Gemeinsam für eine bessere Welt

Eine Einladung, dich neu zu entdecken.

Christin Prizelius | 12.08.2026 | Auszug aus dem Buch „Herzplosion” von Alexander Freise | © George Pak, Pexels

Wonach sehnen wir uns in der aktuellen Zeit? Unter anderem doch nach Inspirationen dafür, wie man die eigene Beziehung zu sich selbst grundlegend hinterfragen und neu ausrichten kann. HERZPLOSION von Alexander Freise versteht sich dafür zum Beispiel weniger als theoretischer Ratgeber, sondern vielmehr als Begleiter für Menschen, die nach mehr echter Verbundenheit im Leben suchen. Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass nachhaltige Veränderung nicht durch Selbstoptimierung entsteht, sondern durch das mutige Annehmen aller eigenen Facetten. Mit einer Mischung aus lebensnahen Impulsen, Meditationen und Übungen begleitet das Werk den Prozess, feste Verhaltensmuster sanft aufzulösen. Am Ende eröffnet sich dadurch ein Weg, dem Alltag mit mehr Leichtigkeit, Mitgefühl und einem weiten Herzen zu begegnen. Wir dürfen hier einen kleinen Auszug davon teilen…

Eine Vision für deine Zukunft formulieren

Dir deine Zukunft vorzustellen, bedeutet nicht, dass du ein fixes Bild konstruierst oder eine unveränderliche To-do-Liste anlegst. Denn eine Herzvision entsteht zuallererst einmal aus einem Gefühl heraus. Du darfst also erspüren, wie sich dein Leben anfühlen soll und wer du sein möchtest. Eine Vision formulierst du auch immer im Präsens, und zwar so, als wäre das, was du in der Zukunft anstrebst, bereits Teil deiner jetzigen Realität. Damit erlaubst du deinem Herzen und deinem Unterbewusstsein, sich energetisch auf diese Realität auszurichten. Es ist weitaus wichtiger, die emotionale Essenz deiner Zukunft zu spüren, als dich in detaillierten Beschreibungen zu verlieren, auch wenn sie deinem Gefühl natürlich helfen können. Aber vornehmlich geht es um die Kernfrage, wie du dich in deiner Zukunft, die bereits da ist, selbst empfindest: Welche Energie strahlst du aus? Wie startest du in den Tag? Wie begegnest du anderen Menschen? Wie fühlt sich die Atmosphäre in deinem Leben an?



📝 SICH DIE ZUKUNFT VORSTELLEN

Such dir einen ruhigen Ort und setz dich gemütlich hin. Schließ deine Augen und stell dir vor, wie ein zukünftiges Kapitel in deinem Leben aussehen wird. Stell dir die Frage: »Wie fühlt sich meine Zukunft an?« Sieh die Bilder, die dein Inneres erschafft, und spüre, was sie in deinem Körper mit dir machen. Erlaub dir, den Emotionen, die dein innerer Film erzeugt, Raum zu geben. Was fühlst du? Ist es Aufregung, Dankbarkeit, Leichtigkeit, tiefe Freude oder Inspiration? Alles darf da sein und Raum beanspruchen, ohne dass dafür eine Erklärung notwendig ist. Diese Gefühle sind der natürliche Kern deiner Vision. Sie entstehen in deinem Herzen und bilden das »Magnetfeld«, das energetisch bereits vorhanden ist und deine Zukunft in die »3D-Realität« zieht.


Wenn du deiner Gefühlsebene Raum gegeben hast, darf sie nun auch sichtbar und greifbar gemacht werden. In den nächsten Schritten bringen wir deine innere Wahrheit nämlich nach außen und geben ihr dann noch eine Form durch ein Visionboard und eine Zielekarte.

Das negative Gedankenkarussell

Wie schon angesprochen, hast du drei Zeitebenen, in denen du dich mit deinem Geist aufhalten kannst und auf die sich die Kapitel dieses Buches auch in Hinblick auf die Selbstliebe beziehen: die Vergangenheit, die Zukunft und das Hier und Jetzt. Alle drei können, wenn du deinen Fokus darauf legst, Emotionen hervorrufen. Diese beeinflussen dann dein Handeln im Alltag und das hat bestimmte Erfahrungen zur Folge. Diese Erfahrungen bilden wiederum die Grundlage dafür, welche weiteren Gedanken du hegst. Deine alltäglichen Überlegungen spielen eine große Rolle, wenn es darum geht, wie du dich fühlst und in deinem Alltag verhältst. Die meisten Techniken und Methoden, die ich dir in diesem Buch vorstelle, dienen dazu, dich bewusst mit den drei Zeitebenen auseinanderzusetzen. Entweder reflektierst du die Vergangenheit, übst dich darin, dich auf den Moment im Hier und Jetzt einzulassen, oder du richtest einen Blick auf deine Wünsche und Träume.

Die Übungen haben alle einen konstruktiven Charakter, sollen dir also dabei helfen, stärker in deine Selbstliebe zu kommen, dein Herz zu öffnen und so Stück für Stück dein Potenzial freizusetzen. Durch die bewusste Beschäftigung mit den praktischen Übungen wirst du zudem auch im Alltag immer schneller erkennen, in welcher Zeitebene du dich befindest, und kannst gegebenenfalls eine andere und stimmigere Entscheidung für dich und dein Leben treffen. Zum Beispiel kannst du so leichter ins Hier und Jetzt zurückkehren, wenn du schneller registrierst, dass deine Gedanken gerade in einer Zukunftssorge feststecken oder du vergangene Szenarien unnötig im Kopf herumwälzt. Es geht hier im Wesentlichen auch um die Entwicklung deines Bewusstseins, denn es gilt ja der Satz: Wohin du deine Aufmerksamkeit richtest, dahin fließt auch deine Energie. Alles, was wir hier gemeinsam üben, hat also mit deiner Achtsamkeit und der Erweiterung deines Bewusstseins zu tun.

Wenn du ständig in negativen Szenarien der Vergangenheit hängst oder über eine angstbesetzte und sorgenvolle Zukunft nachgrübelst, rufst du automatisch die äquivalenten Emotionen dazu auf den Plan. Denn Emotionen sind wie gesagt energy in motion. Mit dieser Energie, die du in Bewegung setzt, gehst du dann für gewöhnlich in eine Handlung über und diese Handlung erzeugt eine Erfahrung. Wenn du also aus einem negativen Gedanken immer wieder eine unangenehme Emotion erzeugst, handelst du stets aufs Neue aus dieser Energie heraus und erschaffst repetitiv eine gleiche Erfahrung. Führst du dein Leben unbewusst und über eine längere Zeit so fort, kann es passieren, dass du in einer Art Negativ-Loop stecken bleibst. Denn irgendwann werden deine negativen Gedanken zu einem Automatismus, den du immer wieder abspulst und der dasselbe Ergebnis erzielt. Du kannst sogar in einer gewissen Art süchtig nach negativen Gedanken werden, da sie ein für dich bekanntes Szenario immer wieder reproduzieren und dein ganzes System es als »sicher« abspeichert, da du es kennst. Das Unbekannte hingegen ist unsicher, deshalb meidest du es dann eher.

Der Effekt positiver Gedanken

Das Ganze lässt sich aber auch umkehren. Wenn du beginnst, dich mit positiven Gedanken und Impulsen zu beschäftigen, kannst du daraus positive Emotionen erschaffen. Diese positiven Emotionen, zum Beispiel Dankbarkeit, Freude oder das Gefühl schöpferisch tätig zu sein, sorgen dann dafür, dass du dich in deinem Alltag anders verhältst und dadurch neue Erfahrungen machst. Je häufiger du dich also mit positiven Gedanken auseinandersetzt, desto eher kannst du auch einen Negativ-Loop unterbrechen und langfristig dein gesamtes Leben umgestalten. Jetzt mag sich das einfacher lesen, als sich das in manchen Fällen in die Tat umsetzen lässt. Das liegt aber schlicht daran, dass sich gewisse negative Denkmuster fest in dein Unterbewusstsein eingebrannt haben und deren Samen teilweise bereits früh in deiner Kindheit oder Jugend gesät wurden, entweder durch deine Eltern, durch deine Großeltern oder durch andere (Bezugs)personen und gesellschaftliche Normen. Daher ist es wichtig, dass du dir selbst Zeit gibst und darauf vertraust, dass sich eine positive Veränderung einstellen wird, auch wenn das nicht immer von heute auf morgen möglich ist.

Darüber hinaus ist es ebenso wichtig, dass du die Herkunft deiner negativen Verhaltensweisen verstehen lernst. Das ist die Kraft der Schattenarbeit, die ich in Kapitel 2 beschrieben und mit Übungen unterfüttert habe. Deine Schattenanteile bewusst anzuschauen, ist ein essenzieller Teil in deinem Transformationsprozess und er ermöglicht es dir, deutlich effektiver mit den richtigen positiven Gedanken sowie Impulsen gegenzusteuern und dich emotional so neu auszurichten. Positive Affirmationen, in Kombination mit Methoden, die dich deinem Unterbewusstsein näherbringen, sind also kein Hokuspokus, sondern können dich, wenn du sie gezielt und regelmäßig einsetzt, mit einem enormen Hebel ausstatten, um vieles in Bewegung zu bringen (siehe auch den Abschnitt »Affirmationen: Neun konkrete Tipps für echte Veränderung« in Kapitel 3). Die folgenden Affirmationen sollen dir bei der Erstellung deines Visionboards Kraft schenken und dich positiv auf dieser wundervollen Reise unterstützen.


Affirmationen für deine Schöpferkraft

»Ich habe Vertrauen in meine Reise und
glaube an mein Wachstum.«
»Ich atme Gelassenheit ein und atme alle Zweifel aus.«
»Ich bin es wert, geliebt zu werden,
erfolgreich und glücklich zu sein.«
»Ich gehe durch den heutigen Tag mit der Intention,
achtsam und präsent zu sein.«
»Ich bin der Schöpfer meiner eigenen Realität.«


Das Visionboard

Der Hebel deiner persönlichen Transformation und Kreation lässt sich, wie bereits beschrieben, also besonders geschmeidig betätigen, wenn du dir der verschiedenen Zeitebenen bewusst wirst, die deinen Geist beschäftigen. Zum einen der Vergangenheit, in der negative Blockaden entstanden sein können, dem Moment im Hier und Jetzt, der es dir ermöglicht, alles aus der Vergangenheit loszulassen, und eben auch der Zukunft, die du anstrebst. Diese letzte Zeitebene wollen wir uns jetzt genauer ansehen. Eine Art, dir deiner Zukunft bewusst zu werden und sie visuell zu dir heranzuziehen, ist, wie schon angedeutet, dir ein Visionboard zu erstellen. Das ist eine visuelle Collage, die deine Ziele und Träume in sämtlichen Lebensbereichen versammelt. Das Schöne dabei ist, dass es keine Regeln gibt. Denn ein Visionboard lässt sich so erstellen, wie es sich für dich stimmig anfühlt. Entweder du kreierst ein analoges Board, an dem du physisch arbeitest, schreibst, malst, klebst, bastelst, oder aber du präferierst ein digitales Board, für das du ein digitales Whiteboard-Tool einsetzt.

Da es sich um ein visuelles Board handelt, empfiehlt es sich, mit Bildern zu arbeiten, zum Beispiel mit eigenen Fotos, Ausschnitten aus Zeitschriften oder selbst angefertigten Zeichnungen. Es lässt sich darauf aber genauso gut auch schreiben, mit kleinen gegenständlichen Symbolen, Wörtern und Farben experimentieren – du kannst hier deinen ganz eigenen Stil einbringen. Bei einem Visionboard geht es um deine individuellen Ziele und Träume, es gibt bei der Erstellung also weder Richtig noch Falsch, sondern ausschließlich Raum für dich und deine Kreativität. Es ist ein visueller Raum für positive Gedanken und hochschwingende Emotionen. Denn du bekommst im Leben das, was du denkst und verdient zu haben glaubst. Ein Visionboard erlaubt es dir, auf spielerische Art und Weise deine persönlichen Ziele und deine Träume-Messlatte höher zu hängen und deine Intentionen damit ins göttliche Feld zu senden. Dieser Prozess macht nicht nur sehr viel Spaß, sondern ist zudem auch ein kraftvoller Akt der Selbstliebe… (Mehr zur genauen Gestaltung im Buch ab Seite 294…)

*Diesen Auszug durften wir mir freundlicher Genehmigung des Integral Verlags / der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH veröffentlichen. Bei dieser Buchempfehlung handelt es sich um einen unbezahlten Beitrag, nur der Link zum Buch ist ein Affiliate-Link.

Das Buch „HerzPlosion” von Alexander Freise versteht sich als wegweisender Impulsgeber für mehr Achtsamkeit, Selbstliebe und innere Transformation im Alltag. Mit einer spürbar einfühlsamen Sprache nimmt Freise seine Leserschaft mit auf eine Reise zur eigenen Gefühlswelt, um verschüttete Emotionen sanft freizusetzen. Durch die Kombination aus persönlichen Erfahrungsberichten, praktischen Übungen und geführten Meditationen liefert das Werk konkrete Werkzeuge zur Überwindung emotionaler Blockaden. Ein zentraler Schwerpunkt liegt darin, auch vermeintliche Schattenseiten des eigenen Ichs liebevoll anzunehmen und den Mut zu radikaler Selbstakzeptanz zu finden. So entsteht ein inspirierender Leitfaden, der Schritt für Schritt dazu ermutigt, das eigene Herz wieder vollkommen zu öffnen und ein von Mitgefühl geprägtes Leben zu führen.

Buchcover: © INTEGRAL Verlag

Alexander Freise, Jahrgang 1988, ist studierter Musiker, zertifizierter Meditationslehrer, Podcaster und Podcast-Coach unter anderem für den Westdeutschen Rundfunk. Er unterstützt Menschen dabei, ein bewussteres Leben zu führen und wieder in ihrer Mitte anzukommen. Dabei arbeitet er mit Musik und dem gesprochenen Wort über Meditationen, Soundscapes und Affirmationen. Sein Ziel ist es, dass jeder Mensch in unserer immer stressiger werdenden Gesellschaft das Wissen und die Fähigkeiten besitzt, um mit sich selbst sowie seiner Umwelt ausbalancierter, achtsamer, bewusster und gesünder umgehen zu können. Alexander Freise lebt in Köln.

Bild: © Ina Bohnsack

Mehr zum Buch direkt HIER (Link zum Buch ist ein Affiliate-Link)


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