Viele Jahre lang war Susanne fest davon überzeugt, dass wahrer Reichtum auf dem Konto liegt und der einzige Schlüssel zu absoluter Freiheit ist. Um diesen Traum zu verwirklichen, schuftete sie täglich, kaufte ein Haus und baute ein Vermögen auf – nur um am Ende festzustellen, dass sie die steigenden Zahlen im Inneren völlig kalt und unberührt ließen. Erst als sie durch radikale Lebensentscheidungen fast all ihren materiellen Besitz verlor und ihre Ersparnisse aufzehrte, geschah das unerwartete Wunder. Ausgerechnet im Moment der größten finanziellen Unsicherheit saß sie am Ufer eines Sees und spürte plötzlich eine tiefe, bedingungslose Freiheit, die kein Geld der Welt jemals kaufen kann. In diesem Beitrag, der heutigen Kolumne, nimmt sie uns mit auf eine persönliche Reise von der Illusion des Geldreichs hin zu echtem inneren Reichtum – und zeigt uns, wie wir gemeinsam mit unseren ganz eigenen Ressourcen die Welt positiv verändern können.
Wenn ich viel Geld habe, bin ich frei. Dann kann ich tun und lassen, was ich will!
Diese Entscheidung traf ich vor einigen Jahren, als ich mich eingesperrt fühlte in einem Leben, das ich mir selber geschaffen hatte. Was dann kam, hätte ich mir im Traum nicht ausmalen können!
Ich wusste nur, so wie es ist, kann es nicht bleiben. Ich arbeitete jeden Tag, verdiente echt gut, aber fühlte mich innerlich leblos. Job, Familie, Haus, und wenn ich noch ein bisschen Energie hatte, bin ich zum Sport. Das war ein ganz normaler Tag. Ein großer Urlaub im Jahr, der Rest des Geldes ging ins Haus. Aber Leben? Spaß haben? Einfach mal machen, worauf ich Lust hatte? Fehlanzeige! Nebenbei: Ich wusste gar nicht mehr, was mir Spaß machte.
Also fing ich an, Bücher über Persönlichkeitsentwicklung, Money-Mindset und, als ich mich selbstständig machte, auch über Unternehmertum zu lesen. Ich habe gelernt, an der Börse zu investieren und freute mich über erste Gewinne. Der Kontostand wuchs, mein innerer Zustand jedoch nicht. Die Zahl auf dem Konto machte nichts mit mir. Fühlte ich mich freier damit? Nein! Aber warum nicht?
Weil ich immer noch diejenige war, die dachte, ich sei erst frei, wenn ich reich wäre. Doch wann ist „man“ reich? Eine Million? Vier Millionen? Zehn Millionen? Wie lange hätte ich der bildlichen Möhre an der Angel hinterherrennen sollen, bis ich mich frei fühlte?
Wenn ihr meine Reise ein wenig verfolgt, wisst ihr, dass ich die letzten Jahre viel losgelassen habe: meinen Führungsjob, mein Eigenheim, meine Heimat, viele alte Gewohnheiten und am Ende auch meine Ehe. Die Trennung war einschneidend für mich, denn es fiel so viel von mir ab, was mir vorher nicht bewusst war. Ich war müde, ich war traurig, mein Nervensystem völlig auf Anschlag. Ich habe mir die Zeit genommen, wieder bei mir selbst anzukommen, für meine Tochter und ja, auch endlich mal für mich da zu sein.
Und ich konnte es mir leisten — dafür bin ich unheimlich dankbar. Doch mit der Zeit schwanden meine Reserven. Ich kam wieder zurück in meine alte Kraft, doch es hat mich einen großen Teil meines Kontostandes gekostet.
Geld wird plötzlich ziemlich wichtig, wenn du keines mehr hast, oder?
Auf einmal geht es nicht mehr darum, shoppen oder schick essen zu gehen, sondern es kommen Fragen auf: Wie bezahle ich die nächste Miete? Können wir unsere beiden Pferde halten? Holla die Waldfee, da kommen Ängste hoch, das glaubst du nicht … und auf einmal siehst du sehr klar, was dir wirklich wichtig ist. Was möchte ich wirklich und was ist nur „nice to have“? Mein Blick reduzierte sich auf das Wesentliche. Ich fühlte mich seit langer Zeit wieder demütig. Unglaublich wertvoll!
Es gab eine Situation, die werde ich mein Leben lang nicht vergessen: Die Angst übermannte mich und ich wusste, am See finde ich Frieden. Ich saß am Wasser und mir wurde klar, dass ich fast ALLES verloren hatte, was ich mir in den letzten 20 Jahren aufgebaut hatte. Die Sorgen fühlten sich schwer an, es schien in diesem Moment aussichtslos. Ich schaute auf den See, sah das Glitzern der Sonne im Wasser …



… und fühlte mich das erste Mal so frei wie noch nie. ✨
Ich war völlig überwältigt. Ausgerechnet in einem Moment, in dem ich im Außen so viel verloren hatte, fühlte ich mich innerlich reich. Ich hatte meine Tochter, Menschen, die ich liebe, unsere Tiere, einen See vor mir, einen Kopf voller Ideen, meine Erfahrungen und Fähigkeiten — und die Möglichkeit, mein Leben von hier aus neu zu gestalten.
Vielleicht hatte ich Freiheit all die Jahre am falschen Ort gesucht.
Ich hatte geglaubt, Geld würde mir irgendwann dieses Gefühl geben. Dabei kann Geld unglaublich viel: Es bezahlt unser Zuhause, unser Essen und unsere Kleidung. Es kann uns Zeit schenken, Bildung ermöglichen, eine gute Idee finanzieren, einen Traum Wirklichkeit werden lassen, ein Unternehmen aufbauen oder Menschen und Projekte unterstützen. Und Geld hat auch mir etwas unglaublich Wertvolles ermöglicht: die Zeit, die ich gebraucht habe, um wieder bei mir anzukommen.
Aber mein inneres Gefühl von Freiheit konnte ich nicht auf meinem Konto ansparen. Das musste ich an einem anderen Ort finden: in mir.
Seitdem hat Geld für mich eine andere Bedeutung. Ich sehe heute vor allem die Möglichkeiten darin: Ideen verwirklichen, Neues entdecken, reisen, schöne Momente erleben, mit meiner Tochter unsere Pferde halten, Menschen und Projekte unterstützen oder einfach etwas ausprobieren, auf das ich Lust habe. Geld gibt mir Gestaltungsspielraum: für mein eigenes Leben und für das, was ich in die Welt bringen möchte.
Damit kam für mich irgendwann eine viel spannendere Frage auf:
Wenn mir etwas zur Verfügung steht — was möchte ich damit ermöglichen?
Und dabei geht es längst nicht nur um Geld. Bei Pure & Positive begegnen uns so viele tolle Projekte und Menschen, die die Welt besser machen. Es geht um Tierwohl oder Kinderrechte, um Umweltschutz oder Nachhaltigkeit. Manche gründen Organisationen und widmen ihnen einen großen Teil ihres Lebens. Andere unterstützen mit Geld, schenken ihre Zeit, bringen ihr Wissen, ihre Erfahrung, ihre Kontakte oder ihre Reichweite ein. Wieder andere packen einfach mit beiden Händen an.
Genau das fasziniert mich: Wir müssen nicht alle dasselbe geben. Aber wir können alle etwas beitragen.
Vielleicht ist das für mich heute eine ganz andere Form von Reichtum: zu erkennen, was bereits da ist und bewusst zu entscheiden, was ich damit bewirken möchte.
Vielleicht hast du zwei Stunden Zeit. Vielleicht kennst du genau den Menschen, den ein Projekt gerade braucht. Vielleicht kannst du etwas besonders gut, hast Reichweite, Räume, Material, Wissen oder eine Idee. Vielleicht kannst und möchtest du Geld geben. Oder du hast einfach Lust, irgendwo mit anzupacken.
Was kannst und möchtest DU geben?
Schreib es gerne in die Kommentare. Nicht nur, um die Frage für dich zu beantworten, sondern damit andere sehen können, was du einbringen möchtest. Vielleicht liest hier jemand mit, der genau das sucht. Vielleicht finden sich zwei Menschen, die sich sonst nie begegnet wären. Vielleicht entsteht eine Idee, eine Unterstützung oder sogar etwas ganz Neues.
Denn genau so stelle ich mir eine Welt vor, die positiv in die Zukunft schaut: Wir erkennen, was wir einbringen können. Wir verbinden uns. Und gemeinsam machen wir etwas daraus. ✨
Was sind deine Gedanken dazu?
Bis in 14 Tagen,
deine Susanne

Du willst mich persönlich und unsere Community kennenlernen?
Dann schreibe mir eine Mail an susanne-schindler@purecreation.group und komme unverbindlich beim nächsten digitalen Kaffee in unseren Inner Circle. Eine Mail reicht und ich schicke dir den Link zu. Ich freue mich auf dich.








0 Kommentare