind inzwischen elf Familien, also wir beide und dann noch neun andere Familien, die von uns begleitet werden. <em>Wenn man uns sieht und nicht wüsste, was uns passiert ist, würde man wohl im Leben nicht darauf kommen, weil es bei uns lustig zugeht, lebendig und man total Spaß hat. Natürlich finden dazwischen aber auch mal ernsthafte Gespräche statt.</em> Das ist eine Mischung, die man, glaube ich, schlecht nachvollziehen kann, wenn man nicht betroffen ist. Das kann man mit niemandem so locker mal eben nebenbei besprechen, aber da geht es eben. <em>Bei uns untereinander ist es mittlerweile schön, das braucht aber auch einfach Zeit.</em> Bei uns ist es ja nun auch schon länger her und mittlerweile schaffen wir es wirklich, wieder richtig schöne Erlebnisse miteinander zu haben.</p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="826" height="1024" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/10/IMG-20220716-WA0026-1-826x1024.jpg" alt class="wp-image-255266"></figure>



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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Bild: © Stehaufmännchen Niederrhein e.V. — Verein für verwaiste Familien</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Bei uns ist das Thema Tod ja leider gesellschaftlich ein bisschen tabuisiert, vor allem bei Kindern, so dass Menschen dadurch auch einfach überfordert sind…</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Lena: Ja, da hast du recht. Es ist oft total schwer für die Menschen, damit umzugehen, wenn sie davon erfahren.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Katja: Ich habe das in Situationen, wenn man mich fragt, wie viele Kinder ich habe. Dann sage ich, der eine Sohn ist 7 Jahre alt und der andere wäre jetzt 13. <em>Dann zeigt sich automatisch von der anderen Seite eine leichte Überforderung. Die Leute zeigen sich oft betroffen und entschuldigen sich. Das ist aber unser Alltag!</em> Wir können inzwischen lockerer darüber reden und es gehört 24/7 zu unserem Leben. Man kann ja nicht nur traurig sein.</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Durch organisierte Treffen und Freizeitaktivitäten möchtet ihr für die einzelnen Familien Lichtblicke schaffen, die auch für einen offenen Austausch genutzt werden können. Welche Rückmeldungen gibt es dazu? Welche Erfahrungen macht ihr in eurer täglichen Arbeit?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Katja: Schloss Dankern ist dafür mein Paradebeispiel. Das ist ein Ferienpark mit vielen Wohnhäusern und tollen Attraktionen für Familien, quasi wie Center Parks. Unsere Kinder sind zwischen zwei und elf Jahren und finden das super. Wir sagen Frühstück und Abendessen ist quasi Pflichtprogramm und ansonsten können die Familien gerne unternehmen, was sie möchten. Wir stellen immer einen Pavillon auf, wo man sich dann treffen kann, und abends ist das dann sehr unterschiedlich. Die einen reden über Fußball, die anderen zeigen sich vielleicht Fotos, wie sie gerade das Grab neu gestaltet haben.<em> Es kommt natürlich auch mal vor, dass zwei Frauen zusammensitzen, die sich vielleicht gerade ein Tränchen wegwischen, und dann eine dazukommt und sagt: „Das kann ich heute nicht. Ich gehe lieber zu denen, die über Fußball reden.”</em> Das ist dann aber völlig in Ordnung. Bisher ist da die Rückmeldung von allen Familien aber sehr gut. <em>Auch für die Kinder und Jugendliche ist dieser Austausch wichtig — und zu sehen, dass sie nicht alleine sind.</em></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Welche Herausforderungen begegnen euch in eurer täglichen Arbeit?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Lena: Ich glaube, wir vier sind gut im Gespräch miteinander. Wir hatten zuletzt eine Phase, wo sehr viel zu tun und zu organisieren war, vor allen Dingen im Zusammenhang mit Spendenveranstaltungen, wofür wir sehr dankbar sind. Zu Viert kommt man da aber doch schnell an die eigenen Grenzen dessen, was man selber leisten kann. <em>Da sind wir schon gut miteinander und auch mit uns selbst in Kontakt und gucken, wann es zu viel wird und wann man vielleicht auch eine Organisation so umplanen muss, dass es für uns machbar bleibt. </em>Bisher habe ich aber den Eindruck, dass wir es alles ganz gut hinbekommen haben.</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie lernt man weiterzumachen und irgendwie mit dem Verlust seines Kindes zu leben? </strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Katja: Eigentlich gar nicht.<em> Auch das klingt jetzt total doof, aber wir haben einfach funktioniert. Vor allem während der Therapie, denn der Mensch hat immer Hoffnung.</em> Man funktioniert und hat schließlich keine Wahl. Ich fand es damals ganz schlimm. Viele sagten mir, ich sei so stark, dabei war ich es gar nicht. Man gibt sein Kind ja aber nicht auf und muss irgendwie weitermachen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Lena: Ich wollte gerade dasselbe sagen. <em>Man muss da etwas aushalten, was im Grunde unvorstellbar ist. Es gibt nur keine Option. Untereinander würde auch nie jemand von uns den Satz sagen: Du bist zu stark! Wir wissen einfach, dass es alternativlos ist. </em>Wie sagte eine andere Mutter dazu mal: Aufgeben ist schlichtweg keine Option!<br></p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/10/1000026895-1024x683.jpg" alt class="wp-image-255265" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/10/1000026895-980x654.jpg 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/10/1000026895-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Stehaufmännchen Niederrhein e.V. — Verein für verwaiste Familien</p>



<h5 class="wp-block-heading"></h5>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie kann man Mitglied bei euch im Verein werden? Wie kann man euch unterstützen?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Lena: Bei uns gibt es einmal die Möglichkeit, dass man als förderndes Mitglied dem Verein beitritt. Dann kann man einen gewissen Betrag pro Jahr oder pro Quartal festlegen, der per Lastschriftverfahren eingezogen wird. So leistet man sozusagen eine regelmäßige Unterstützung. <em>Es ist aber auch möglich, uns mit einmaligen Geldzuwendungen zu unterstützen, so wie einige das zum Beispiel am Ende eines Jahres tun und zu Weihnachten spenden.</em> Hierfür kann man entweder etwas überweisen, per Paypal zahlen oder unseren Button auf der Homepage nutzen.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Wir wünschen uns natürlich zunächst einmal, möglichst viele Menschen zu erreichen, die auch von diesem Schicksal betroffen sind. Und dann ist es mir persönlich noch ganz wichtig, anderen Mut zu machen und zu erkennen: Ja, man kann das überleben — auch wenn man sich das vielleicht im ersten Moment überhaupt nicht vorstellen kann.”</em></strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Was plant ihr in Zukunft?&nbsp;Welche Botschaft habt ihr an die Welt?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Lena: Wir wünschen uns natürlich zunächst einmal, möglichst viele Menschen zu erreichen, die auch von diesem Schicksal betroffen sind. Und dann ist es mir persönlich noch ganz wichtig, anderen Mut zu machen und zu erkennen: Ja, man kann das überleben — auch wenn man sich das vielleicht im ersten Moment überhaupt nicht vorstellen kann.<em> Es ist erstaunlich und beeindruckend zu erkennen, was mir durch unsere Vereinsarbeit mit so vielen Familien auch selber nochmal bewusster geworden ist, was wir nämlich für eine Stärke tatsächlich in uns tragen — auch wenn man sich nicht immer stark fühlt. </em>Es ist unfassbar, wie Menschen überhaupt in der Lage sind, so einen Verlust zu überleben und dann auch noch so damit umzugehen, wie wir das teilweise alle gemeinsam mit diesen elf Familien tun. Hätte man mir das noch vor einigen Jahren erzählt, hätte ich diesen Menschen für verrückt erklärt und gesagt: Das geht nicht, das ist unmöglich. Das ist so eine Ermutigung, die ich gerne mitgeben würde. <em>Wir alle wissen nicht, was uns noch so bevorsteht, aber man kann wirklich alles irgendwie schaffen. Ich glaube, auch wenn das zunächst unvorstellbar erscheint, es gibt immer irgendeinen Weg. </em></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Katja: Genau. Und vielleicht auch, dass es ein bisschen weniger Tabuthema wird. Gott sei Dank ist es ja nicht die Regel, aber passiert doch immer wieder.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Lena: Und was ich auch noch ergänzen möchte, ist, dass wir vielleicht auch einfach von der Gesellschaft mehr eine Art Erlaubnis dafür bekommen, einen Raum zu finden, für die Gespräche über unsere verstorbenen Kinder. Dass jeder Mensch über sein Kind erzählen darf und es dabei das Normalste von der Welt ist. <em>Manchmal wird es verwaisten Eltern schon schwer gemacht, nicht unbedingt, weil jemand etwas Bestimmtes sagt, sondern weil man eher an den nonverbalen Reaktionen merkt, dass Menschen es überhaupt nicht gewohnt sind, sich über Trauer, Tod, Verlust, Angst oder andere schmerzvolle Dinge so intensiv auszutauschen. </em>Ich würde mir wünschen, dass man uns gegenüber etwas unbefangener reagieren würde und auch nicht so viel Angst hätte, hier in die Fragestellung und in den Austausch zu gehen…<br></p>



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<h5 class="wp-block-heading has-text-align-center"><strong><a href="http://www.pureandpositive.com/podcast"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Das ganze Interview mit Katja und Lena findest du HIER bei uns im Podcast (Folge #55)</mark></a></strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Videocredit: © Stehaufmännchen Niederrhein e.V. — Verein für verwaiste Familien</p>



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<h5 class="wp-block-heading has-text-align-center"><strong>Mehr zum Verein „Stehaufmännchen Niederrhein e.V.” unter:</strong><br><br><strong><a href="http://www.stehaufmaennchen.de" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">www.stehaufmaennchen.de</mark></a></strong></h5>



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			</item>
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		<title>Hilfe für kranke Kinder und Jugendliche</title>
		<link>https://pureandpositive.com/onko-land/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Prizelius]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 00:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KIDS & FAMILY]]></category>
		<category><![CDATA[Focused]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Onko Land]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://pureandpositive.com/?p=255017</guid>

					<description><![CDATA[Wenn Kinder und Jugendliche schwer krank werden und sind, bedeutet das einen tiefen Einschnitt in das Leben der ganzen Familie. Neben der medizinischen Versorgung ist es dann aber auch wichtig, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Wenn Kinder und Jugendliche schwer krank werden und sind, bedeutet das einen tiefen Einschnitt in das Leben der ganzen Familie. Neben der medizinischen Versorgung ist es dann aber auch wichtig, mental in der Kraft zu bleiben und den Lebensmut zu stärken. Optimismus spielt hier eine entscheidende Rolle. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Gefühl, sondern eine aktive Haltung, die sowohl den Betroffenen als auch ihren Familien helfen kann, mit den Herausforderungen umzugehen. Durch eine positive Perspektive können sie Hoffnung und Stärke finden, um den oft steinigen Weg der Genesung zu meistern.</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bücher und Spiele spielen eine entscheidende Rolle bei der Genesung von Kindern und Jugendlichen, die schwer krank sind. Sie dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern sind auch wichtige therapeutische Werkzeuge. Die “<a href="https://amzn.to/4gDyzbh" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Onko-Land Buddy Box</mark></a>” ist dafür ein tolles Beispiel. Dabei handelt es sich um ein interaktives Hör-Abenteuer, das speziell für schwerkranke Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 15 Jahren konzipiert wurde. Das Projekt wurde vom Verein Element 3 e.V. in Zusammenarbeit mit der Veronika-Stiftung entwickelt<em>&nbsp;</em>und gemeinsam mit dem medhochzwei Verlag umgesetzt. Wir haben mit den beiden Autoren, Kathrin Feldhaus und Michael Kaiser, gesprochen.</strong></p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie entstand die Idee zu „<a href="https://amzn.to/4gDyzbh" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Onko-Land</mark></a>“ und was war Ihnen bei der Entwicklung der Buddy-Box besonders wichtig?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Kathrin Feldhaus: <em>Wir beide beschäftigen uns seit vielen Jahren in Theater- oder Buchprojekten mit der Lebenssituation und dem Alltag von schwerkranken Kindern und Jugendlichen.</em> Für das Buch „Ich hab jetzt die gleiche Frisur wie Opa“ (hrsg. von der Veronika-Stiftung) beispielsweise habe ich 2014 ein Jahr lang Gespräche mit Betroffenen auf der Kinderkrebsstation der Uniklinik in Tübingen geführt. <em>Und Michael hat die Pflegenden dort vier Jahre später für ein Sachbuch über Care-Arbeit in ihrem Berufsalltag auf Station begleitet.</em></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Michael Kaiser: Schwer zu erkranken und in ein Krankenhaus zu müssen, ist für alle Menschen eine absolute Ausnahmesituation – für Kinder und Jugendliche aber noch einmal besonders belastend. <em>Wir wollten ihnen etwas an die Hand geben, das Trost spendet, Mut macht und im oft zähen Stationsalltag auf unterschiedlichen Ebenen unterstützt. </em>Die Grundidee war, eine Geschichte zu schreiben, die genau dort – also im Klinikzimmer – beginnt, dann aber in eine Welt führt, in der alles möglich ist und der Vorstellungskraft keine Grenzen gesetzt sind.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Es war ganz toll und berührend, wie offen die Kinder und Jugendlichen waren, mit denen wir vor Ort gesprochen haben, und was sie alles mit uns geteilt haben – wie es sich angefühlt hat, eine lebensverändernde Diagnose zu bekommen, wie die Ankunft auf Station für sie war, wie sie ihren Alltag vermissen und wie sehr die Gefühle Achterbahn fahren.”</em></strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Welche Rolle spielten die Perspektiven und Wünsche von betroffenen Kindern und Jugendlichen bei der Konzeption des Hör-Abenteuers?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Michael Kaiser: Diese Perspektiven von Anfang an einzubeziehen, war uns bei der Entwicklung der Box besonders wichtig – anders wäre es für uns nicht vorstellbar gewesen! Deshalb haben wir in der Entwicklung eng mit einer Akut- und einer Reha-Klinik zusammengearbeitet.</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Kathrin Feldhaus: Es war ganz toll und berührend, wie offen die Kinder und Jugendlichen waren, mit denen wir vor Ort gesprochen haben, und was sie alles mit uns geteilt haben – wie es sich angefühlt hat, eine lebensverändernde Diagnose zu bekommen, wie die Ankunft auf Station für sie war, wie sie ihren Alltag vermissen und wie sehr die Gefühle Achterbahn fahren.<em> Auch viele fantasievolle Ideen sind in das Hörspiel eingeflossen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Michael Kaiser: Die meisten Orte und Figuren, die uns in der Buddy-Box begegnen, stammen aus diesen Gesprächen. Hannah, die der Hauptfigur Lou ihre Stimme leiht, hat uns von ihrem Stimmungs-Oktopus aus Plüsch erzählt. <em>Ihn hat sie während ihrer Zeit im Krankenhaus geschenkt bekommen, damit sie Leuten, die das Zimmer betreten, ohne Worte ihre aktuelle Gefühlslage zeigen kann.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kathrin Feldhaus: Das fanden wir so charmant, dass schnell die Idee geboren war, einen Oktopus als Begleiter von Lou in unser Hör-Abenteuer einzubauen und ihn der Box auch in Kartenform beizulegen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="462" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/ONKO-Land_Kartenmontage-1024x462.png" alt class="wp-image-255046" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/ONKO-Land_Kartenmontage-1024x462.png 1024w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/ONKO-Land_Kartenmontage-980x442.png 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/ONKO-Land_Kartenmontage-480x217.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Verlag medhochzwei, Illustration: Esfir Brod</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie kann „Onko-Land“ schwerkranken Kindern im Klinikalltag helfen, ihre Gefühle zu entdecken und zu verarbeiten?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Michael Kaiser: Das Zentrum der Buddy-Box ist das Hör-Abenteuer rund um die Reise von Lou, Oktopus und Infusionsständer durch <a href="https://amzn.to/4gDyzbh" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Onko-Land </mark></a>und zu ihren Emotionen. <em>Der Oktopus fühlt nämlich ständig zu viel, der Infusionsständer hingegen zu wenig, und Lou muss lernen, mit dem Leben nach der Diagnose klarzukommen.</em></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Kathrin Feldhaus: Die Kinder und Jugendlichen können die Reihenfolge der Geschichte selbst bestimmen.<em> Das ist ein wichtiger Punkt, da ihnen in ihrer Situation oft fast jede Form von Selbstbestimmung genommen wird, wenn sie sich beispielsweise auf einer Krebsstation befinden, auf ein Spenderorgan warten oder unter einer anderen schweren Erkrankung leiden.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Michael Kaiser: Die jungen Menschen in der Reha-Klinik haben den Wunsch geäußert, selbstbestimmt zu entscheiden, was man je nach Situation hören möchte. <em>Auch deshalb haben wir die Möglichkeit eingebaut, ein zur aktuellen Gefühlslage passendes Kapitel auszusuchen.</em></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Kathrin Feldhaus: Jede Episode rückt dabei einen anderen Aspekt der Erkrankung ins Zentrum: Mal geht es um das Thema Essen und Appetitlosigkeit, mal um die Angst, den Anschluss zu verpassen usw.</p>



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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="415" height="564" data-id="255254" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/ONKO-Land_Box-Cover.png" alt class="wp-image-255254" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/ONKO-Land_Box-Cover.png 415w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/ONKO-Land_Box-Cover-221x300.png 221w" sizes="(max-width: 415px) 100vw, 415px"></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="527" height="745" data-id="255255" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/Illustration-02_Esfir-Brod-aka-Inkjam.png" alt class="wp-image-255255" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/Illustration-02_Esfir-Brod-aka-Inkjam.png 527w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/Illustration-02_Esfir-Brod-aka-Inkjam-480x679.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 527px, 100vw"></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="527" height="745" data-id="255256" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/Illustration-01_Esfir-Brod-aka-Inkjam.png" alt class="wp-image-255256" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/Illustration-01_Esfir-Brod-aka-Inkjam.png 527w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/Illustration-01_Esfir-Brod-aka-Inkjam-480x679.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 527px, 100vw"></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Verlag medhochzwei, Illustration: Esfir Brod</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Das Hörspiel regt die Fantasie an, die in der Box enthaltenen Aktions- und Buddy-Karten laden dazu ein, sich mit der belastenden Situation und den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen.”</em></strong></p>



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</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Welche Elemente und Inhalte umfasst die Buddy-Box und wie werden diese im Klinikalltag eingesetzt?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Kathrin Feldhaus: Das Hörspiel regt die Fantasie an, die in der Box enthaltenen Aktions- und Buddy-Karten laden dazu ein, sich mit der belastenden Situation und den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen. <em>In anderen Kapiteln geht es darum, die Rätsel der Hexe der Zuflucht zu lösen, um sie anschließend auf verschiedene Traumreisen zu begleiten und dabei zu entspannen. </em>Bei der Erarbeitung dieser Inhalte haben wir mit einer Kunsttherapeutin zusammengearbeitet, die selbst auf einer Kinderkrebsstation tätig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Michael Kaiser: Wann, auf welche Weise und wie intensiv diese Elemente eingesetzt werden, entscheiden die Kinder und Jugendlichen selbst – je nachdem, wie es ihnen gerade körperlich und psychisch geht.</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Warum haben Sie sich für das Format eines interaktiven Hörspiels mit ergänzenden Karten und Rätseln entschieden?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph">Michael Kaiser: Im Krankenbett verbringen die meisten Menschen richtig viel Zeit vor Bildschirmen. Wir wollten dem etwas entgegensetzen – etwas „Echtes“ zum Anfassen und Erkunden, etwas, das alle Sinne anspricht und die Fantasie anregt. Einen großen Beitrag dazu leisten die fantastischen Karten-Illustrationen von Esfir Brod und die Musik von Hannes Wittmer.</p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="967" height="774" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/janko-ferlic-zHJ4ph3GRyg-unsplash.jpg" alt class="wp-image-255047" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/janko-ferlic-zHJ4ph3GRyg-unsplash.jpg 967w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/janko-ferlic-zHJ4ph3GRyg-unsplash-480x384.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 967px, 100vw"></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Unsplash</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie haben die Kooperationen mit Kliniken und Stiftungen zur Qualität und Authentizität des Projekts beigetragen?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Kathrin Feldhaus: Ohne unsere Gespräche mit Betroffenen und dem Personal auf den Stationen wäre dieses Projekt nicht denkbar gewesen! Da gibt es so viele Besonderheiten und Details, die man sich als Autorin und Autor gar nicht ausdenken kann. <em>Die Veronika-Stiftung, die das Projekt finanziert hat, hat uns im Prozess beratend begleitet und auch die Verbindung zum Verlag hergestellt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Michael Kaiser: <em>Authentizität ist wahrscheinlich überhaupt das Wichtigste bei einem Projekt wie diesem. </em>Die Kinder und Jugendlichen, mit denen wir in der Recherchephase gearbeitet haben, haben gespürt, dass wir genau das suchen – und deshalb waren sie uns gegenüber so offen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><em><strong>„Wir wünschen uns vor allen Dingen, dass die Box möglichst vielen Kindern und Jugendlichen in schweren Zeiten Ablenkung bietet, Mut macht und bei der Verarbeitung ihrer Gefühle hilft.”</strong></em></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Welche Rückmeldungen haben Sie bisher von Kindern, Eltern oder Klinikpersonal zu „Onko-Land“ erhalten?</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Michael Kaiser: <em>Wir freuen uns immer sehr, wenn wir gespiegelt bekommen, dass die Box jungen Menschen bei Krankenhausaufenthalten oder anschließend bei der Reflexion des Erlebten hilft.</em> Aufklärung und eine gute medizinische Behandlung seien schließlich nur eine Seite der Therapie, meinte einmal ein Arzt im Zusammenhang mit „<a href="https://amzn.to/4gDyzbh" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Onko-Land</mark></a>“, ebenso wichtig sei die mentale Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kathrin Feldhaus: Erst kürzlich hat uns die Rückmeldung einer 15-jährigen Patientin aus einer Klinik im Ruhrgebiet erreicht, die durch die Box dazu angeregt wurde, ein Chemo-Tagebuch zu führen.<em> Sie möchte damit die guten Tage dokumentieren und sich selbst motivieren, wenn es mal schlecht läuft.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Was wünschen Sie sich für die Zukunft von „Onko-Land“ und gibt es Pläne für weitere Projekte in diesem Bereich?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kathrin Feldhaus: Wir wünschen uns vor allen Dingen, dass die <a href="https://amzn.to/4gDyzbh" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Box</mark></a> möglichst vielen Kindern und Jugendlichen in schweren Zeiten Ablenkung bietet, Mut macht und bei der Verarbeitung ihrer Gefühle hilft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Michael Kaiser: … und Ideen für neue Projekte haben wir eigentlich immer. Mal sehen, was die Zukunft bringt, wir bleiben auf jeden Fall am Ball!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" data-id="255042" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/kathrin_feldhaus_Foto-Britt-Schilling-1024x683.jpg" alt class="wp-image-255042" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/kathrin_feldhaus_Foto-Britt-Schilling-980x653.jpg 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/kathrin_feldhaus_Foto-Britt-Schilling-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="255043" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2026/09/michael_kaiser_foto_britt_schilling-683x1024.jpg" alt class="wp-image-255043"></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Bilder von dem Autoren-Team Kathrin Feldhaus und Michael Kaiser: © Britt Schilling</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>Kathrin Feldhaus und Michael Kaiser sind die Autoren des Hör-Abenteuers „Onko-Land“. Sie haben die „Buddy-Box“ mit dem Hörspiel und weiteren kreativen Materialien konzipiert und realisiert</em>:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Kathrin Feldhaus</strong> entwickelt für den Freiburger Verein Element 3 seit 2012 partizipative Projekte im Kontext gesellschaftspolitischer Fragen. Zuvor hat sie mit Michael Kaiser und weiteren Co-Autoren bereits das Sachbuch „Auf Klingel – Berufsalltag und Leben von Menschen in der Pflege“ und „Ich hab jetzt die gleiche Frisur wie Opa – Wie kranke Kinder und Jugendliche das Leben sehen” veröffentlicht.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Michael Kaiser</strong> ist künstlerischer Leiter des Jungen Theaters Freiburg und dort als Autor, Dramaturg, Regisseur und Performer tätig. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sind Theaterproduktionen zum Thema „Krankheit und Gesellschaft“, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(Hinweis: Die im Text angegebenen Links sind Affiliate-Links.)</em></p>



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<h5 class="wp-block-heading has-text-align-center"><strong><a href="https://amzn.to/4gDyzbh" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Mehr dazu HIER.</mark></a></strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



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		<title>Jugendliche im Krisenmodus auffangen!</title>
		<link>https://pureandpositive.com/jugendnotmail/</link>
					<comments>https://pureandpositive.com/jugendnotmail/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christin Prizelius]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 00:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KIDS & FAMILY]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[JugendNotmail]]></category>
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					<description><![CDATA[Jugendliche in der heutigen Zeit stehen vor einer Vielzahl von komplexen Herausforderungen, die sich aus globalen Krisen, gesellschaftlichen Entwicklungen und der rasanten Digitalisierung ergeben. Das hat unter anderem Auswirkungen auf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Jugendliche in der heutigen Zeit stehen vor einer Vielzahl von komplexen Herausforderungen, die sich aus globalen Krisen, gesellschaftlichen Entwicklungen und der rasanten Digitalisierung ergeben. Das hat unter anderem Auswirkungen auf die psychische Gesundheit oder das Wohlbefinden. Viele Jugendliche leiden unter hohem Leistungsdruck in Schule und Ausbildung, dem Wunsch nach perfekter Selbstdarstellung in sozialen Medien und Zukunftsängsten. Aber auch Kriege (wie in der Ukraine und im Nahen Osten), Klimawandel, Inflation und Energieknappheit belasten die psychische Gesundheit junger Menschen erheblich und führen zu Sorgen und Ängsten. Studien zeigen, dass psychische Auffälligkeiten und Beeinträchtigungen der Lebensqualität zugenommen haben, insbesondere nach der Corona-Pandemie. </em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Trotz steigenden Bedarfs gibt es oft lange Wartezeiten für Therapieplätze und psychologische Unterstützung. Katharina Claessen von JugendNotmail teilt mit uns daher in in diesem Beitrag, wie Jugendlichen geholfen werden kann.</strong> <strong>JugendNotmail ist eine kostenlose und vertrauliche Online-Beratung für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Sie richtet sich an junge Menschen bis 19 Jahre, die Sorgen, Probleme oder Ängste haben und jemanden zum Reden brauchen. Die Botschaft ist klar: JugendNotmail ist für dich da: Ehrenamtliche Beraterinnen und Berater hören zu und verstehen dich!</strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Einsamkeit, Leistungsdruck und Zukunftsängste belasten immer mehr Kinder und Jugendliche – und diese Belastungen sind oft langwierig, denn die Corona-Pandemie war für viele ein tiefer Einschnitt, der nachhaltige seelische Spuren hinterlassen hat. <em>Der Druck auf Kinder und Jugendliche bleibt bestehen, auch jetzt, wo sich das Leben wieder normalisiert hat. Viele fühlen sich mental überfordert, Orientierungslosigkeit und Sorgen nehmen zu.</em> Zwischen schulischen Anforderungen, dem Einfluss von sozialen Medien, familiären Herausforderungen und dem Gefühl, fehl am Platz zu sein oder niemanden zum Reden zu haben, gibt es viele Belastungen, die junge Menschen tragen müssen. Eine <a href="https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/lisa-paus-startet-app-junoma-des-online-beratungsangebotes-jugendnotmail-228134" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Studie der Universität Ulm und Hamburg</mark></a> zeigt, dass immer mehr junge Menschen mit Ängsten, Depressionen oder Selbstzweifeln zu kämpfen haben. Mittlerweile ist jede bzw. jeder Fünfte psychisch belastet. Damit sind diese Belastungen nicht nur spürbar, sondern auch messbar. Immer kosten sie Lebensqualität, manchmal sogar Leben.&nbsp;<em>Was junge Menschen jetzt brauchen? Jemanden, der zuhört. Der da ist, wenn ihnen alles zu viel wird. Ohne Wartezeiten, ohne Hürden, ohne Stress.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="333" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/08/Maedchen-alleine-Krise.jpg" alt class="wp-image-254910" style="width:772px;height:auto" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/08/Maedchen-alleine-Krise.jpg 500w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/08/Maedchen-alleine-Krise-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 500px, 100vw"></figure>



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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Bild: © JugendNotmail</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><em><strong>„Die Themen, die Jugendliche umtreiben, sind so vielfältig wie das Leben selbst. Von Streit zu Hause, Mobbing in der Schule, Liebeskummer bis hin zu Selbstverletzung, Essstörungen oder Suizidgedanken – alles findet bei JugendNotmail Raum.”</strong></em></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ein sicherer Ort im Netz</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Der beste Weg, Jugendliche zu erreichen, ist dort, wo sie sich ohnehin aufhalten: im Internet. Seit über 20 Jahren können Kinder und Jugendliche sich online Hilfe bei<mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"> </mark><a href="https://jugendnotmail.de/" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">JugendNotmail </mark></a>holen. <em>Ganz anonym, kostenlos und so oft wie sie es brauchen. Ob per Mail oder Chat: Sie schreiben, was sie belastet und bekommen professionelle Hilfe von ausgebildeten Beraterinnen und Berater. Dabei wird kein Druck ausgeübt. </em>Es geht lediglich darum, den Jugendlichen zu vermitteln, dass es jemanden gibt, der ihnen zuhört und ihnen helfen kann.<em> Die Themen, die Jugendliche umtreiben, sind so vielfältig wie das Leben selbst. Von Streit zu Hause, Mobbing in der Schule, Liebeskummer bis hin zu Selbstverletzung, Essstörungen oder Suizidgedanken – alles findet bei JugendNotmail Raum. </em>Hinzu kommen die Belastungen durch globale Krisen und gesellschaftliche Umbrüche, die das Leben junger Menschen zusätzlich prägen. Für jedes Anliegen und jeden Einzelnen gibt es hier einen sicheren Platz. Erleichternd ist, dass die Tendenz der jungen Menschen, sich Hilfe zu suchen, steigt. Doch mittlerweile erreicht JugendNotmail mehr als 1.500 Nachrichten im Monat. Obwohl die Nachfrage in den letzten Jahren stark gestiegen ist, stößt das Team bald an seine Grenzen und braucht dringend weitere Unterstützung auf freiwilliger Basis.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>„<em>Es ist normal, sich zu fragen, ob der eigene Beitrag wirklich einen Unterschied macht. Doch gerade wenn es um junge Menschen in Not geht, kann schon die allererste Nachricht von unschätzbarem Wert sein.</em>”</strong></p>
</blockquote>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Warum Engagement zählt: Wenn Jugendliche Hilfe brauchen</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph"><em>Es ist normal, sich zu fragen, ob der eigene Beitrag wirklich einen Unterschied macht. Doch gerade wenn es um junge Menschen in Not geht, kann schon die allererste Nachricht von unschätzbarem Wert sein. </em>Genau hier setzt die Unterstützung der Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler an: Eine einfache, aber tiefgreifende erste Antwort kann der entscheidende Schritt aus der Isolation sein. Ein aufrichtiges „Ich höre dir zu“ schenkt Mut und eröffnet einen sicheren Raum für all die Sorgen, die das Leben junger Menschen prägen.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="684" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/08/Jugendliche-1024x684.jpg" alt class="wp-image-254913" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/08/Jugendliche-980x655.jpg 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/08/Jugendliche-480x321.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">BIld: © JugendNotmail</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Du könntest helfen – als Beraterin oder Berater bei JugendNotmail</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>JugendNotmail sucht engagierte Menschen, die sich als ehrenamtliche Beraterinnen und Berater einbringen möchten. </em>Eine wertvolle Möglichkeit, die 24/7 Beratungsstelle zu unterstützen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu leisten, ist die kostenlose <a href="https://jugendnotmail.de/beraten/" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Ausbildung zum/zur ehrenamtlichen Beraterin bzw. Berater</mark></a> –&nbsp;Mindestvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium in Psychologie, sozialer Arbeit oder Sozialpädagogik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie gestaltet sich die kurzweilige &amp; intensive Ausbildung?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nach einem Lebenslauf-Check und einem persönlichen Gespräch zur Eignung kann jede:r, der/die die Kapazität im Alltag hat und über ein abgeschlossenes Studium in Psychologie, sozialer Arbeit oder Sozialpädagogik, das Team von JugendNotmail unterstützen.</li>



<li>Die Ehrenamtlichen starten mit einem Einführungs-Workshop &amp; werden mit kontinuierlichen Coachings, Online-Supervisionen und spezialisierten Fortbildungen begleitet.</li>



<li>Alle Beraterinnen und Berater starten zunächst in der Mailberatung, um erste Erfahrungen zu sammeln. Danach besteht die Möglichkeit, sich zusätzlich für die Chat-Beratung mit festen Zeiten einzutragen.</li>



<li>Die Einsatzplanung gestaltet sich nach Absprache flexibel, und auch längere Pausen zum Selbstschutz sind möglich.</li>



<li>Bewerbungen bitte an diese Email-Adresse schicken:<mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-black-color"><a href="info@jugendnotmail.de"> </a></mark><a href="info@jugendnotmail.de"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">info@jugendnotmail.de&nbsp;</mark></a></li>
</ul>



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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/08/Schreibs-dir-von-der-Seele-1024x1024.png" alt class="wp-image-254908" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/08/Schreibs-dir-von-der-Seele-980x980.png 980w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/08/Schreibs-dir-von-der-Seele-480x480.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw"></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bild: © JugendNotmail</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wenn du also Lust hast, mit deinem Wissen, deinem Herzen und ein paar Stunden Zeit pro Woche eine echte Veränderung zu bewirken, dann melde dich bei JugendNotmail. Dein Engagement ist der Funke, der Jugendlichen den Weg zum Weitergehen weisen kann.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading has-text-align-center"><strong>Mehr Infos gibt es unter: <a href="http://www.jugendnotmail.de" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">www.jugendnotmail.de&nbsp;</mark></a></strong></h5>



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		<title>Kinder und Familien stärken.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christin Prizelius]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2025 00:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KIDS & FAMILY]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Biemann]]></category>
		<category><![CDATA[Die Sendung mit der Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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					<description><![CDATA[Christoph Biemann ist seit Jahren als einer der Moderatoren aus „Die Sendung mit der Maus“ bekannt und außerdem einer der Experten der Quizshow „Frag doch mal die Maus“. Uns hat [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Christoph Biemann ist seit Jahren als einer der Moderatoren aus „Die Sendung mit der Maus“ bekannt und außerdem einer der Experten der Quizshow „Frag doch mal die Maus“. Uns hat er ein paar Fragen beantwortet. Wir schauen vor diesem Hintergrund außerdem nochmal auf die „<strong>Die Familie als Fundament: Wie sie Kinder in ihrer Entwicklung stärken kann und muss</strong>”.</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Lieber Christoph, was halten Sie gerade in diesen Zeiten für Kinder besonders wichtig und wie kann man sie stärken und inspirieren für eine “bessere Welt von morgen”?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Mir ist besonders wichtig, dass Kinder glücklich aufwachsen. Also möglichst wenig Stress und keinen Leistungsdruck.</em> Es ist auch in Ordnung, wenn man den Kindern klar macht, dass es nicht glücklich macht, nur zu chillen. <em>Ganz wichtig ist auch zum Lesen anzuregen!</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Gibt es etwas, was Sie nach all den Jahren “Sachgeschichten für die Sendung mit der Maus” immer noch beeindruckt bzw. was Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin immer noch tief beeindruckt, was sich die Natur in den Millionen Jahren hat einfallen lassen. <em>Allein wie der menschliche Körper funktioniert ist atemberaubend, wenn man mal näher hinguckt…</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong><em>„Und außerdem sehe ich, dass die Kinder von heute und die Forscher von morgen noch so viel zu tun haben. Wenn sie neugierig genug sind, werden sie auch viel entdecken!”</em></strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Gibt es etwas, was Sie selbst noch nicht ausreichend wissen und wo Sie “Forscherdrang” verspüren?</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Je mehr ich erfahre und lerne, umso bewusster wird mir, wie wenig ich weiß. Das finde ich aber wenig beunruhigend, denn heute kann man schnell Antworten finden. <em>Und außerdem sehe ich, dass die Kinder von heute und die Forscher von morgen noch so viel zu tun haben.</em> Wenn sie neugierig genug sind, werden sie auch viel entdecken!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="480" src="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/07/christoph-exp.jpg" alt class="wp-image-254652 size-full" srcset="https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/07/christoph-exp.jpg 640w, https://pureandpositive.com/wp-content/uploads/2025/07/christoph-exp-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 640px, 100vw"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Christoph Biemann</strong> ist Jung und Alt seit einigen Generationen, vor allem durch “Die Sendung mit der Maus” bekannt. 1989 gründete er seine eigene Produktionsfirma, <em>Delta TV</em></em>, <em>und produziert damit seine Sachgeschichten für die Sendung mit der Maus selbst</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Mehr dazu unter: </strong></h5>



<h5 class="wp-block-heading"><strong><a href="http://www.mauschristoph.de" target="_blank" rel="noopener"><mark style="background-color:#ffffff" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">www.mauschristoph.de</mark></a></strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bild: © Christoph Biemann</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Das Interview ist in einer vorherigen Ausgabe und Supplement-Kooperation des Magazins Pure &amp; Positive erschienen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ergänzung zum Interview von Christin Prizelius:</strong> <strong>Die Familie als Fundament: Wie sie Kinder in ihrer Entwicklung stärken kann und muss</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Die Familie ist der erste und wichtigste Lebensraum eines Kindes. Sie bietet Geborgenheit, Orientierung und Unterstützung – und legt damit das Fundament für eine gesunde seelische, soziale und kognitive Entwicklung. Doch wie genau kann und muss die Familie Kinder in ihrer Entwicklung stärken? Im Folgenden möchte ich dazu ein paar zentrale Aspekte beleucht</em></strong><em><strong>en:</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>1. Emotionale Geborgenheit und Bindung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Kinder brauchen emotionale Sicherheit. Eine liebevolle, verlässliche Beziehung zu den Eltern oder Erziehungsberechtigten gibt ihnen das Gefühl, angenommen und verstanden zu werden.</em> Diese Bindung ist die Basis für Selbstvertrauen und die Fähigkeit, später stabile Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie kann die Familie das fördern?</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zuwendung und Aufmerksamkeit schenken</li>



<li>Gefühle ernst nehmen und offen ansprechen</li>



<li>Trost und Unterstützung in schwierigen Situationen bieten</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>2. Wertevermittlung und Orientierung</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Familie ist der erste Ort, an dem Kinder Werte, Normen und soziale Regeln kennenlernen. </em>Sie lernen, was richtig und falsch ist, wie man Konflikte löst und mit anderen umgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie kann die Familie das fördern?</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Vorbild sein: Eltern sollten Werte wie Respekt, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft vorleben</li>



<li>Gemeinsame Rituale und Regeln etablieren</li>



<li>Über Entscheidungen und deren Konsequenzen sprechen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>3. Förderung von Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Kinder brauchen Freiräume, um eigene Erfahrungen zu machen und Verantwortung zu übernehmen.</em> Die Familie sollte sie ermutigen, Neues auszuprobieren und aus Fehlern zu lernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie kann die Familie das fördern?</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kinder altersgerecht in den Alltag einbeziehen (z.B. beim Kochen, Einkaufen)</li>



<li>Aufgaben übertragen und Vertrauen schenken</li>



<li>Erfolge loben, aber auch bei Misserfolgen unterstützen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>4. Bildung und Förderung individueller Talente</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eltern spielen eine zentrale Rolle bei der Förderung der Talente und Interessen ihrer Kinder. <em>Sie können Neugier wecken und Lernprozesse begleiten.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie kann die Familie das fördern?</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gemeinsames Lesen, Spielen und Forschen</li>



<li>Hobbys und Interessen unterstützen</li>



<li>Bei schulischen Herausforderungen helfen, ohne zu überfordern</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>5. Unterstützung in Krisenzeiten</strong></h5>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Krisen gehören zum Leben – auch für Kinder. </em>Die Familie muss in schwierigen Zeiten Halt geben, zuhören und gemeinsam Lösungen suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie kann die Familie das fördern?</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Offen über Probleme sprechen</li>



<li>Gemeinsam nach Lösungen suchen</li>



<li>Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn nötig</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h5 class="wp-block-heading" id="fazit"><strong>Fazit</strong></h5>



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<p class="wp-block-paragraph">Die Familie ist weit mehr als ein Ort des Zusammenlebens. <em>Sie ist ein Schutzraum, ein Lernfeld und ein Ort der Liebe. Indem sie Kindern Geborgenheit, Orientierung, Freiräume und Unterstützung bietet, stärkt sie sie für die Herausforderungen des Lebens.</em> In einer sich ständig verändernden Welt ist die Familie damit wichtiger denn je – <em>und trägt entscheidend dazu bei, dass Kinder zu selbstbewussten, verantwortungsvollen und glücklichen Menschen heranwachsen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



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