Gemeinsam für eine bessere Welt

Herausforderungen unserer Zeit lösen.

Christin Prizelius | 28.11.2025 | Gastbeitrag von „Meistens Einfach!“ | © Pexels Artem Podrez, „Meistens Einfach!“

Unsere Gesellschaft steht vor immer mehr Herausforderungen, die den wirtschaftlichen und sozialen Wohlstand in Deutschland gefährden. Daran soll nun etwas geändert werden. Wir kennen sicher fast alle das Gefühl, dass beim Thema Klimawandel alles sofort kompliziert, überwältigend und irgendwie hoffnungslos wird. Genau hier setzt „Meistens Einfach!“ an und wird zur zentralen Anlaufstelle zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, denn darüber sollen Unternehmen, Kommunen und die Öffentlichkeit befähigt werden, selbständig zur Lösung der aktuellen Herausforderungen beizutragen und die verschiedenen Maßnahmen kennenzulernen. Es ist nicht nur ein Name, sondern eine echte Mission. Hier sollen gemeinsam die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit gelöst werden.

Es geht darum, „die dicken Bretter der Klimawissenschaft und ‑politik so zu bohren”, dass sie uns im Alltag wirklich etwas bringen. Die Macher, allen voran Autor Christian Serrer, wollen zeigen: Es ist meistens einfacher, als man denkt, zu verstehen und zu handeln. Ihr neues Buch* “Eis gegen heiss” ist im Grunde ein persönlicher, alltagstauglicher Überlebensguide für die Klimafolgen, die wir heute schon spüren. Es nimmt uns die Angst, indem es ganz konkrete, leicht umsetzbare Tipps liefert. Das Ziel von „Meistens Einfach!“ ist es, durch die Zentralisierung von Expertise aktuelle Herausforderungen schneller und effizienter lösen zu können. Da schauen wir nun in diesem Gastbeitrag genauer hin…

Eis gegen Heiss: Wie wir uns an die Folgen des Klimawandels anpassen müssen

Die vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, wie spürbar die Folgen des Klimawandels inzwischen auch in Deutschland angekommen sind. Global liegt die Erwärmung bereits bei rund 1,3 Grad Celsius. Unter anderem da sich Land schneller erwärmt als Ozeane, liegt der Temperaturanstieg in Deutschland seit Beginn der Industrialisierung sogar schon bei etwa 2,5 Grad Celsius. Diese Entwicklung bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich, die sowohl jede und jeden Einzelnen als auch unsere Gesellschaft als Ganzes betreffen. Häufigere Starkregenereignisse, intensivere Stürme, längere Hitzewellen, die Etablierung neuer Arten wie der Tigermücke, der Verlust biologischer Vielfalt oder auch psychische Belastungen und wirtschaftliche Risiken: Die Folgen sind vielfältig und gefährden die Lebensqualität und unseren Wohlstand – für uns und zukünftige Generationen. Deshalb müssen wir uns an die Veränderungen durch die globale Erwärmung anpassen – und zwar schon heute. Wie das gelingen kann zeigt das Buch Eis gegen Heiss: Wie wir uns an die Folgen der Erwärmung anpassen müssen. Es entstand in Kooperation zwischen der CS Science Communication GmbH und mehr als 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. In leicht verständlichen Texten und mit zahlreichen Illustrationen beschreibt es praxisnah, welch vielfältige Möglichkeiten der Anpassung uns insbesondere auf persönlicher Ebene zur Verfügung stehen. Kleine Kostprobe gefällig? Hier geht’s zur Leseprobe des Buches.


Was Klimaanpassung bedeutet

Ziel der Klimaanpassung ist es, die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf menschliche und natürliche Systeme zu begrenzen und gleichzeitig unsere Lebensqualität in einer sich verändernden Welt zu erhalten. Für einen bestmöglichen Schutz werden dabei sowohl Maßnahmen als Reaktion auf die bereits stattgefundenen klimatischen Veränderungen benötigt sowie zur Vorbereitung auf noch bevorstehende Auswirkungen eines möglichen weiteren Temperaturanstiegs. Dabei können die benötigten Maßnahmen sehr unterschiedlich sein und reichen von baulichen Lösungen über die Anpassung von Prozessen bis hin zu verhaltensbezogenen Maßnahmen – etwa zur gesundheitlichen Vorsorge an Hitzetagen. Wichtig ist auch, dass es nicht die eine wichtigste Maßnahme gibt. Genauso viele Folgen wie die Erwärmung hat, genauso viele Anpassungsmaßnahmen werden benötigt, um uns auf diese vorzubereiten. Das gute dabei ist, dass effektive Klimaanpassung nicht auf bahnbrechende wissenschaftliche Durchbrüche warten muss. Bereits heute stehen in nahezu allen Bereichen Anpassungsmaßnahmen zur Verfügung. Somit haben wir es selbst in der Hand uns auf persönlicher Ebene zu schützen. Von der Nutzung von Warnsystemen und dem richtigen Verhalten bei Extremwetter über den Schutz vor Tigermücken bis hin zu baulichen Schutzmaßnahmen oder dem ehrenamtlichen Engagement in Hilfsorganisationen zeigt „Eis gegen Heiss“ eindrücklich, wie uns dies gelingt. Besonders interessant dabei fanden wir die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere psychische Gesundheit und wie wir als Gemeinschaft Probleme besser bewältigen:


Haben wir den Klimaschutz aufgegeben?
Kurz gesagt: Nein.

Klimaanpassung ersetzt den Klimaschutz nicht – sie ergänzt ihn. Klimaschutz muss jedes weitere Zehntelgrad Erwärmung verhindern und ist essenziell, um eine Verschärfung der Folgen zu vermeiden. Gleichzeitig erleben wir bereits heute deutliche Veränderungen, die sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen werden. Klimaanpassung ermöglicht es uns daher, mit den bereits eingetretenen und unvermeidlichen Veränderungen umzugehen. Erst das Zusammenspiel aus Klimaschutz und Anpassung sichert langfristig Lebensqualität und Wohlstand für heutige und zukünftige Generationen.


Psychische Gesundheit stärken

Widerstandskraft im Alltag aufbauen

Extreme Wetterereignisse, Hitzeperioden, Sorgen um die Zukunft oder auch Schuldgefühle angesichts des persönlichen Beitrags zur Erwärmung können unsere Psyche negativ beeinflussen. Umso wichtiger ist es angesichts des fortschreitenden Klimawandels, dass wir selbst aktiv werden und unsere psychische Widerstandskraft stärken. Kurz gesagt gilt: Je mehr belastenden Einflüssen (sogenannten Stressoren) ein Mensch ausgesetzt ist, desto mehr Ressourcen werden benötigt, um psychisch stabil und gesund zu bleiben. Dabei sind Ressourcen alles, was einem Menschen guttut und Kraft gibt: beispielsweise Freundschaften, Hobbys wie Sport oder Lesen, Entspannungsübungen, Zeit in der Natur – aber auch Arbeit, sofern diese Freude bereitet. Mit welch einfachen Tipps und Tricks wir unsere mentale Widerstandskraft im Alltag stärken können und welche Notfalltipps uns und anderen in psychisch belastenden Situation weiterhelfen, zeigen die folgenden Beispielseiten aus dem Buch anschaulich:

Bilder: ©  „Meistens Einfach!“

Superkraft Gemeinschaft

Die Gemeinschaft und Verbundenheit mit anderen Menschen stärkt die Psyche enorm und ermöglicht gegenseitige Unterstützung. Deshalb sollten Krisen nicht alleine durchgestanden werden! Menschen mit einem guten sozialen Netzwerk sind häufig widerstandsfähiger und bleiben in Krisensituationen mental gesünder. Dabei sind sowohl starke als auch schwache Bindungen zu anderen Menschen hilfreich: Starke Bindungen, wie enge Freundschaften und Familie, können etwa emotionalen Rückhalt bieten. Aber auch schwache Bindungen, wie Bekannte, ehemalige Kolleginnen und Kollegen oder Nachbarinnen und Nachbarn, dürfen nicht unterschätzt werden. Auch sie helfen, flexibel zu bleiben und neue Möglichkeiten zu erschließen – beispielsweise können diese ebenso die Suche nach einer neuen Arbeit oder Wohnung erleichtern. Es empfiehlt sich daher bereits vor einer herausfordernden Situation, das eigene soziale Netzwerk bewusst zu pflegen und in Krisenzeiten gezielt zu nutzen. Dies gelingt beispielsweise durch regelmäßigen Kontakt mit engen Freundinnen und Freunden oder Telefonaten mit entfernten Bekannten. Aber auch kleine Zeichen der Wertschätzung wie Postkarten können helfen, die Beziehungen zu stabilisieren. Entscheidend ist es, zugleich die eigene Hilfsbereitschaft zu signalisieren – hierdurch entsteht ein stabiles Netzwerk, das auch einen selbst durch schwierige Zeiten trägt. Zudem wirkt sich die Unterstützung anderer Menschen und eine allgemeine Hilfsbereitschaft positiv auf die eigene psychische und körperliche Gesundheit aus.


Selbst aktiv werden!

Wenn die zunehmenden Klimafolgen oder ein Gefühl der Ohnmacht belasten, kann es helfen, im eigenen Alltag konkrete Schritte zu unternehmen. Ob Klimaschutz im Kleinen oder persönliche Maßnahmen zur Anpassung – aktives Handeln stärkt das Gefühl von Selbstwirksamkeit und Kontrolle und wirkt sich nachweislich positiv auf die psychische Gesundheit aus.


Zusammenhalt und Engagement als Schlüssel zur Resilienz

Damit wir uns bestmöglich vor den Folgen der Erwärmung schützen können, ist es wichtig, uns sowohl auf persönlicher Ebene anzupassen als auch uns für den gemeinschaftlichen Schutz und die gemeinsame Widerstandsfähigkeit zu engagieren. Besonders deutlich wird dies, wenn wir uns vor Augen führen, dass der deutsche Bevölkerungsschutz auf der Zusammenarbeit staatlicher und nichtstaatlicher Organisationen beruht – und zugleich auf der Selbsthilfe und dem Selbstschutz aller Bürgerinnen und Bürger. Das Bevölkerungsschutzsystem in Deutschland kann nur funktionieren und wird im Ernstfall nicht überlastet, wenn wir uns individuell bestmöglich vorbereiten. Gleichzeitig ist das ehrenamtliche Engagement für die Gemeinschaft entscheidend dafür, dass dieses System einsatzfähig bleibt und uns im Notfall wirksam unterstützt. Aktuell engagieren sich rund 1,8 Millionen Menschen ehrenamtlich im Bevölkerungsschutz. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels aber auch weiterer aktueller Unsicherheiten gilt es dieses System auszubauen und zu stärken. Hierbei kann jede und jeder mitwirken: Je besser Menschen auf eine bestimmte Aufgabe vorbereitet sind, desto wirkungsvoller können sie im Ernstfall helfen. Besonders wertvoll für den Katastrophenschutz ist daher das langfristige Engagement in einer der staatlichen Organisationen oder in privaten Hilfsorganisationen. Freiwillige können sich dazu direkt an lokale Ortsgruppen etwa des Technischen Hilfswerkes, der Feuerwehr oder etwas des Roten Kreuzes wenden. Dazu benötigt es keine Vorerfahrung, denn interessierte werden in der Regel direkt vor Ort aus- und weitergebildet.

Eine resiliente Gesellschaft als Chance

Zugegeben: Die Vielzahl an klimatischen Herausforderungen und notwendigen Maßnahmen kann überwältigend wirken. Gerade in einer Zeit, die von vielfältigen inneren und äußeren Krisen geprägt ist, liegt in der Klimaanpassung jedoch auch eine Chance: Die Widerstandsfähigkeit einer Gesellschaft steigt durch einen guten Zusammenhalt mit solidarischem Handeln und gegenseitiger Unterstützung. Indem wir diesen Zusammenhalt stärken, können wir nicht nur die Auswirkungen der Erwärmung begrenzen, sondern auch andere gesellschaftliche Herausforderungen besser bewältigen.

Eine klimaresiliente Gesellschaft ist damit zugleich eine starke, solidarische und zukunftsfähige Gesellschaft, in der sich Menschen gegenseitig tragen und gemeinsam Krisen meistern.

* Unbezahlte Werbung, aber der Link zum Buch ist ein Affiliate Link.

Mehr dazu HIER.


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