Gemeinsam für eine bessere Welt

Freude an innerem Wachstum und echter Begegnung

Christin Prizelius | 06.02.2026 | Interview mit Gabriela Linder | © Gabriela Linder

Gabriela Linder begleitet Menschen dabei, einen tiefen Zugang zur eigenen Seelenwelt zu finden – und das, was man dort entdeckt, mit Achtsamkeit, Klarheit und Selbstwirksamkeit in den eigenen Alltag zu bringen. Ob man sich in einer Umbruchsituation befindet, auf der Suche nach mehr Lebenssinn ist oder lernen möchte, andere mit der Seelenhaus-Methode zu begleiten: dann ist man bei ihr richtig. Gabriela hilft einem dabei, die eigenen inneren Räume — das Seelenhaus — zu entdecken, Blockaden zu lösen und neue Wege zu gehen – mit inneren Bildern, achtsamer Seelenarbeit und ganz viel Bodenständigkeit. Man lernt, die eigenen Gedanken zu lenken, Emotionen zu verstehen, Körpersignale zu deuten und sich mit seinem Herzraum zu verbinden. So entsteht Raum für Klarheit, Heilung und neue Entscheidungen – für einen selbst sowie als Begleiterin oder Begleiter für andere.

Du bist Wegbegleiterin, Bewusstseins-Schmiedin und ein Herzensmensch mit großer Freude an innerem Wachstum und echter Begegnung, wie du selbst sagst, und arbeitest mit Meditation, der Seelenhaus-Methode und auch Reflexzonentherapie. Wie war dein Weg dorthin? Was ist dein großes Anliegen damit? Gab es in deinem eigenen Leben einen spezifischen Moment, der dich dazu gebracht hat, dich so intensiv mit dem menschlichen Bewusstsein auseinanderzusetzen?

Es war ein langer und zugleich sehr erfüllender Weg. Schon als ganz junge Mutter, damals noch im kaufmännischen Bereich tätig, begann ich mich intensiv mit Meditation und Selbstreflexion zu beschäftigen. In mir war schon früh eine tiefe Sehnsucht nach mehr Sinn, Tiefe und echtem inneren Wachstum – und der Wunsch, etwas in der Welt beizutragen, das Menschen wirklich hilft. So führte mich mein Weg zunächst in die Körperarbeit. Ich ließ mich als Berufsmasseurin, Lymphdrainagetherapeutin und Fußreflexzonentherapeutin ausbilden, um Heilung auch über den Körper zu ermöglichen. Doch bald spürte ich, dass es noch eine weitere Ebene braucht – die seelische.

Ausbildungen in Hypnose und später in der Seelenhaus-Methode eröffneten mir diesen Zugang. Besonders berührend war für mich die Erkenntnis im „Arbeitszimmer“ meines eigenen Seelenhauses, wo sich meine Lebensaufgabe zeigte: das Unterrichten. Von da an hat sich mein Weg ganz natürlich weiterentwickelt – von der Anwenderin zur Ausbildnerin, von der Suchenden zur Begleiterin. Heute verbinde ich Körper‑, Energie- und Bewusstseinsarbeit zu einem Ganzen. Mein großes Anliegen ist es, Menschen zu begleiten, sich selbst in ihrer Tiefe zu erkennen, innere Räume zu heilen und ihr Leben bewusster und liebevoller zu gestalten.

„Weil 80 % unserer Wahrnehmung über den Sehsinn laufen, bringt das Schließen der Augen sofort Ruhe. Die Aufmerksamkeit kehrt in den Körper und ins Jetzt zurück. Das größte Hindernis dabei ist unsere Gewohnheit, ständig im Außen zu sein, statt uns selbst wahrzunehmen.”

Viele Menschen fühlen sich im „Hamsterrad“ gefangen. Welche eine kleine, tägliche Übung empfiehlst du, um das Bewusstsein auch in stressigen Momenten sofort zu schärfen? Was ist deiner Erfahrung nach das hartnäckigste Hindernis, das Menschen davon abhält, in ihr volles Bewusstsein zu treten?

Schon eine Minute genügt: Augen schließen, den Atem beobachten, den eigenen Puls spüren. Weil 80 % unserer Wahrnehmung über den Sehsinn laufen, bringt das Schließen der Augen sofort Ruhe.Die Aufmerksamkeit kehrt in den Körper und ins Jetzt zurück. Das größte Hindernis dabei ist unsere Gewohnheit, ständig im Außen zu sein, statt uns selbst wahrzunehmen.

Wir leben in einer Zeit extremer äußerer Reize. Glaubst du, dass die Menschheit gerade kollektiv „bewusster“ wird, oder bewegen wir uns eher in Richtung Betäubung?

Ich glaube, es geht in beide Richtungen. Einerseits erleben wir eine zunehmende Reizüberflutung, Ablenkung und auch Betäubung – viele Menschen versuchen einfach, das Tempo und die Informationsflut auszuhalten. Gleichzeitig wächst aber auch die Sehnsucht nach Bewusstsein, Sinn und echter Verbindung. Wir leben heute stark in Bubbles. Ich ertappe mich oft dabei, wie in mir dieser sehr sensible, fast kindliche Teil hofft, dass sich irgendwann alle Menschen mit Bewusstsein und innerem Frieden beschäftigen. Tatsache ist, dass wir heute stark in Bubbles leben. Doch meine tiefere, langfristige Haltung ist eine andere: Akzeptanz. Akzeptanz dafür, dass es auf dieser Erde alles gibt – Licht und Schatten, Bewusstheit und Unbewusstheit, Krieg und Frieden. Wir leben in einer Welt der Polarität, und genau das macht sie zu einem Lernfeld für die Seele. Wenn wir das annehmen, entsteht in uns selbst Frieden.

Bewusstseinsarbeit bedeutet ja oft, sich seinen Schattenseiten zu stellen. Wie begleitest du Menschen durch den Schmerz, der beim „Schmieden“ alter Wunden zwangsläufig entsteht?

Schattenseiten und alte Wunden sind für mich nicht dasselbe. Alte Wunden sind kleinere oder grössere Traumata, die im Laufe unseres Lebens entstehen. Einige davon sind bereits verheilt, andere bluten noch – manchmal leise, manchmal stark. Wenn sie durch äussere Umstände angetriggert werden, ist das ein Hinweis, dass hier noch etwas in Heilung kommen möchte. Schattenseiten hingegen sind jene destruktiven Anteile, die wir oft vor uns selbst verbergen, weil sie nicht schön sind – da, wo wir neidisch sind, nach Rache streben, bockig oder unversöhnlich reagieren. In meiner Arbeit ist der erste Schritt immer: Alles darf da sein. Der Schmerz, die Dunkelheit, die Scham – all das gehört zu unserer menschlichen Erfahrung. Ich bin überzeugt, dass der Kern jedes Menschen unschuldig und lichtvoll ist. Alles Schmerzhafte und Dunkle haben wir uns auf unserer Seelenreise „eingefangen“, um daran zu wachsen. Über Bewusstsein, Verständnis, Hinschauen und Fühlen entsteht allmählich Vergebung, Heilung und Dankbarkeit. Und genau darin liegt die alchemistische Kraft innerer Bewusstseinsarbeit: aus Schmerz wird Erkenntnis, aus Dunkelheit Mitgefühl.

Du sagst, dass die Bildmeditation Seelenhaus-Methode den Zugang zur eigenen Innenwelt öffnen kann. Für dich ist sie nicht nur ein Werkzeug, sondern eine Lebensweise geworden. Bitte erzähl uns mehr darüber…

Am Anfang erfordert die Arbeit mit der Seelenhaus-Methode Training, Selbstreflexion und Achtsamkeit: die Wahrnehmung der eigenen Gefühle und Emotionen, das Beobachten von Gedanken und Körperempfindungen sowie das Erkennen der inneren Zusammenhänge.Mit der Zeit geht diese Praxis jedoch in eine Alltagshaltung über. Die Beobachtungsgabe wird unglaublich geschärft, und die Anwendung der Heilungsprinzipien – wie um Hilfe bitten, Verständnis zeigen, Verbindung herstellen – fließen immer mehr automatisch in den Alltag ein.

Ein Beispiel: Ich bemerke einen Moment der Gereiztheit in einem Gespräch mit einem Kollegen. Anstatt impulsiv zu reagieren, nehme ich kurz wahr, was in mir passiert – vielleicht ein Gefühl von Ungeduld oder Verletztheit – und kann bewusst wählen, wie ich reagiere. Ich frage nach, höre zu und drücke mein Verständnis aus. So wird das Gespräch klarer, weniger belastet, und wir kommen leichter zu einer gemeinsamen Lösung. Auf diese Weise lösen sich viele destruktive Verstrickungen auf, und es entsteht mehr Leichtigkeit, Klarheit und innere Stabilität – nicht nur in mir, sondern oft auch in meinem Umfeld.

„Wenn wir uns gegenseitig in unserer Essenz erkennen und ermutigen, entsteht etwas zutiefst Heilsames – für uns selbst und weit darüber hinaus. (…) Vergib dir selbst – für alles, was du nicht konntest, noch nicht wusstest oder nicht ideal gehandelt hast – auch, dass du manchmal noch nicht vergeben kannst.”

Wie wirst du als Expertin im Inner Circle wirken wollen? Was wünschst du dir für dich und für uns alle?

Im Inner Circle möchte ich meine Erfahrung und meine Freude an innerer Bewusstseinsarbeit einbringen – als jemand, der seit vielen Jahren mit Menschen auf unterschiedlichen Ebenen arbeitet: körperlich, seelisch und geistig. Ich sehe mich als Impulsgeberin und Raumhalterin, die dazu beiträgt, dass wir miteinander wachsen, voneinander lernen und uns gegenseitig stärken. Ich wünsche mir für uns alle, dass wir diesen Kreis als nährendes Feld erleben – ein Ort, an dem Authentizität, Mitgefühl und ehrlicher Austausch selbstverständlich sind. Und für mich persönlich wünsche ich mir, weiterhin inspiriert zu werden, Neues zu lernen, mich zu zeigen und mich gleichzeitig vom kollektiven Wissen und der Herzenergie der Gemeinschaft tragen zu lassen. Wenn wir uns gegenseitig in unserer Essenz erkennen und ermutigen, entsteht etwas zutiefst Heilsames – für uns selbst und weit darüber hinaus.

Wenn du der Welt nur einen einzigen Satz hinterlassen könntest, um das Bewusstsein der Menschen nachhaltig zu verändern – welcher wäre das?

Vergib dir selbst – für alles, was du nicht konntest, noch nicht wusstest oder nicht ideal gehandelt hast – auch, dass du manchmal noch nicht vergeben kannst.

Mehr zu Gabriela in unserem Inner Circle HIER.

Egal ob jemand gerade mitten im Umbruch steckt, auf der Suche nach mehr Lebensfreude ist oder den Wunsch hat, sich selbst (wieder) besser zu spüren – Gabriela Linder begleitet mit offenem Herzen, klarem Blick und einer großen Portion Humor. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit der Seelenhaus-Methode – einer Bildmeditation, die den Zugang zur eigenen Innenwelt öffnet. Für sie ist sie nicht nur ein Werkzeug, sondern eine Lebensweise geworden. Sie nutzt sie beruflich, privat, in ihrer persönlichen Entwicklung und als liebevolle Begleiterin durch Höhen und Tiefen. Gabriela begleiten Meditation und Achtsamkeit seit fast 20 Jahren. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern und lebt mit ihrem Lebenspartner auf dem Land in der Schweiz. 

Mehr zu Gabriela Linder HIER.

Bild: © Gabriela Linder


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