Gemeinsam für eine bessere Welt

Das wahre „Original“ ist die Gemeinschaft

Christin Prizelius | 06.01.2026 | Das wahre „Original“ ist die Gemeinschaft | © Patrick Rosenkranz, Unsplash

Hamburg, meine Perle. Diese Stadt ist für viele Dinge bekannt: den Hafen, die Reeperbahn, die Speicherstadt. Doch für viele, die hier leben und atmen, sind es vor allem die Menschen, die diesen Ort zu etwas Besonderem machen. Eine Mischung aus hanseatischer Kühle und warmer, unverstellter Herzlichkeit, die erst im Miteinander wirklich zum Vorschein kommt. Zwei Initiativen verkörpern dieses einzigartige Hamburger Gefühl auf beeindruckende Weise: Hanseatic Help und die Gemeinschaft der „Hamburger Originale“.

Es ist eine Geschichte von Pragmatismus, Solidarität und dem unbedingten Willen, einfach zu machen und die Stadt besser zu gestalten. Die Hamburger Originale sind ein Beispiel dafür, wie Gemeinschaft neu gelebt werden kann, von dem Pure & Positive jetzt auch ein Teil ist. Hier nun ein persönlicher Blick auf Hanseatic Help und die „Hamburger Originale“: Das Herz einer Stadt, die anpackt!

Der Hafen der Hilfe: Hanseatic Help

Die Entstehungsgeschichte von Hanseatic Help e.V. im Jahr 2015 ist ein Sinnbild für die Stärke bürgerschaftlichen Engagements in Hamburg. Als die Stadt vor der Herausforderung stand, eine große Zahl Geflüchteter unterzubringen und zu versorgen, war es nicht die Bürokratie, sondern eine Welle der Hilfsbereitschaft, die sich Bahn brach. Was mit einem Aufruf zu Sachspenden in einer Messehalle begann, entwickelte sich in Windeseile zu einer professionellen und zugleich zutiefst menschlichen Hilfsorganisation. Es war ein überwältigendes Chaos der Empathie. Menschen brachten alles, was sie entbehren konnten: Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel. Die Herausforderung war immens: Wie sortiert man Tausende von Kisten und Säcken? Hanseatic Help hat hier schnell gezeigt, dass hanseatische Tugenden – Organisation, Pragmatismus und ein gutes Netzwerk – in der Nothilfe Gold wert sind.

Was an Hanseatic Help tief beeindruckt, ist die nachhaltige Denkweise. Sie sehen in Altkleidern nicht einfach Müll, sondern Wert. Sie machen aus scheinbar Ausrangiertem wieder einen Nutzen. Das ist mehr als bloße Nothilfe; es ist ein Statement gegen die Wegwerfgesellschaft und für die Wertschätzung von Ressourcen.

Heute ist die Halle in der Großen Elbstraße nicht nur eine Kleiderkammer, sondern ein logistisches Zentrum der Barmherzigkeit. Das Motto „einfach machen“ steht über allem. Sie versorgen nicht nur Geflüchtete, sondern auch Obdachlose und Menschen mit geringem Einkommen in Hamburg über die Hanseatic Help Stores, in denen sich Bedürftige selbstbestimmt einkleiden können. Und sie denken über die Stadtgrenzen hinaus, indem sie nicht benötigte, aber gute Spenden in Krisengebiete weltweit schicken. Was an Hanseatic Help tief beeindruckt, ist die nachhaltige Denkweise. Sie sehen in Altkleidern nicht einfach Müll, sondern Wert. Sie machen aus scheinbar Ausrangiertem wieder einen Nutzen. Das ist mehr als bloße Nothilfe; es ist ein Statement gegen die Wegwerfgesellschaft und für die Wertschätzung von Ressourcen. Darüber hinaus bieten sie Menschen, die lange aus dem Arbeitsleben ausgeschieden waren, eine sinnstiftende Tätigkeit und helfen bei der Entwicklung von Perspektiven. Hanseatic Help ist ein lebendiger Beweis dafür, dass Solidarität und Effizienz Hand in Hand gehen können. Sie sind der Hafen der Hilfe – ein Ort, an dem man nicht nur Gutes abgibt, sondern auch das gute Gefühl von Gemeinschaft und Miteinander tankt.

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Video: © Hamburger Originale

Die neue Haltung: Das Netzwerk „Hamburger Originale“

Neben den vielen historischen Persönlichkeiten, die den Begriff „Hamburger Originale“ (wie Hans Hummel oder die Zitronenjette) geprägt haben, gibt es eine neue, branchenübergreifende Initiative, die diesen Titel mit neuem Leben füllt. Die „Hamburger Originale“ – initiiert von Hoteliers und Unternehmern während der Corona-Krise – stehen nicht für ein verklärtes, nostalgisches Bild der Stadt, sondern für ein modernes, vielfältiges und verantwortungsvolles Hamburg. Für mich definieren diese „Originale“ eine neue, aktive Haltung in der Hamburger Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Es ist ein Zusammenschluss von Menschen und Unternehmen, die sagen: Wir sind nicht nur hier, um Geschäfte zu machen. Wir sind Hamburg. Und weil wir Hamburg sind und lieben, tragen wir die Verantwortung, es zu einem besseren, gerechteren und lebenswerteren Ort für alle zu machen. Das ist keine elitäre Vereinigung, sondern ein Netzwerk des Anpackens.

Man tauscht sich nicht nur über Profit und Projekte aus, sondern auch darüber, wie man Nachhaltigkeit, Bildung und Miteinander in den Fokus rücken kann. Wenn die „Hamburger Originale“ gemeinsam mit Hanseatic Help Hilfspakete packen, zeigen sie, dass Corporate Social Responsibility (CSR) in Hamburg nicht nur eine Marketingfloskel ist, sondern gelebte Solidarität.

Sie nutzen ihre jeweiligen Stärken und ihre Vernetzung, um Impulse zu setzen, die über den eigenen Tellerrand hinausgehen. Es geht um Austausch, Haltung und gemeinsames Gestalten. Die Zusammenarbeit mit Hanseatic Help – beispielsweise bei gemeinsamen „After Work Helfen“-Aktionen – ist ein perfektes Beispiel dafür. Hier trifft das pragmatische, logistische Engagement eines Hilfsvereins auf die Netzwerkkraft und die Reichweite von erfolgreichen Unternehmen. Man tauscht sich nicht nur über Profit und Projekte aus, sondern auch darüber, wie man Nachhaltigkeit, Bildung und Miteinander in den Fokus rücken kann. Wenn die „Hamburger Originale“ gemeinsam mit Hanseatic Help Hilfspakete packen, zeigen sie, dass Corporate Social Responsibility (CSR) in Hamburg nicht nur eine Marketingfloskel ist, sondern gelebte Solidarität. Es ist ein starkes Signal, wenn die Geschäftsführer großer Häuser oder erfolgreicher Firmen persönlich mit anpacken und zeigen, dass die gemeinsamen Werte wichtiger sind als die Branchengrenzen oder der Konkurrenzgedanke.

Fazit

Was Hanseatic Help und die „Hamburger Originale“ verbindet, ist die tiefe Erkenntnis: Echte Stärke liegt in der Gemeinschaft. Die Hanseatic Help-Halle ist nicht nur ein Ort der Spendenannahme, sondern ein Ort des Miteinanders für Ehrenamtliche aus allen Schichten und Kulturen. Die „Hamburger Originale“ sind ein Beleg dafür, dass der hanseatische Kaufmannsgeist hervorragend mit sozialer Verantwortung harmonieren kann. Sie widerlegen das Klischee vom kühlen, verschlossenen Hamburger. Sie zeigen, dass die vermeintliche Distanz in Wahrheit eine konzentrierte, auf das Handeln ausgerichtete Energie ist. Es wird nicht lange geredet, sondern gemacht. Das ist das wahre Hamburger Original: die Fähigkeit, in der Krise zusammenzustehen, die Ärmel hochzukrempeln und das Beste aus dem zu machen, was man hat – für sich und vor allem für andere. Diese Initiativen sind für mich nicht nur ein Lichtblick, sondern ein Motor für die Stadt. Sie inspirieren, erinnern uns daran, dass wir alle Teil des Ganzen sind, und fordern uns auf, uns ebenfalls einzubringen. Sie machen Hamburg nicht nur lebenswert, sondern liebenswert.

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