Gemeinsam für eine bessere Welt

Die Stille ist voller Antworten…

Christin Prizelius | 31.05.2026 | Kolumne von Christin Prizelius | © Privat

Gerade feierte Pure & Positive seinen achten Geburtstag. Alles begann mal mit einer Idee für eine bessere Welt, als ich gedankenversunken eingebunden in die Natur Zeit mal nur mit mir verbracht habe. Daraus entstand dann in tollen Kooperationen ein eMagazin, das um einen Podcast, ein Portal und nun auch um eine Inner Circle-Community ergänzt wurde. Die Formate und Kanäle haben sich zwar geändert und erweitert mit der Zeit — aber eine Sache ist bei mir immer gleich geblieben: Der Wunsch nach Verbindung, Gemeinschaft und Wachstum „im Positiven”. Sich zu bestärken, zu unterstützen, gemeinsam für eine Sache einzustehen und nicht auf „das von oben” zu warten und auf Lösungen zu hoffen, sondern sich „Bottom-up” — von unten nach oben zu verbinden und einfach gemeinsam zu gestalten, sich Impulse und Inspirationen dafür zu geben, wie eine positive Zukunft gelebt werden kann.

Worauf möchte ich nun hinaus? 🙂 Ich möchte dich in unserer neuen Kolumne mit auf meine Reise und in meine Gedanken rund um „Pure & Positive” mitnehmen und würde mir sehr wünschen, wenn wir diesen Weg vielleicht ein Stückchen gemeinsam gehen. Dafür ist es aber zunächst wichtig, dass wir uns wieder mehr selbst begegnen, raus aus dem Lärm im Außen und wieder in die Stille in uns kommen, denn da liegen unsere Herzenswünsche, unsere Kreativität und ein wesentlicher Grundaspekt menschlicher Sozialisation, nämlich in Gemeinschaft zu wirken, sich zu verbinden und noch viele weitere überraschende Antworten…

Der lauteste Ort der Welt ist in uns

Hand aufs Herz: Wann warst du das letzte Mal wirklich nur bei dir? Nicht bei der To-Do-Liste für morgen, nicht beim Scrollen durch das Leben eines Fremden auf Instagram und auch nicht bei der Frage, was die Nachbarn über dein neues Auto oder deine letzte Entscheidung denken. Wir leben in einer Ära der totalen Externalisierung. Wir tragen unser Innerstes nach außen, um es bewerten zu lassen, und lassen das Äußere ungefiltert in unser Innerstes, um uns dort zu verunsichern. Wir sind Expertinnen und Experten darin geworden, die Erwartungen der Welt zu managen, während unser eigenes Seelenhaus im Chaos versinkt. Schau dazu doch auch gerne mal in das Interview mit dem wunderbaren Renato Meng zum Thema „Lebensfreude! Trotz allem, was war…”, hier auf dem Portal, der auch Teil unseres Inner Circles ist). Genau hier setzt Pure & Positive an. Es ist kein weiteres Projekt zur Selbstoptimierung, bei dem wir am Ende noch effizienter funktionieren sollen.

Es ist eine Einladung. Eine Einladung dazu, bei sich einzukehren, sich zu reflektieren und zur Ruhe zu kommen, um Antworten zu finden. Antworten darauf, was wir uns wünschen, zu erkennen, was uns wichtig ist und wie wir unser Leben wirklich leben wollen. Mein Anspruch war es immer, Dinge zu tun, die mir Spaß machen. Ich wollte nicht in Bereichen arbeiten, die sich schwer anfühlen. Zugegeben, das gelingt nicht immer, weil Rechnungen bezahlt und der Kühlschrank gefüllt werden müssen, aber ich habe immer die Möglichkeit, über meine Tools der Positiven Psychologie für das Gegengewicht zu sorgen. Ein Gedanke, ein Buch, ein Getränk, ein anderes Umfeld… Eine bewusste Entscheidung kann sofort einen Wandel im Innen und Außen auslösen. Und wir alle wissen, wir sind die fünf Menschen, die uns umgeben. Und wenn du Partner, Eltern, Freunde, Kollegen etc. hast, die dich nicht unbedingt in deiner Leidenschaft bestärken, liebe sie, aber suche dir zusätzlich ein Umfeld, das genau das tut! Und unser Inner Circle ist genau das! Wenn du Lust hast, mal reinzuschnuppern und uns kennenzulernen, schau gerne bei uns vorbei und schreibe uns.

Wie mein Weg dorthin war…

Ich bin ein Hamburger Deern, seit meinem siebten Lebensjahr aus Liebe zu Tieren überzeugte Vegetarierin und wurde nicht selten schon als naive Weltverbesserin bezeichnet. Dabei inspiriere ich lieber und missioniere nicht, denn Druck erzeugt immer Gegendruck! Ich ließ mich zur Schulsprecherin wählen, hielt die Abirede in meinem Jahrgang, habe Bücher als Autorin/Herausgeberin veröffentlicht und auch sonst auch schon viel versucht, meine Gedanken und Impulse für eine bessere Welt nach draußen zu tragen. Ich habe Jura und Wirtschaftspsychologie studiert, wollte Mensch und Tier zum Recht und zu mehr Frieden verhelfen und die Welt ein kleines bisschen besser machen. Nach einer gesundheitlichen Diagnose und auch dem Wert/Wunsch nach Freiheit, ist dann 2015 mein erstes Online Business entstanden. Ich wollte von nun an zeit- und ortsunabhängig arbeiten und so viel Zeit für meine Familie, Freunde, sozialen Projekte und das Reisen zu haben. Meine Leidenschaft ist es, mit tollen Menschen auf der ganzen Welt in Gemeinschaft Synergieeffekte zu schaffen und über Herzensthemen im Austausch zu sein.

Die Medien legen ihren Fokus in unseren Augen viel zu sehr auf das Negative. Ohne großes “Bashing” an dieser Stelle betreiben zu wollen, aber vielleicht ist genau das so gewollt. Menschen in Angst und Panik sind gelähmt und lassen sich führen. Dabei ist Selbstwirksamkeit ebenfalls in uns angelegt und entscheidend für Motivation, Resilienz und den persönlichen Erfolg — in welchen Lebensbereichen auch immer. Der Glaube an die eigene Wirksamkeit beeinflusst maßgeblich, wie wir unser Leben gestalten, und genau darum geht es! Menschen mit einer hohen Selbstwirksamkeitserwartung betrachten schwierige Aufgaben nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung, und sind in Gemeinschaft nochmal stärker und glauben an ihre Kraft — und sie gehen los! Sie sind kreativ und gestalten, sie wirken!

„Wir haben verlernt, die Signale unseres eigenen Körpers und Geistes zu deuten, weil das Rauschen im Außen einfach zu laut ist. Das „Richtige für sich tun“ wird oft missverstanden als egoistischer Wellness-Trip. Aber echte Selbstfürsorge ist nicht immer ein Schaumbad und eine Duftkerze. Manchmal ist es das schmerzhaft ehrliche Eingeständnis: „Ich kann das gerade nicht.“

Das Paradoxon der ständigen Erreichbarkeit

Wir sind so vernetzt, wie nie zuvor, und doch fühlen wir uns oft seltsam entkoppelt. Wir wissen, was eine Influencerin in Bali zum Frühstück hatte, aber wir merken nicht, dass unser eigener Nacken seit drei Stunden vor Anspannung schreit. Wir haben verlernt, die Signale unseres eigenen Körpers und Geistes zu deuten, weil das Rauschen im Außen einfach zu laut ist. Das „Richtige für sich tun“ wird oft missverstanden als egoistischer Wellness-Trip. Aber echte Selbstfürsorge ist nicht immer ein Schaumbad und eine Duftkerze. Manchmal ist es das schmerzhaft ehrliche Eingeständnis: „Ich kann das gerade nicht.“ Oder: „Dieser Job, diese Beziehung, diese Gewohnheit raubt mir mein Licht.“ Mehr im Innen statt im Außen zu sein bedeutet, den Fokus der Kamera um 180 Grad zu drehen. Weg von der Bühne, hin zum Regiestuhl.

Die Stille ist nicht leer, sie ist voller Antworten

Ich erinnere mich an einen Moment vor ein paar Wochen. Ich saß an einer roten Ampel, das Radio war aus, mein Handy lag in der Tasche. In diesen 60 Sekunden Stille überkam mich eine fast panische Unruhe. Ich wollte greifen – nach einem Reiz, einer Information, einer Ablenkung. In diesem Moment wurde mir klar: Ich habe Angst vor meiner eigenen Gesellschaft. Wenn wir die Tür nach außen schließen, begegnen wir uns selbst. Und das ist am Anfang oft ungemütlich. Da sind mitunter die unterdrückten Ängste, die ungeklärten Fragen und der bohrende Zweifel, ob wir eigentlich das Leben führen, das wir führen wollen – oder nur das, das von uns erwartet wird. Doch hinter dieser ersten Schicht der Unruhe liegt der größte Schatz, den wir besitzen: unser innerer Frieden. Gerade war ich in Siebenbäumen bei Claudia Röhler in ihrer Windmühle und sie sprach genau davon: Gerade Frauen wieder mehr einzuladen, bei sich, in der Ruhe und im Frieden anzukommen. Und das ist ein Ort, der da ist! Die Einladungen sind da, es sind oft nur wenige Schritte dorthin — und eine Entscheidung dafür. Darin stehen so viele Chancen und Möglichkeiten. Damit ging bei mir alles los, im Grunde schon sehr intuitiv!

„Innerer Frieden ist nicht die Abwesenheit von Konflikten, sondern die Fähigkeit, mit ihnen umzugehen, ohne sich selbst zu verlieren. (…) Und wer in sich ruht, ist nicht mehr manipulierbar durch das Chaos im Außen.“

Pure & Positive: Zurück zum Wesentlichen

Mit Pure & Positive wollen wir gemeinsam wieder lernen, diesen inneren Raum mehr bewohnbar zu machen. Wir wollen den Staub von unserer Intuition wischen und lernen, dass die wichtigste Meinung in unserem Leben unsere eigene sein sollte. Was das konkret für dich bedeuten kann:

  • Radikale Ehrlichkeit: Was tut mir wirklich gut und was mache ich nur für den schönen Schein?
  • Achtsamkeit als Anker: Wie schaffe ich es, im täglichen Sturm der Anforderungen bei mir zu bleiben?
  • Energie-Management statt Zeit-Management: Wo verliere ich Kraft im Außen und wie lade ich meine Akkus im Innen auf?

Ob in unserer Whats-App Gruppe, beim digitalen Kaffee, in unseren Workshops und hoffentlich auch bei unserem ersten Festival am 4. Juli in Brandenburg: Wir dürfen uns vom Leben eingeladen fühlen, ohne schlechtes Gewissen wieder mehr bei uns zu sein. Nicht als völliger Rückzug aus der Welt, sondern als Vorbereitung, um der Welt wieder kraftvoller, klarer und liebevoller begegnen zu können. Denn wer in sich ruht, ist nicht mehr manipulierbar durch das Chaos im Außen.

„Auch auch dafür haben wir Pure & Positive geschaffen: Es darf dein Raum sein für diese Wurzelarbeit. Es ist der Ort, an dem wir das „Pure“ – das Unverfälschte, Wahre an uns – feiern und das „Positive“ nicht als künstliches Lächeln verstehen, sondern als die tiefe Zuversicht, dass wir alles in uns tragen, was wir für ein erfülltes Leben brauchen.”

Der Mut zum „Weniger“

Es erfordert Mut, sich für das Innen zu entscheiden. Auch das wird mir immer wieder bewusst. Es ist ein Prozess! In einer Leistungsgesellschaft wirkt „Innehalten“ oft wie „Stillstand“. Aber das ist ein Trugschluss. Ein Baum wächst im Winter nicht sichtbar in die Höhe, er festigt seine Wurzeln. Ohne diese Phase im Dunkeln, im Inneren der Erde, würde er beim nächsten Sturm umkippen. Wir sind viel zu lange nur in die Höhe gewachsen. Es ist Zeit für die Wurzelarbeit. Auch auch dafür haben wir Pure & Positive geschaffen: Es darf dein Raum sein für diese Wurzelarbeit. Es ist der Ort, an dem wir das „Pure“ – das Unverfälschte, Wahre an uns – feiern und das „Positive“ nicht als künstliches Lächeln verstehen, sondern als die tiefe Zuversicht, dass wir alles in uns tragen, was wir für ein erfülltes Leben brauchen.

Ein Versprechen an dich selbst

Lass uns diesen Weg gemeinsam gehen. Es wird Tage geben, da wird die Welt da draußen wieder an deiner Tür hämmern und lautstark deine Aufmerksamkeit fordern. Das ist okay. Das Leben findet statt. Aber wir können lernen, diese Tür nicht mehr sperrangelweit offen stehen zu lassen. Wir können lernen, auszuwählen, wen wir hereinlassen. Fang heute klein an. Nimm dir fünf Minuten. Nur du. Kein Handy. Keine Musik. Atme. Spüre deinen Herzschlag. Und frag dich ganz leise: „Wie geht es mir wirklich?“ Hör genau hin. Die Antwort in der Stille ist vielleicht nicht immer angenehm, aber sie ist der erste Schritt zu deinem inneren Frieden. Willkommen bei Pure & Positive. Willkommen bei dir zu Hause!



Hast auch du Lust, in unseren Inner Circle reinzuschnuppern und Teil unserer tollen Community zu werden?
Dann kannst du hier mehr erfahren: www.pureandpositive.com/inner-circle




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